Markus Breitenberger
Heilpraktiker in München

Der Arzt im Netz

Die Schulmedizin ist in die Falle gegangen, die sie sich selbst gestellt hat. In der naturwissenschaftlichen Medizin scheint der Arzt seit vielen Jahren mit seiner individuellen und damit subjektiven medizinischen Beurteilung und Diagnosestellung ein entbehrliches medizinhistorisches Fossil in einer medizinischen Landschaft, die zunehmend auf Objektivität und Standardisierung setzt.

Seit November 2011, ist nun mit DrEd die erste deutsche Online-Artzpraxis im Internet verfügbar. Patienten können hier nicht nur eine Erstdiagnose zu bestimmten Erkrankungen erhalten, sondern auf eigenen Wunsch auch mit Rezepten und Medikamenten versorgt werden. DrEd beschränkt sich bewusst auf bestimmte Themenfelder wie „männertypische Beschwerden“, zum Beispiel Impotenz, vorzeitiger Samenerguss oder Haarausfall oder „frauenspezifische Themen“ wie die Pille und Blasenentzündung.

Bei der Sprechstunde zur Inneren Medizin bilden erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Asthma den Schwerpunkt und im Bereich der Allgemeinmedizin stehen die Raucherentwöhnung und Akne im Mittelpunkt der angebotenen Online-Sprechstunden.

Persönlicher Kontakt in ärztlicher Behandlungen ist mangelhaft

Ein sehr konsequenter Schritt in einer Medizin, die seit langer Zeit den persönlichen ärztlichen Kontakt auf ein Minimum reduziert hat und stattdessen auf den sogenannten Fortschritt durch die Diagnostik mit hochentwickelten Gerätschaften verweist.

Die Ärzteschaft, die sich jetzt lauthals gegen diese Entwicklung stellt, wie zum Beispiel Corinna Schäfer vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin, sieht in dieser Form der Ferndiagnose ein erhebliches Risiko und beruft sich nun auf traditionelle ärztliche Qualitäten. Ihrer Ansicht nach muss ein Arzt den Patienten gesehen haben, bevor er eine Diagnose stellen kann. Denn die Patienten transportieren „viele Informationen allein durch ihre Gegenwart, durch Aussehen, Geruch, Tonfall“.

Viele Ärzte nehmen sich keine Zeit für Patienten

Aber ein Großteil der Ärzte, vor allem die sogenannten Spezialisten in den modernen anonymen Medizin-Zentren, haben genau dies vernachlässigt: den persönlichen Kontakt, der über die notwendigste Befragung hinausging. Für Fragen des Patienten und ausführliche Antworten von Mensch zu Mensch blieb kaum einmal Zeit. Viele Patienten, die ich als Heilpraktiker in meiner Praxis für Homöopathie und Psychotherapie in München behandle, kamen verzweifelt in die Sprechstunde.

Oft haben sie nach zahlreichen Arztbesuchen bemerkt, dass sich häufig niemand richtig Zeit nimmt für sie und ihre Sorgen. Sie haben erkannt, dass sie in der modernen Medizin als Mensch nicht mehr wirklich ernst genommen wurden. Es reichte aus, wenn sie die Medikamente stillschweigend einnahmen, aber auf keinen Fall durften sie eine eigene abweichende Meinung äußern.

Das Ende der Epoche der ärztlichen Selbstüberhebung und Anmaßung scheint mit diesem Geniestreich der Online-Arztpraxis eingeläutet. Damit wird deutlicher als je zuvor, dass sich die Medizin in zwei Hauptrichtungen aufteilt. In eine spezialisierte Medizin, die den Patienten als Störfaktor Mensch nicht mehr unbedingt sehen muss, um vorgefertigte Diagnosen ohne Zeitverlust messerscharf zu stellen.

Patienten verdienen mehr Zeit und Aufmerksamkeit

Die Alternative dazu ist eine Medizin, vertreten durch Menschen wie Heilpraktiker und auch Ärzte, die ihren Patienten gegenüber eine wohlwollende und wertschätzende Haltung einnehmen und diese ebenso wichtig und selbstverständlich erachten wie fachliche Kompetenz, gemäß dem Grundsatz der Heilkunst: Medicus curat, natura sanat – der Arzt sorgt für die Bedingungen, damit die Natur bei der Heilung unterstützt und nicht gestört wird. Diesen Anspruch habe ich in der Behandlung der Menschen, die sich an mich als Heilpraktiker in der Praxis für Homöopathie und Psychotherapie vertrauensvoll wenden.

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