Fibromyalgie: Symptome & Beschwerden

Der Faser-Muskel-Schmerz (fibra = Faser, myos = Muskel, algie = Schmerz) ist das Leitsymptom der Fibromyalgie. Diese Schmerzen, die nicht nur in den Muskeln, sondern auch in deren Sehnenübergänge zu den Knochen verortet sind, zeigen sich nicht bei allen Betroffenen gleich, manche empfinden sie als „brennend“ oder „schneidend“,  andere als eher „dumpf“ oder „bohrend“.

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Bei allen Fibromyalgie-Patienten halten die Muskelschmerzen jedoch länger als drei Monate lang an und es sind immer mindestens vier verschiedene, oft wechselnde Körperregionen betroffen.

Häufig stehen Nacken, Brustkorb, beide Arme und beide Beine als Schmerzorte im Vordergrund, ebenso können die verschiedenen Abschnitte des Rückens nahe der Wirbelsäule betroffen sein. Charakteristisch ist zudem, dass die Schmerzen zwar meist in der Nähe von Gelenken auftreten, die Gelenke selbst jedoch nicht betroffen sind.  

Weitere typische Fibromyalgie-Symptome sind Schlafstörungen mit einem Zerschlagenheitsgefühl am Morgen sowie eine ausgeprägte körperliche und geistige Erschöpfung (Fatigue).  

Häufig kommen weitere Beschwerden hinzu:

  • Spannungskopfschmerzen
  • Morgensteifigkeit
  • Gefühlsstörungen an Händen und Füßen
  • Magen-Darm-Probleme (vor allem Reizdarm und/oder Reizmagen)
  • Reizblase
  • Probleme mit den Kiefergelenken
  • Reizüberempfindlichkeit (zum Beispiel Licht-, Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit)
  • psychische Beschwerden wie Nervosität, innere Unruhe, depressive Verstimmung, Antriebsschwäche, Konzentrationsprobleme

Wie groß der Leidensdruck durch die Erkrankung ist, ist individuell verschieden: Während sich manche Patienten kaum in ihrem Alltag beeinträchtigt fühlen und auch gut auf die Therapiemaßnahmen ansprechen, sind andere in ihren Aktivitäten so stark eingeschränkt, dass sie zum Beispiel kaum oder gar nicht mehr ihren Beruf ausüben können.

Doch selbst die Fibromyalgie-Patienten, die alles in allem einen eher milden Verlauf haben, können sich an manchen Tagen deutlich schlechter als an anderen Tagen fühlen. Denn zum Wesen der Fibromyalgie gehört, dass sie eine sehr unberechenbare Krankheit ist, die manchmal sogar an einem einzigen Tag zwischen einer leichten und einer stark ausgeprägten Symptomatik hin und her pendeln kann.

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Erstellungsdatum:

16.07.2021

Autoren:

Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Homöopath in eigener Praxis seit über 20 Jahren. Behandelt schwerpunktmäßig Menschen mit psychosomatischen Beschwerden. Autor von zwei Gesundheitsratgebern und zahlreichen medizinischen Fachartikeln.

Dr. Nicole Schaenzler, Philologin und Medizinjournalistin. Herausgeberin eines Gesundheitsmagazins und Fachautorin zahlreicher Bücher zu medizinischen Themen.

Quellen:

Deutsche Fibromyalgie Vereinigung und Deutsche Rheuma-Liga und Deutsche Schmerzgesellschaft: Patientenversion der wissenschaftlichen Leitlinie „Definition, Ursachen, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms“ (S3-Leitlinie, Stand 3/2017)

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) – Praxisleitlinien Schmerzmedizin: Fibromyalgiesyndrom

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

Deutsche Rheuma-Liga