Progesteronmangel kann PMS, Brustspannen oder Wassereinlagerungen auslösen oder verstärken. Besonders in der Perimenopause, wenn Eisprünge seltener werden, verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen Progesteron und Östrogen.
Inhaltsverzeichnis
Warum sind Bluttests so wenig aussagekräftig?
Bluttests sind aufgrund der Hormonschwankungen in dieser Lebensphase nur wenig aussagekräftig. Deshalb orientieren sich Ärzte und Heilpraktiker bei der Einschätzung eines möglichen Progesteronmangels vor allem an den individuellen Beschwerden der Patientinnen.
Fragen zu einem möglichen Progesteronmangel
Dieser Screening-Fragebogen kann Ihnen helfen, erste Hinweise darauf zu bekommen, ob Ihre aktuellen Beschwerden möglicherweise mit einem Progesteronmangel zusammenhängen:
- Haben Sie in letzter Zeit zugenommen, ohne dass Sie Ihr Essverhalten verändert haben?
- Fühlen Sie sich insgesamt schneller erschöpft oder weniger belastbar als noch vor einigen Jahren?
- Hat sich Ihr Schlaf verändert – zum Beispiel durch häufiges nächtliches Aufwachen oder Schwierigkeiten beim Wiedereinschlafen?
- Hat sich Ihr Zyklus in den letzten Jahren deutlich verändert oder ist unregelmäßiger geworden?
- Beobachten Sie vor der eigentlichen Regelblutung gelegentlich Schmierblutungen?
- Dauert Ihre Menstruation länger oder ist sie stärker geworden als früher?
- Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Beschwerden irgendwann zwischen Mitte 30 und Mitte 40 begonnen haben?
- Fühlen Sie sich besonders in der zweiten Zyklushälfte emotional empfindlicher oder reizbarer?
- Kommt es bei Ihnen häufiger zu Kopfschmerzen oder Migräne kurz vor der Menstruation?
- Spüren Sie vor der Periode stärkeres Brustspannen oder Brustschmerzen?
- Neigen Sie häufiger zu Wassereinlagerungen oder fühlen Sie sich aufgebläht?
- Haben Sie den Eindruck, dass sich Ihr allgemeines Wohlbefinden verschlechtert hat, obwohl medizinische Untersuchungen unauffällig sind?
Auswertung: Habe ich einen Progesteronmangel?
Je mehr Fragen Sie mit „Ja“ beantworten, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Progesteronmangel zu Ihren Beschwerden beitragen könnte. Als Orientierung gilt hier:
0–2 × Ja → eher unwahrscheinlich,
dass die Symptome hauptsächlich durch Progesteronmangel erklärt werden
3–5 × Ja → möglich,
aber unspezifisch (kann viele Ursachen haben)
6 oder mehr × Ja → Verdacht auf relativen Progesteonmangel.
Sie sollten das abklären lassen.
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Autor:
Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Homöopath. Seit über 25 Jahren behandelt er in eigener Praxis schwerpunktmäßig Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Er ist Autor von “Hashimoto ganzheitlich behandeln” und “Autoimmunerkrankungen in den Griff bekommen” sowie zahlreicher medizinischer Fachartikel.