Markus Breitenberger
Heilpraktiker in München

Krebserkrankung

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen zunächst ein Schock. Dann tauchen viele Fragen auf: „Was erwartet mich? “, „Was muss ich jetzt tun?“ – und überhaupt – „Warum gerade ich?“. Parallel zur schulmedizinischen Therapie unterstütze ich Sie mit einem bewährten Behandlungskonzept aus Homöopathie, Psychotherapie und Naturheilkunde dabei, nach der Diagnose nicht zu verzweifeln, wichtige Fragen zu klären und neue Kraft für den Heilungsprozess zu schöpfen.

In vielen Fällen stellt Krebs heute kein Todesurteil mehr dar. Nicht wenige Patienten leben nach erfolgreicher Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung noch viele Jahre weiter und werden mitunter wieder ganz gesund. Oft helfen komplementärmedizinische Ansätze, wie ich sie in meiner Praxis anbiete, Nebenwirkungen von schulmedizinischer Behandlung zu reduzieren und Menschen mit Krebserkrankung körperlich, seelisch und geistig wieder in Ordnung zu bringen. Immer wieder erlebe ich in der Praxis auch Patienten, die mir berichten, dass die Krebserkrankung ein notwendiger Impuls war, um den Mut für ein selbstbestimmtes Leben aufzubringen.

Um mit ärztlicher Hilfe nicht nur wieder „der/die Alte“ zu werden, beginnen sich manche Patienten auch Fragen zu stellen, die notwendige Veränderungen im Leben betreffen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Erkrankung auch als Wegweiser zu betrachten. Denn Studien zeigen, dass psychische und soziale Faktoren auf unser Immunsystem und somit auch auf das Krebsrisiko und den Verlauf der Krankheit Einfluss nehmen.

Therapeutische Gespräche können hier das leisten, wofür im Klinikalltag oft nur wenig Zeit bleibt – nämlich genauer zu schauen, wo der eigene Lebenswandel, blockierende Denkweisen oder persönliche Verstrickungen der Gesundheit schaden. Ziel ist es, aus diesen Erkenntnissen neue Perspektiven und Handlungsweisen zu entwickeln.

Wenn man sich die Zahlen der Erkrankten und der Todesfälle in den westlichen Ländern ansieht, scheint es heute beinahe die Ausnahme zu sein, nicht an Krebs zu erkranken. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört Krebs sowohl für Frauen als auch für Männer zu den häufigsten Todesursachen. Ob Vererbung, Umweltgifte, schlechte Gewohnheiten oder schlicht der Zufall dahinter stecken, lässt sich oftmals nicht abschließend klären. Fest steht, dass schon allein durch einen allgemeinen Nikotinverzicht etwa ein Drittel aller Tumorerkrankungen weltweit verhindert würde.

Risikofaktoren

Weniger offensichtlich und dennoch nicht unwichtig sind psychosozialen Risiken, die die Wahrscheinlichkeit, im Laufe eines Lebens an Krebs zu erkranken, deutlich erhöhen. Dabei hat nicht ein einzelner, sondern die Häufung, Intensität und Dauerhaftigkeit der Faktoren einen schwächenden Einfluss auf das Immunsystem.

Als Heilpraktiker für Homöopathie und Psychotherapie in München schaue ich gemeinsam mit meinen Klienten deshalb ganz genau hin: Gibt es seelische Belastungen oder Charakterzüge, die die Krankheit ausgelöst haben könnten oder sich möglicherweise negativ auf den Heilungsprozess auswirken?

  • Verlust einer wichtigen Bezugsperson, Ausbleiben einer sicheren emotionalen Bindung zu einer Bezugsperson
  • Sinnverlust durch Arbeitslosigkeit, Trennung, Verschuldung, Entwurzelung etc.
  • Relative Bindungsunfähigkeit, Oberflächlichkeit von Beziehungen
  • Überanpassung, Betonung von Vernunft bis hin zur Verleugnung von Gefühlen und Alltagsängsten, das Gefühl, es allen recht machen zu müssen
  • Altruismus, der dazu dient, zwischenmenschliche Beziehungen zu fixieren
  • „Normale Depression“, Einsamkeit und soziale Isolation
  • Starre Denk- und Verhaltensweisen (auch in Gesundheitsfragen)

Krankheitsgewinn

So widersprüchlich es auf den ersten Blick erscheinen mag, können doch mit schweren Erkrankungen wie Krebs auch gewisse Vorteile für den Betroffenen einhergehen:

  • Zuwachs an Beachtung, die nur durch Erkrankung möglich erscheint
  • Entkommen aus ausweglos erscheinenden Situationen durch Krebsdiagnose
  • Mehr Zeit für sich selbst, Entlastung im Krankheitszustand
  • Erkrankung als Anstoß für Sinnfragen: Wofür bin ich hier? Was will mich im Leben?

Ganzheitliche Therapie

Die wichtigste Frage ist dann natürlich, wie sich solche Bedürfnisse auch unabhängig von der Erkrankung bzw. bevor diese überhaupt ausbricht, stillen lassen. Die meisten an Krebs Erkrankten bedauern, dass sie ihr eigenes Leben noch gar nicht genug gelebt haben.

Sich im Rahmen von persönlichen Gesprächen und einer bewussten Lebensgestaltung damit rechtzeitig auseinanderzusetzen – sei es mithilfe nahestehender Freunde und Verwandter oder eines Therapeuten – kann also auch Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge sein. Doch selbst wenn Sie bereits an Krebs erkrankt sind, ist es nie zu spät für ein Plus an Lebensqualität und ganz bewusst getroffene Entscheidungen.

Haben Gefühle und Umstände von Fremdbestimmung die Krankheit wesentlich beeinflusst, ist eine Therapie wichtig, die die Selbstbestimmung des Kranken fördert. Die Schulmedizin bietet dafür wenig Raum – immer wieder höre ich von verängstigten Patienten, dass der behandelnde Arzt behauptet, sie hätten gar keine andere Wahl als Therapieoption X oder Y zu „wählen“.

Bestimmt ist dies aus der subjektiven Erfahrung des Arztes nachvollziehbar und gut gemeint. In der Wirkung jedoch schwächt eine solche ärztliche Haltung die Autonomie des Patienten und damit den Patienten selbst. Als Therapeut muss man alles dafür tun, um die Selbstbestimmung des Patienten zu fördern und ohne Druck zu beraten. Was für den erkrankten Menschen gut ist, weiß nur er selbst.

Das war es auch, was Dr. Carl Simonton, ein Pionier der Psychoonkologie, die sich mit den psychosozialen Ursachen und Folgen einer Krebserkrankung befasst, immer wieder betont hat. Carl Simonton geht in dem folgenden Ratgeber der Frage nach: was kann ein Kranker über die vom Arzt verordnete Behandlung hinaus tun, um aktiv an seiner Gesundung mitzuwirken?

Wieder gesund werden: Eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen

Ebenfalls ist das Eingeständnis, dass der Tod auch eine mögliche Option darstellt, ein zentrales Kriterium für eine erfolgreiche Krebstherapie. Es setzt oft viel Lebenskraft frei. Die Angst vor dem Tod steht meist für die Angst vor dem noch nicht gelebten Leben. Somit ist die Erlaubnis zu sterben gleichsam die Erlaubnis zu leben.

Ein weiteres wichtiges Kriterium der Therapie sollte sein, wenigstens nicht zu schaden, wenn Heilung nicht mehr möglich ist. Das mag sich selbstverständlich anhören, ist es aber gerade im Klinikalltag oft nicht. Hier erlebt man häufig Chemo- und Strahlentherapie bis zum letzten Atemzug. Die Lebensqualität sollte immer wichtiger als die bloße Lebensverlängerung sein.

Mit Visualisierungsübungen, wie sie die erwähnte Methode von Dr. Carl Simonton zeigt, können Betroffene spüren lernen, wie sich gutes Leben anfühlt. Auch helfen die aktive Auseinandersetzung und der Dialog mit der Krankheit und dem Schmerz, anstatt dagegen anzukämpfen. Sehr empfehlenswert ist auch die wissenschaftlich bestätigte Methode von Prof. Jon Kabat-Zinn, der  in seiner Forschung und Lehre die Zusammenhänge von körperlichen Vorgängen und geistigen Aktivitäten beleuchtet:

Jetzt spüre ich das Leben wieder (mit Praxis-CD): Achtsamkeitsübungen bei chronischen Schmerzen, Krebs und anderen schweren Erkrankungen.

Über die psychotherapeutische Begleitung hinaus unterstütze ich meine Patienten auch als Heilpraktiker dabei, krebserregende Faktoren zu vermeiden. Neben dem Verzicht auf Nikotin, zu viel Sonne etc. empfehle ich regelmäßige Bewegung, Meditation und Atemübungen sowie basische Ernährung (wenig Fleisch, Zucker, Alkohol etc.). Gleichzeitig finde ich gemeinsam mit Ihnen Wege, Stress zu reduzieren, soziale Isolation zu überwinden und die eigene Selbstwahrnehmung zu verbessern, um Ihre Selbstheilungskräfte zu stärken.

Dies ist ein kurzer Überblick zu einer äußerst komplexen Zivilisationskrankheit; er ersetzt nicht ein inpiduelles Therapiekonzept.

Fragebogen

Die folgenden Fragen sind nicht als Test gedacht, sondern als Anstoß, um darüber nachzudenken, wie Sie die verbleibende Zeit – mit oder ohne Krebs – so sinnvoll wie möglich gestalten können.

Wie steht es um mein Bedürfnis nach Nähe, Geborgenheit, Umsorgtsein, Aufmerksamkeit, Wichtigkeit?

  • Sind diese Bedürfnisse im Moment befriedigt und waren sie das in der Vergangenheit?
  • Bin ich mir selbst wichtig genug, um Beachtung, Geborgenheit etc. zu erhalten?
  • Erkenne ich darin ein Selbstverständnis, ein menschliches Grundbedürfnis, das ich erhalten kann, ohne dafür zu leiden?

Was verstehe ich selbst bisher an dieser Erkrankung?

  • Gibt es mögliche Gründe und Auslöser, die mir dazu einfallen?
  • Trifft auf mich zu, was man auch als „Normopathie“ und „Normale Depression“ bezeichnet: Liebsein, Gutsein, Vernünftigsein, Hintenanstellen der eigenen Bedürfnisse?
  • Vernachlässige ich möglicherweise den zweiten Teil von: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst“?
  • Habe ich manchmal das Gefühl, meine Daseinsberechtigung durch Leistung, Aufopferung etc. bestätigen zu müssen?
  • Gab es in letzter Zeit Dauerkrisen, begleitet von Resignation, Selbstaufgabe und Selbstentfremdung, die zum Zusammenbruch meines Immunsystems geführt haben könnten?
  • Wo habe ich Rollen übernommen, die zur Entfremdung geführt haben, und wozu diente das?
  • Was möchte / sollte / muss ich verändern in meinem Leben, um gesund zu sein?

Darf ich sterben? Was hindert mich daran?

  • Habe ich Angst vor Dunkelheit, Einsamkeit, Verlassenheit und dem Gefühl von „nichts geht mehr“
  • Habe ich Angst vor Kontrollverlust?
  • Habe ich Angst davor, das eigene Leben noch nicht gelebt zu haben?

Was hat sich seit der Diagnose positiv verändert?

  • Hilft mir die Krankheit aus einer ansonsten scheinbar ausweglosen Situation?
  • Werden bestimmte Primärbedürfnisse, z. B. meine Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Berührung, jetzt besser erfüllt?
  • Stell ich mich erst durch die Erkrankung den großen Sinnfragen: Wofür lebe ich oder sterbe ich?

Was will mich noch im Leben?

  • Was will von mir gelebt sein?
  • Was gibt es noch zu tun?
  • Wofür will ich leben?

Wie könnte ich all das leben, ohne krank zu werden?

  • Wie gelingt es mir, auch ohne die Erkrankung mehr Beachtung, Zuwendung, Zeit für mich zu finden?

Sehr guter Vortrag von Dr. W. Büntig: Beachtung – ein menschliches Grundbedürfnis

  • Welchen großen Lebensfragen und Aufgaben sollte ich mich stellen?

Wärmstens empfehlen möchte ich das wunderbare Interview, das der Psychoonkologe Dr. W. Büntig mit dem damals 90-jährigen Dr. L. LeShan 2010 in NewYork geführt hat:

Die Melodie des eigenen Lebens finden – Diagnose Krebs – Wendepunkt und Neubeginn.

LeShan gilt als Pionier der ganzheitlichen Krebstherapie. Er hat Tausende, zumeist Schwerkranke, psychotherapeutisch betreut und systematisch statistische Daten zusammengetragen. Dabei tritt zutage, wie stark Selbstheilungskräfte mobilisiert werden können, wenn Krebs-Patienten die Melodie ihres Lebens finden und schlussendlich dadurch geheilt werden. Ein einzigartiges Zeitdokument!

Oder als Buch:

Ein Handbuch für Menschen, die an Krebs leiden, für ihre Familien und für ihre Ärzte und Therapeuten