Hormonelle Schwankungen können in jeder Lebensphase auftreten. Zyklus, Stress, Ernährung, Schlaf oder altersbedingte Veränderungen beeinflussen den Hormonspiegel kontinuierlich. Deshalb sind einzelne Laborwerte oft nicht ausreichend, um ein hormonelles Ungleichgewicht sicher zu erkennen. In der Schulmedizin und Naturheilkunde werden typische Symptome zur Beurteilung herangezogen.
Inhaltsverzeichnis
Warum sind Bluttests so wenig aussagekräftig?
Bluttests sind aufgrund der Hormonschwankungen in dieser Lebensphase nur wenig aussagekräftig. Deshalb orientieren sich Ärzte und Heilpraktiker bei der Einschätzung einer möglichen Östrogendominanz vor allem an den individuellen Beschwerden der Patientinnen.
Test: Habe ich eine Östrogendominanz?
Die folgenden 15 Fragen helfen Ihnen, gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker herauszufinden, ob in Ihrem Fall eine relative Östrogendominanz vorliegt:
- Ist Ihre Periode stärker oder dauert sie länger als früher?
- Haben Sie ausgeprägte PMS-Beschwerden?
- Ist Ihr Zyklus kürzer geworden?
- Haben Sie Schmierblutungen vor der eigentlichen Periode?
- Spannen oder schmerzen Ihre Brüste stärker vor der Periode?
- Haben Sie öfter Wassereinlagerungen oder fühlen sich aufgebläht?
- Haben Ihre Beschwerden zwischen Mitte 30 und Mitte 40 begonnen?
- Nehmen Sie leichter zu, besonders an Bauch, Hüften und Oberschenkeln?
- Haben Sie Gelenk- oder Muskelschmerzen ohne klare Ursache?
- Wachen Sie nachts häufig auf (besonders gegen 3 Uhr)?
- Fällt es Ihnen oft schwer einzuschlafen, trotz Müdigkeit?
- Fühlen Sie sich häufig niedergeschlagen, reizbar oder dünnhäutig?
- Hat sich Ihr Wohlbefinden insgesamt verschlechtert, obwohl Sie als gesund gelten?
- Wurde bei Ihnen eine Endometriose oder Myome diagnostiziert?
- Haben Sie vermehrt Cellulite entwickelt?
Auswertung: Habe ich eine Östrogendominanz?
Wenn Sie min. 7 Fragen mit “Ja” beantwortet haben, ist eine relative Östrogendominanz sehr wahrscheinlich und sollte abgeklärt und ggf. behandelt werden. Vereinbaren Sie online Ihren Termin.
Dieser Selbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose. Die Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben und sollten fachlich abgeklärt werden.
Autor:
Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Homöopath. Seit über 25 Jahren behandelt er in eigener Praxis schwerpunktmäßig Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Er ist Autor von “Hashimoto ganzheitlich behandeln” und “Autoimmunerkrankungen in den Griff bekommen” sowie zahlreicher medizinischer Fachartikel.