Markus Breitenberger
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Übersicht:
Laut einer Studie im Auftrag der Techniker-Krankenkasse empfinden acht von zehn Deutschen
ihr Leben als stressig, jeder Dritte steht unter Dauerdruck. Bereits jeder Fünfte leidet unter
gesundheitlichen Stressfolgen. Stressfaktor Nummer eins ist der Job mit Hetze und
Termindruck. Dies schlägt sich auch in hohen Fehlzeiten nieder: So waren der Untersuchung
zufolge die Menschen hierzulande im letzten Jahr fast zehn Millionen Tage wegen sogenannter
Burnout-Symptome krankgeschrieben (Steigerung um 17 Prozent innerhalb der letzten fünf
Jahre). Damit fehlten rund 40.000 Arbeitskräfte über das ganze Jahr an ihrem Arbeitsplatz,
weil sie sich ausgebrannt fühlten. Besonders gefährdet sind Menschen in sozialen Berufen,
Beschäftigte in Sandwich-Positionen zwischen zwei Hierarchieebenen, Schichtarbeiter und
Berufspendler. Aber auch Kindererziehung und finanzielle Sorgen führen vermehrt zu psychischen
Belastungen. Noch gestresster als Berufstätige fühlen sich Hausfrauen und
-männer. 95 Prozent von ihnen klagten über Stress, vier von zehn sind in andauernder
körperlicher und psychischer Anspannung. Damit sind Hausfrauen und -männer sogar noch
stärker belastet als Führungskräfte.
Das sind erstmal nur anonyme Zahlen, die wir vielleicht noch mit einiger Distanz betrachten,
obwohl die Mehrzahl aller Menschen in Industrieländern sich zumindest teilweise in anhaltenden
Stresssituationen befinden. Die Gefahr bei Burnout-Syndrom besteht gerade darin, dass die
meisten Betroffenen erst dann wahrnehmen, dass ihnen alles zu viel ist und irgend etwas fehlt,
wenn sie der Krise schon bedrohlich nahe sind.
Lassen sie mich im Folgenden die Entwicklung dieses Problems in der Weise skizzieren, wie
mir betroffene Patienten in der Praxis ihr Erleben und ihre Erfahrung mit pausenlosem Stress
schildern.
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