Markus Breitenberger
Heilpraktiker in München

Tetanus und Masern

Impfungen können für einzelne Menschen grundsätzlich eine wichtige Präventivmaßnahme zum Schutz vor einigen Infektionskrankheiten sein, wenn sie im rechten Maß und zum rechten Zeitpunkt angewendet werden. Pauschal empfohlene Impfungen für alle Menschen ab dem 3. Lebensmonat sind dagegen kritisch zu betrachten.

Differenziertes statt pauschales Impfen

Als Beispiel kann eine Tetanus-Impfung bei einem dreijährigen Kind, das sich häufig verletzt, durchaus sinnvoll sein. In diesem Alter erweitert das Kind seinen Aktionsradius und ist nicht mehr dauerhaft unter Beobachtung der Eltern. Ebenfalls ist zu diesem Zeitpunkt das Immunsystem in Grundzügen so weit ausgereift, dass es auf das Immuntraining der Impfung angemessen reagieren kann. Ich nenne das „differenziertes Impfen“.

Eine zwingende Notwendigkeit für die Impfung sollte deutlich sein und es darf kein Hinweis auf mögliche Nebenwirkungen erkennbar sein. Ein gesundes Kind ohne chronische Erkrankungen des Immunsystems in der Eigen- und Familienanamnese, wie Allergien, Autoimmun– oder Krebserkrankungen wird die Impfung vermutlich gut vertragen.

Dagegen steht die Art und Weise, wie Impfungen heute als pauschale Prävention, ohne Berücksichtigung der Kriterien eines differenzierten Impfens, verabreicht werden. Eine abgeschwächte Infektion, gleichzeitig gegen sechs Krankheiten, bei Säuglingen ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat zu provozieren, wie es der offizielle Impfplan vorsieht, halte ich für sehr bedenklich hinsichtlich der mittelfristig sich jetzt schon abzeichnenden und langfristig noch nicht vollständig absehbaren schädlichen Wirkungen auf die Gesundheit. Das erkennt man jedoch nur dann, wenn Gesundheit als etwas Größeres definiert wird, als der Anstieg des Antikörpertiters gegen einige wenige Infektionskrankheiten.

Es mangelt an Offenheit und Akzeptanz gegenüber abweichenden Meinungen

Mich persönlich besorgt aber vor allem auch die Polemik und die Härte, wie die Diskussion und Berichterstattung zum Thema Impfung geführt wird. Ich wünsche mir dabei mehr Offenheit und Akzeptanz für vielseitige und sich widersprechende Meinungen. Ich erschrecke über Ausgrenzung von Menschen, die sich Gedanken jenseits des Mainstreams machen.

Mit Besorgnis beobachte ich die Bestrebungen in Deutschland, wie in Sachsen-Anhalt, wo gemeldet werden muss, wer geimpft ist und damit auch nichtgeimpfte Kinder namentlich erfasst werden. Oder Tendenzen, wie sie Dr. N.Frühwein, Präsident der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und 
Impfwesen in der Süddeutschen Zeitung angeregt hat, wo nach amerikanischen Modell der Schulbesuch nur Kindern mit verordnetem Impfschutz möglich sein soll.

Ich empfehle allen Eltern sich beim Kinderarzt oder mit Bekannten nur dann auf eine inhaltliche Diskussion über Impfungen einzulassen, wenn dabei spürbar und selbstverständlich ist, dass sich da gleichwertige Menschen auf Augenhöhe begegnen, die sich über ein Thema austauschen, zu dem es mit Sicherheit keine verbindliche und absolute Wahrheit gibt.

Vielleicht geht es bei all den Diskussionen nur vordergründig um das Thema Impfungen. In der Tiefe besteht die Chance von überheblich und emotional geführten Streitgesprächen zu einem wirklichen Austausch zu gelangen. Einer Begegnung von Menschen, die auch unterschiedliche Auffassungen haben dürfen, und die einen bereichernden Diskurs in Zukunft mehr schätzen, als eine machtvoll geführte Diskussion mit vermeintlichen Siegern und Verlierern.

Die Internetseiten „Impfungen A-Z“ enthalten Informationen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Impfungen.

Praxis
M. Breitenberger
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