Markus Breitenberger
Heilpraktiker in München

Schilddrüsenwerte in der Schwangerschaft

„Kommt mein Baby gesund zur Welt?“ – für Schwangere hat diese Frage allerhöchste Priorität. Doch trotz der vielfältigen Voruntersuchungen während der Schwangerschaft, die die Schulmedizin heute anbietet, wird unsere Schilddrüse als Risikofaktor oft noch übersehen. Dabei kann beispielsweise schon eine leichte Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen die gesunde Entwicklung eines Kindes während der Schwangerschaft beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kommt es zu frühzeitigen Wehen oder gar einer Fehlgeburt. Einfache Untersuchungen und gezielte Maßnahmen während der Schwangerschaft helfen Ihnen hier, sich weniger Sorgen zu machen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, was es bei verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen zum Schutz von Mutter und Kind unbedingt zu beachten gilt.

Unsere Schilddrüse fällt uns meistens dann erst auf, wenn sie bereits Probleme bereitet. Sie befindet sich unterhalb unseres Kehlkopfes und dient vor allem der Speicherung von Jod sowie der Bildung der Hormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4), die vielfältige Prozesse in unserem Körper steuern und beeinflussen. Ein ausgeglichener Energie-Stoffwechsel, eine gesunde Verdauung sowie eine normale körperliche und geistige Entwicklung wären ohne sie nicht denkbar. Das Hormon TSH aus der Hirnanhangdrüse wirkt stimulierend auf das Wachstum, die Iodaufnahme und die Hormonbildung der Schilddrüse.

Erwachsene Menschen können auch nach der Entfernung ihrer Schilddrüse normal weiterleben und müssen keine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) befürchten, wenn die entsprechenden Hormone dann in Form von Tabletten zugeführt werden. Für Föten im Mutterleib ist ein ausgeglichener Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel besonders wichtig, weil ihre eigene Schilddrüse erst ab der 12. Schwangerschaftswoche richtig zu arbeiten beginnt.

Wenn Sie bereits schwanger sind oder für die nächste Zeit ein Baby planen, sollten Sie die Funktion Ihrer Schilddrüse und das Hypothyreose-Risiko deshalb so bald wie möglich überprüfen lassen. Da die Schilddrüse während der Schwangerschaft besonders gefordert ist, kommt es zudem darauf an, im Blick zu behalten, ob das Organ sich verändert und Sie als Mutter eventuell mit Medikamenten optimal eingestellt werden müssen.

Als Heilpraktiker in München begleite ich Sie auf Ihrem Weg von den ersten Wochen bis hin zur Geburt Ihres Kindes und achte stets darauf, dass die entsprechenden Untersuchungen in der Schwangerschaft rechtzeitig durchgeführt werden.

Schilddrüse & Schwangerschaft

In der Schwangerschaft muss die Schilddrüse sowohl Mutter als auch Kind versorgen. Schon allein deshalb unterliegt sie vielfachen physiologischen Veränderungen. Als völlig normale Veränderungen durch die gesteigerte Östrogenproduktion wird Ihr Arzt oder Heilpraktiker in der Regel Folgendes feststellen:

  • Anstieg des thyroxinbindenden Globulins (TBG)
  • Abfall des Schilddrüsen stimulierenden Hormons (TSH), vor allem in den ersten 13 Wochen, bis auf Werte, die bei 10-20% der schwangeren Frauen sogar unter dem Referenzbereich einer Nichtschwangeren liegen.
  • Im Folgenden sehen Sie die TSH-Referenzintervalle, definiert für eine Bevölkerung mit optimaler Jodversorgung:

0,1-2,5 mU/l im 1. Schwangerschaftsdrittel
0,2-3,0 mU/l im 2. Schwangerschaftsdrittel
0,3-3,0 mU/l im 3. Schwangerschaftsdrittel

  • Steigerung der Gesamt-Thyroxinkonzentration (fT4) um bis zu 50%, wobei fT4 bis zur 9.-13. Schwangerschaftswoche ansteigt und dann wieder abfällt und fT3 während der gesamten Schwangerschaft sinkt.
  • Gesteigerter Jodbedarf mit einem täglichen Gesamtbedarf von 200-300 μg

Probleme trotz normaler Schilddrüsenwerte?

Die oben genannten Werte geben wohlgemerkt einen durchschnittlichen Messbereich wieder. Die individuelle Gesundheit einer schwangeren Frau und die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein gesundes Kind gebären kann, ist nicht allein von diesen oft in ihrer Aussagekraft überinterpretierten Zahlen abhängig.

Ich habe bei meiner Arbeit als Heilpraktiker in München viele Frauen gesehen, die mit erhöhten TSH-Werten ein gesundes Kind zur Welt gebracht haben, wenn ausreichend Schilddrüsenhormone produziert wurden. Andersherum kann es auch vorkommen, dass Frauen trotz normaler Laborbefunde unter Beeinträchtigungen ihres Wohlbefindens leiden. Dann ist es wichtig, genauer hinzuschauen und nicht vorschnell auszuschließen, dass die Probleme nicht doch mit einer Fehlfunktion der Schilddrüse zusammenhängen.

Nichts übersehen

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann bereits unentdeckt vor einer Schwangerschaft bestehen oder im Laufe der ersten Monate neu auftreten. Typische Symptome, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Wasseransammlungen, können aber auch im Rahmen einer gesunden Schwangerschaft auftreten. Am besten sollten Sie schon bei Kinderwunsch und spätestens bei den ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft folgende Werte bestimmen lassen:

  • TSH-Wert
  •  fT4 und fT3
  • Schilddrüsen-Antikörper (TPO-AK)

Wird eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) festgestellt, sollte im ersten Schwangerschaftsdrittel alle vier Wochen und danach – stabile Werte vorausgesetzt – alle sechs Wochen eine Laborkontrolle erfolgen.

Schilddrüsenunterfunktion

Einige Frauen haben bereits von Geburt an eine Schilddrüsenunterfunktion. Bei anderen liegt ein ernährungsbedingter Mangel an Jod vor. Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist bei normaler Jodversorgung die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, bei der die Schilddrüse chronisch entzündet ist. Generell wird zwischen folgenden Ausprägungen einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) unterschieden:

Latente Schilddrüsenunterfunktion:
TSH-Wert zwischen 2,5-10,0 mU/l bei normalen fT4-Werten

Primäre mütterliche Schilddrüsenunterfunktion:
TSH-Wert > 2,5 mU/l

Manifeste Schilddrüsenunterfunktion:
TSH-Wert > 2,5 mU/l +  fT4 unter Norm oder TSH-Wert > 10,0 mU/l, unabhängig von fT4

Risiko

  • Zwei bis drei Prozent aller Schwangeren haben eine latente Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und bei 0,3 bis 0,5 Prozent liegt eine manifeste Unterfunktion der Schilddrüse vor.
  • Erhöhte Schilddrüsen-Antikörper (TPO-AK) wurden gemessen bei 50 Prozent aller Schwangeren mit latenter Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und bei über 80 Prozent der schwangeren Frauen mit einer manifesten Schilddrüsenunterfunktion.
  • In der gesamten Bevölkerung sind diese Antikörper bei ca. 10 Prozent der Menschen auffällig erhöht, wobei 80 Prozent davon weiblich sind.
  • Bei positivem TPO-Antikörper-Status liegt das Risiko, innerhalb eines Jahres eine manifeste Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) zu entwickeln bei 5 Prozent.

Behandlung

Schulmedizinisch

Wenn Ihre Gesundheitsprobleme eindeutig auf einen Mangel an Jod zurück zu führen sind, können Sie dies durch die Einnahme von Jod-Tabletten oder eine Umstellung auf Jod-reichere Kost unkompliziert beheben. Sollte bei Ihnen jedoch eine manifeste Schilddrüsenunterfunktion festgestellt werden oder eine latente Schilddrüsenunterfunktion mit erhöhten Schilddrüsen-Antikörpern (TPO-AK), wird Ihr Arzt Ihnen in der Regel empfehlen, das Hormon L-Thyroxin über Tabletten zuzuführen.

Gleiches gilt bei einer leichten Unterfunktion, mit oder ohne erhöhten Schilddrüsen-Antikörpern, um den wichtigen TSH-Wert auf ein normales Niveau zu senken. Subjektives Wohlbefinden bei einem Patienten vorausgesetzt, würde ich mich als Heilpraktiker diesem Rat nicht unbedingt anschließen. Gerade am Anfang einer Schilddrüsenunterfunktion bietet die Naturheilkunde und die Klassische Homöopathie sanftere, aber oftmals ebenso wirksame Alternativen.

Mit Naturheilkunde und klassischer Homöopathie

Um sicher zu gehen, dass eine werdende Mutter und ihr Kind während und nach der Schwangerschaft wohlauf sind, kommt es zunächst darauf an, die Laborwerte alle sechs Wochen zu bestimmen. Zudem sollte im Abstand von drei bis sechs Monaten eine Ultraschall-Untersuchung vorgenommen werden, um eine eventuelle hormonelle Minderversorgung während der Schwangerschaft rechtzeitig zu erkennen.

Unter dieser Voraussetzung ist es bisweilen gar nicht zwingend nötig, von vorn herein mit Medikamenten Einfluss auf den Körper einer werdenden Mutter zu nehmen. Vielmehr kommt es darauf an, herauszufinden, warum die Schilddrüse nicht in vollem Umfang ihre natürliche Funktion erfüllt. Dazu gehört eine ausführliche Anamnese, die auch die seelische Verfassung und die aktuelle Lebenssituation der Schwangeren mit einbezieht.

Denn wie bei fast allen Krankheiten können die Psyche sowie bestimmte Ernährungsweisen und Gewohnheiten entscheidende Einflussfaktoren sein, die auch während der Schwangerschaft beachtet werden müssen. Dies gilt insbesondere bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis, bei denen sich unser Körper im Grunde völlig unnatürlich verhält, indem er seine Abwehrkräfte gegen sich selbst richtet.

Oftmals bietet die Homöopathie verschiedene Möglichkeiten, natürlich und nebenwirkungsfrei zu einem normalen Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel mit normalen TSH-Werten beizutragen.

Diagnose

Die gute Nachricht zuerst: Wenn Sie von einer leichten Schilddrüsenüberfunktion betroffen sind, müssen Sie sich in der Regel keine Sorgen um Ihr Baby machen. Genau wie bei der Schilddrüsenunterfunktion passiert es oft, dass die Erkrankung zunächst unerkannt bleibt, weil die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Typische Anzeichen sind z.B. Gewichtsverlust trotz ausreichender Nahrungsaufnahme, Bluthochdruck und erhöhte Temperatur sowie Nervosität und Aggressivität.

Bei einer stärkeren Schilddrüsenüberfunktion schwillt die Schilddrüse an, sodass es unangenehm sein kann, Kleidungsstücke zu tragen, die eng am Hals anliegen. Zudem können die Augäpfel auffällig hervortreten (endokrine Orbitopathie). Frauen mit starker Überfunktion der Schilddrüse können oft ohne medizinische Behandlung gar nicht schwanger werden.

Um sicher zu gehen, dass Sie und Ihr Kind während der Schwangerschaft nicht gefährdet sind, sollten Sie bei Babywunsch oder einer Schwangerschaft auch hier folgende Werte überprüfen lassen:

  • TSH-Wert
  •  fT4 und fT3
  • TSH-Antikörper-Wert (TRAK)

Ursachen einer Schilddrüsenüberfunktion der Schwangerschaft

Eine leichte Überfunktion der Schilddrüse tritt bei zahlreichen werdenden Müttern in den ersten vier bis fünf Monaten durch einen erhöhten Wert des Schwangerschaftshormons hCG auf. Meist klingt dies in der 14.-18. Schwangerschaftswoche auch ohne Behandlung wieder ab und bedarf deshalb keiner medikamentösen Therapie.

Die häufigste Ursache der Schilddrüsenüberfunktion in der Schwangerschaft ist der Morbus Basedow, eine Autoimmunkrankheit, bei der fast immer ein erhöhter TSH-Rezeptor-Antikörper-Wert (TRAK) feststellbar ist. Dieser Wert muss dann monatlich kontrolliert werden. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion wird im Allgemeinen zwischen folgenden Ausprägungen unterschieden:

Subklinische Schilddrüsenüberfunktion: TSH < 0,01 mU/l, bei normalen fT4 und fT3
Manifeste Schilddrüsenüberfunktion: TSH < 0,01 mU/l, bei erhöhten fT4 und fT3

Wahrscheinlichkeit, selbst betroffen zu sein

  • Eine latente, subklinische Schilddrüsen-Überfunktion tritt bei 10 bis 20 Prozent der schwangeren Frauen vorübergehend auf.
  • Zu einer manifesten Schilddrüsen-Überfunktion kommt es bei 0,1 bis 1,0 Prozent aller Schwangerschaften. Dabei können negative Folgen für Mutter und Kind entstehen, wie eine erhöhte Rate an Fehl- und Frühgeburten, Präeklampsie (erhöhter Blutdruck + Eiweiß im Urin + Ödeme), Plazentaablösung, Herzrhythmusstörungen und Wachstumsstörungen in der Fetalzeit.
  • Die häufigste Ursache der Schilddrüsen-Überfunktion in der Schwangerschaft ist mit 85 Prozent der Morbus Basedow.

Schilddrüsenüberfunktion

Frauen mit leichter Schilddrüsenüberfunktion sollten Ihre Werte zwar regelmäßig kontrollieren lassen, bedürfen jedoch in den meisten Fällen keiner medikamentösen Behandlung. Wurde bei Ihnen hingegen Morbus Basedow diagnostiziert, sollten Sie nur schwanger werden, wenn durch gezielte Maßnahmen ein ausgeglichener TSH-Werterreicht ist. Durch die recht auffälligen Symptome wie ggf. hervortretende Augen, Anschwellen der Schilddrüse, Durchfall sowie starkes Schwitzen wird der Morbus Basedow fast immer bereits vor der Schwangerschaft erkannt.

Ein bereits kontrollierter und in der Schwangerschaft wieder ausbrechender Morbus Basedow wird ebenso wie ein neu diagnostizierter mit Medikamenten behandelt, die die Hormonproduktion der Schilddrüse hemmen. Diese sogenannten Thyreostatika heißen beispielsweise Carbimazol oder Thiamazol. Wegen der erheblichen negativen Nebenwirkungen für Mutter und Kind ist die Anwendung auf das zweite und letzte Schwangerschaftsdrittel begrenzt.

In der Stillzeit sind Dosen von 20-30 mg Thiamazol meist unbedenklich, jedoch sollten die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden. Falls sich die Schilddrüsenwerte durch die Thyreostatika-Therapie nicht normalisieren oder schwere Nebenwirkungen auftreten, muss über eine Schilddrüsen-Entfernung im zweiten Schwangerschaftsdrittel beraten werden. Die Behandlung mit Betablockern wie Propranolol halte ich als Heilpraktiker wegen der nur symptomatischen Wirksamkeit und der erheblichen Nebenwirkungen nur bei ausgeprägten Herzsymptomen für sinnvoll.

Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion durch Naturheilkunde

Sofern bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt wurde, kann es empfehlenswert sein, auch einen Heilpraktiker zu Rate zu ziehen. Denn während in der Schulmedizin oft schnell auf eine standardmäßige, starke Behandlung der Symptome zurückgegriffen wird, kann eine umfassende naturheilkundliche Anamnese helfen, die tatsächlichen Ursachen ausfindig zu machen.

So kommt es etwa vor, dass eine Fehlfunktion der Schilddrüse auch mit einem seelischen Ungleichgewicht zusammenhängt. Das betrifft insbesondere die Autoimmun-Erkrankung Morbus Basedow, bei der der Körper sich praktisch selbst zum Feind erklärt. Als Heilpraktiker mit Schwerpunkt auf Homöopathie und Psychotherapie biete ich Ihnen individuelle und nachhaltige Wege, um einer Überfunktion der Schilddrüse entgegen zu wirken. Die Begleitung kann dabei parallel zu einer schulmedizinischen Behandlung stattfinden oder diese gerade bei einem leichten Verlauf nicht selten sogar ersetzen.

Knoten in der Schilddrüse

Eine knotige Vergrößerung der Schilddrüse (Struma nodosa) kann im Rahmen einer normalen Untersuchung der Schilddrüse festgestellt werden. Sie tritt erstmalig in der Schwangerschaft bei ca. drei bis 21 Prozent der Frauen auf. Die häufigste Ursache für den sogenannten Kropf ist eine Unterversorgung mit Jod. Deshalb liegen die anderen Schilddrüsenwerte bei solch einer Diagnose meistens im normalen Bereich. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Struma nodosa auftritt, steigt mit der Anzahl der Schwangerschaften:

  • 9,4 Prozent bei der ersten Schwangerschaft
  • 20,7 Prozent bei der zweiten Schwangerschaft
  • 33,9 Prozent bei drei oder mehr Schwangerschaften

Bösartig oder gutartig?

Wurde bei Ihnen parallel zu dem Knoten eine Schilddrüsen-Unterfunktion festgestellt, ist es zunächst wichtig, dafür zu sorgen, dass Ihre Werte wieder ein normales Niveau erreichen. Dazu sollten Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker konsultieren und entsprechende Parameter regelmäßig im Labor überprüfen lassen. Im nächsten Schritt gilt es nun herauszufinden, ob der Knoten gutartig oder bösartig ist. Dafür reicht in der Regel eine normale Ultra-Schalluntersuchung aus. Eine zusätzliche Szintigraphie darf in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden, weil bei diesem nuklearmedizinischen Verfahren radioaktive Stoffe in den Körper eingebracht werden.

Zu Ihrer generellen Beruhigung kann ich Ihnen zudem versichern, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen bösartigen Knoten handelt, extrem gering ist. Laut der California Cancer Registry betrifft dies nur 14,4 von 100.000 Frauen.

Operation – Ja oder Nein?

Bei bösartigen Knoten, den sogenannten papillären oder follikulären Schilddrüsenkarzinomen, die während der Schwangerschaft diagnostiziert wurden, wartet man mit einer Operation meist bis nach der Entbindung. Dies hängt nicht nur mit der Gefahr zusammen, die von einer Vollnarkose für Ihr ungeborenes Kind ausgeht. Tatsächlich ist es so, dass sich Ihre Prognose in der Regel durch eine sofortige Operation gar nicht signifikant verbessert. Eine Ausnahme bilden die sogenannten anaplastischen Schilddrüsenkarzinome oder ein zusätzlicher Lymphknotenbefall. Gleiches gilt für eine signifikante Größenzunahme des Knotens um 50 Prozent und mehr bis zur 24. Schwangerschaftswoche.

Gutartige Knoten werden nur operativ entfernt, wenn ein sehr schnelles Wachstum oder Kompressionssymptome vorliegen, das heißt, wenn es zu Atem- oder Schluckbeschwerden kommt, weil der Knoten auf Luft- oder Speiseröhre drückt.

Empfehlung aus Sicht der Naturheilkunde

In der Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis, also der chronischen autoimmunen Schilddrüsenentzündung, die mit einer Unterfunktion einhergeht, wird von Ärzten, wenn gleichzeitig gutartige Knoten bestehen, oft hartnäckig auf eine Hormontherapie mit L-Thyroxin gedrängt. Dabei ist es nicht selten so, dass die hormonelle Stoffwechsellage dies gar nicht zwingend erfordert. Als Heilpraktiker in München möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es bisher keine ausreichende Studienlage gibt, die besagt, dass das Knotenwachstum auf diesem Weg verlangsamt oder verhindert wird, wie dies bei bösartigen Knoten der Fall ist. Bevor Sie im Zweifelsfall unnötig Medikamente nehmen, lohnt es sich also, eine zweite Meinung einzuholen.

Jodmangel

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf eine ausreichende Jodversorgung achten. Der Tagesbedarf bei Schwangeren und Stillenden liegt laut WHO bei 250 μg/Tag. Das ist erreichbar durch regelmäßigen Verzehr jodreicher Lebensmittel, wie Seefisch, Kartoffeln und Milchprodukte. Bei Verdacht auf die Autoimmunkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis oder auf eine Schilddrüsenüberfunktion ist hingegen eine Jod-arme Ernährung wichtig.

In jedem Fall sollten gerade werdende Mütter sich bei entsprechenden Symptomen zügig kompetente Unterstützung holen. Die Untersuchung Ihrer Schilddrüsen-Werte ist unkompliziert, schnell sowie schmerzfrei und hilft Ihnen, der Geburt Ihres Kindes mit weniger Sorge entgegen zu sehen.

Als Heilpraktiker in München begleite ich Sie, wenn Sie während Ihrer Schwangerschaft sichergehen möchten, dass Sie Ihren Körper und Ihr Baby nicht mit zu vielen Medikamenten belasten und dort wo es möglich ist, auf natürliche Alternativen zurückgreifen wollen. Ich helfe Ihnen gerne weiter, denn Gesundheit ist kein Zufall.

M. Breitenberger
Klenzestraße 60
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