Homöopathie bei Entzündung

Was ist eine Entzündung?

Kommt es zu einer Infektion, bei der Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien in den Körper hineingelangt sind, reagiert das Immunsystem darauf mit einer Entzündung, um die Eindringlinge unschädlich zu machen. Aber auch starke physikalische, chemische oder thermische Reize wie intensive Sonneneinstrahlung können eine Entzündung auslösen. 

Manchmal laufen jedoch Entzündungsprozesse im Körper ab, ohne dass Krankheitserreger der Auslöser sind, dann liegt zum Beispiel eine Allergie oder Autoimmunerkrankung vor. 

Eine Entzündung läuft im Wesentlichen überall im Körper gleich ab: Das Infektionsgebiet rötet sich, schwillt an, wird warm und kann schmerzen. Dabei kommt manchmal auch Fieber ins Spiel. Häufige Komplikation einer bakteriellen Entzündung ist die Bildung von Eiter; hat er sich in einem durch die Entzündung entstandenen Hohlraum abgekapselt, liegt ein Abszess oder, wenn Haarfollikel oder Talgdrüsen davon betroffen sind, ein Furunkel vor.

Homöopathische Behandlung von Entzündungen

Praktisch alle akuten Entzündungen – von Entzündungen auf der Haut bis hin zu Entzündungen an den Zähnen oder Organen wie die Harnblase sprechen gut auf eine homöopathische Behandlung an. Steigt das Fieber jedoch über 39° Grad an, besteht gleichzeitig Schüttelfrost und ist das Krankheitsgefühl stark ausgeprägt, sollte man sich baldmöglich an einen Arzt oder Heilpraktiker wenden – auch, um der schlimmsten Form der Entzündung, einer Blutvergiftung (Sepsis), vorzubeugen.

Gleiches gilt, wenn sich die Entzündung und ihre begleitenden Symptome nicht nach der zweiten oder dritten Gabe des homöopathischen Mittels gebessert haben, oder wenn nach einer Phase der Besserung eine Verschlechterung eintritt.  

Globuli gegen Entzündung  

Die Auswahl des passenden homöopathischen Mittels sollte wenigstens drei Kriterien erfüllen, die für das Mittel typisch sind. Symptome, die für die erkrankte Person zutreffen, aber völlig gegensätzlich zu deren eigentlichen Verfassung im Gesundheitszustand sind, sollten besonders stark bei der Mittelauswahl bewertet werden. Die passenden homöopathischen Globuli müssen nicht alle der hier aufgeführten Symptome abdecken. 

Belladonna

  • plötzlicher Beginn
  • heiß, rot, geschwollen
  • kein Eiter
  • klopfender Schmerz
  • Verschlimmerung durch Berührung

Hepar sulfuris

  • stechender Schmerz
  • sehr berührungsempfindlich
  • Beginn der Eiterbildung oder reif
  • folgt gut auf Belladonna
  • Verschlimmerung durch Kälte

Apis

  • stechender Schmerz
  • Schwellung blass-rot
  • berührungsempfindlich
  • Verschlimmerung durch Wärme
  • Besserung durch Kälte
  • Folge von: Verletzungen, Insektenstichen

Mercurius

  • Fortschreiten der Entzündung
  • „roter Strich“ (Sepsis)
  • lokal geschwollene Lymphknoten
  • klebrige Schweiße
  • Verschlimmerung nachts

Lachesis

  • weit fortgeschrittene Entzündung
  • bläuliche, purpurrote Verfärbung
  • Fieber
  • in der Umgebung des Herdes weitere Eiterstippchen
  • sehr berührungsempfindlich

Sulfur

  • Neigung zu Furunkeln (Diabetes ausschließen lassen)
  • mehrere Furunkel gleichzeitig

Im Erkrankungsfall ist es gut zu wissen welches homöopathische Mittel benötigt wird, um schnell und nebenwirkungsfrei heilen zu können. Ebenso wichtig ist es, das passende Mittel im Fall der Fälle auch zur Hand zu haben. Im Akutfall wird das homöopathische Mittel umgehend benötigt, also ist es empfehlenswert sich eine homöopathische Hausapotheke anzulegen.

Homöopathische Hausapotheke mit 24 Mitteln in C30
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Dosierung der Globuli bei Entzündung

Für die aufgeführten Mittel gilt die Anwendungsempfehlung: Nehmen Sie drei Globuli (= eine Gabe) des Mittels in der Potenz C30 ein und lassen Sie die Globuli unter der Zunge zergehen. Säuglingen werden die Globuli zwischen Wange und Zahnleiste verabreicht. Der Abstand der Einnahme zu den Mahlzeiten sollte – wenn möglich – ca. 15 Minuten betragen.

Sollten sich die Beschwerden nicht bessern, kann die Gabe nach ein bis zwei Stunden wiederholt werden. Grundsätzlich gilt: Je akuter die Krankheit, desto schneller muss ein Mittel wirken. Tritt eine deutliche Besserung ein, können Sie das Mittel absetzen.

Erstellungsdatum:

18.07.2020

Autor:

Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Homöopath. Behandelt seit über 20 Jahren erfolgreich mit Klassischer Homöopathie in eigener Praxis in München. Autor von zahlreichen Fachartikeln und Blogbeiträgen zu Themen rund um Gesundheit und Homöopathie.