Die Diagnose einer Hashimoto-Thyreoiditis erfordert ein präzises Zusammenspiel aus moderner Labordiagnostik, bildgebender Verfahren und einem ganzheitlichen Blick auf den Gesamtorganismus. Da die Symptome zu Beginn oft unspezifisch oder gar nicht vorhanden sind, bleibt die Erkrankung lange unerkannt. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Abklärung – insbesondere bei familiärer Vorbelastung, bestehendem Kinderwunsch oder ersten Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion.
Inhaltsverzeichnis
Wie diagnostiziert man Hashimoto?
Spätestens dann, wenn Beschwerden auftreten, die an eine Unterfunktion der Schilddrüse denken lassen, sollte man den Verdacht so bald wie möglich ärztlich abklären lassen. Allerdings: Nicht immer sind die Symptome zunächst eindeutig – und manchmal bleibt eine Autoimmunthyreoiditis auch erst einmal symptomlos.
Gerade bei familiärer Vorbelastung empfehle ich meinen Patientinnen und Patienten, die Schilddrüse einmal im Jahr kontrollieren zu lassen – früh erkannt, lässt sich viel abfangen.
Markus Breitenberger
Ebenso sollten sich Frauen mit Kinderwunsch untersuchen lassen. Denn durch eine Hashimoto-Thyreoiditis kann nicht nur die Fruchtbarkeit eingeschränkt sein, sondern auch das Risiko für eine Fehlgeburt ist erhöht.
Für die Diagnose einer Hashimoto-Thyreoiditis werden – neben der obligatorischen Tastuntersuchung – vor allem zwei verschiedene Methoden genutzt: eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der Schilddrüse sowie eine Blutuntersuchung.
Ultraschalluntersuchung (Sonografie)
Die Untersuchung der Schilddrüse mittels (hochauflösendem) Ultraschall ist in vielen Fällen bereits wegweisend, insbesondere, wenn der entzündungsbedingte Umbau des Schilddrüsengewebes bereits in vollem Gange ist. Dieses Gewebe ist im Vergleich zu den gesunden Schilddrüsenanteilen sehr viel dunkler – der Therapeut spricht von einer „echoarmen Schilddrüse“. Ist die Schilddrüse außerdem diffus vergrößert (hypertroph), verkleinert (atroph) und/oder mit vielen kleinen Infiltraten versehen, liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent eine Hashimoto-Thyreoiditis vor.
Blutuntersuchung
Die schulmedizinische Diagnostik zum Nachweis einer Hashimoto-Thyreoiditis führt eine Untersuchung des Bluts vor allem unter zwei Gesichtspunkten durch: Zum einen geht es darum, mögliche Hashimoto-spezifische Antikörper aufzuspüren, zum anderen gilt es, die Schilddrüsenhormone zu bestimmen.
Der ganzheitlich denkende und arbeitende Therapeut bestimmt jedoch viele weitere Laborwerte – und das nicht nur im Blut, sondern auch in Speichel, Urin und Stuhl. Denn so wie eine Hashimoto-Thyreoiditis, und den durch sie verursachten Mangel an Schilddrüsenhormonen, zahlreiche Auswirkungen auf andere Organe haben können, so ist es nicht selten erforderlich, diese in die ganzheitliche Behandlung einer Autoimmunthyreoiditis miteinzubeziehen.

Bestimmung von spezifischen Antikörpern & Schilddrüsenhormonen
Eine erfolgreiche Therapie setzt eine zielgenaue Diagnostik voraus. Für Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis reicht eine Standard-Diagnostik, wie sie häufig auch in endokrinologischen Praxen durchgeführt wird, nicht aus um wieder ganz gesund zu werden.
Hier erfahren Sie, wie zielgenaue Diagnostik einer Hashimoto-Erkrankung aussieht:
TPO-Antikörper (TPO-AK) und TG-Antikörper – die typischen Antikörper einer Hashimoto-Thyreoiditis
- TPO-AK: lässt sich in 90 Prozent der Fälle nachweisen
- TG-AK: lässt sich bei 50 Prozent der Fälle nachweisen
Mitunter ist das Ergebnis zunächst negativ (seronegative Autoimmunthyreopathie) und die Werte steigen erst im weiteren Verlauf der Erkrankung an. Diagnostische Klarheit bringt dann die Sonografie. Umkehrt kann es sein, dass zwar Schilddrüsenantikörper nachgewiesen wurden, jedoch keine Schilddrüsenerkrankung festgestellt werden kann.
Wichtig zu wissen: Die Werte können im Krankheitsverlauf stark schwanken und lassen keine sicheren Rückschlüsse über das Stadium und den Verlauf der Erkrankung zu.
TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK) finden sich bei ca. 10 Prozent der Hashimoto-Betroffenen. Seine eigentliche diagnostische Bedeutung hat der Nachweis von TRAK jedoch zur Abklärung der Basedow-Krankheit: Hierbei haben mehr als 90 Prozent der Betroffenen erhöhte TRAK-Werte.
Extrem selten kommt es vor, dass eine Hashimoto-Thyreoiditis mit Antikörpern gegen die Schilddrüsenhormone T3 und T4 einhergeht.
TSH (Thyretropin), T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin)
Von diesen Schilddrüsenhormonen kommt TSH die wichtigste diagnostische Bedeutung zum Nachweis einer Autoimmunthyreoiditis zu. Ein leicht erhöhter TSH-Wert kann bereits in einem frühen Stadium eine Hashimoto-Thyreoiditis anzeigen, auch wenn T4 und T3 im Blut noch normal sind.
Da der TSH-Wert im Laufe des Tages Schwankungen unterliegt, sollte er nur morgens ab 8.30 Uhr bestimmt werden, möglichst immer zur gleichen Uhrzeit. TSH steigt nämlich im Laufe eines Tages an und hat den höchsten Wert zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht.
Wichtig ist, auch am Tag der Blutentnahme die übliche Dosis an L-Thyroxin einzunehmen, weil die Situation untersucht werden soll, wie sie alltäglich vorliegt.
Markus Breitenberger, Ganzheitlicher Schilddrüsenexperte in München
Der Wert sollte zwischen 0,4 und 4,0 mU/l liegen. Wenn er bei der ersten Messung zwischen 4,0 und 10 mU/l liegt, sollte eine Messung unbedingt nach zwei bis drei Monaten wiederholt werden, bevor Arzneimittel gegeben werden.
Bei erhöhten Werten zwischen 4,0 und 10 mU/l haben nur etwa 30 Prozent der Patienten nach 15 Jahren eine manifeste Schilddrüsenunterfunktion entwickelt, wie in einer großen Studie aus Schweden gezeigt wurde. Das heißt, dass man bei leicht erhöhten Werten und gutem Allgemeinbefinden erst einmal abwarten kann.
Eine Ausnahme bilden Personen mit ausgeprägten Symptomen, Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Patienten mit einer Fettstoffwechselstörung. Diese Gruppen sollten einen Wert unter 2,5 mU/l anstreben.
Womöglich muss künftig neu gedacht werden. Denn neueste Untersuchungen weisen auf eine überfällige Revolution in der Schilddrüsendiagnostik hin: Die Rolle von TSH als wichtigstem Parameter für die Diagnostik von Funktionsstörungen der Schilddrüse wird infrage gestellt.
Markus Breitenberger
Denn TSH ist keine starre Größe und kann sich auch innerhalb von Minuten ändern. So kann er auch nur vorübergehend erhöht sein, beispielsweise nach körperlicher Anstrengung. Fastet jemand oder ist krank, sinkt der Wert ab, um einige Tage danach wieder anzusteigen. Hinzu kommt: Auch einige jodhaltige Arzneimittel lassen den Wert ansteigen und ebenso beeinflussen Psychopharmaka den Wert. Letztlich ist auch das Alter eine Einflussgröße: Bei Kindern und älteren Menschen ist der TSH-Wert im Allgemeinen höher.
So gesehen braucht die Interpretation der Werte viel Fingerspitzengefühl. Und überhaupt: Wichtiger als Laborwerte sollte immer das subjektive Befinden des Patienten sein.
fT4 und fT3
Die freien (und somit wirksamen) Schilddrüsenhormone sollten bei der ersten Blutuntersuchung bestimmt werden, um zwischen einer manifesten oder subklinischen Unterfunktion der Schilddrüse unterscheiden zu können. Auch für den Ausschluss einer nicht selten vorkommenden Umwandlungsstörung (Konversionsstörung) müssen diese beiden Werte wenigstens einmal bestimmt werden.
TT3 (Gesamt T3) und rT3 (reverses T3)
TT3 steht für Gesamt-Triiodthyronin, rT3 bezeichnet das sogenannte Reverse-T3, ein Metabolit von T4. Anhand der Ermittlung von TT3 und seines Verhältnisses zu rT3 kann eine sogenannte Umwandlungsstörung (Konversionsstörung) festgestellt werden: Thyroxin (T4) kann nicht ausreichend in Trijodthyronin (T3) umgewandelt werden. Hinweis auf eine solche Umwandlungsstörung kann sein, wenn eine T4-Monotherapie (z.B. mit L-Thyroxin) nur mäßige Wirkung zeigt. Eine der häufigsten Gründe für eine Umwandlungsstörung ist eine Nebennierenschwäche durch anhaltenden Stress.
Hashimoto verläuft schleichend – je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich Beschwerden lindern. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin zur individuellen Abklärung und Betreuung in unserer Praxis.
Weiterführende Diagnostik
Viele Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis werden unter der Einnahme von L-Thyroxin nicht besser, weil sie keine Schilddrüsen-Symptome sind. Hier erfahren Sie was erfahrungsgemäß noch alles ursächlich an Ihren vermeintlichen “Hashimoto-Symptomen” beteiligt ist – und wie Sie das testen können:
Cortisol und DHEA im Speichel als Hinweis für eine Nebennierenschwäche
Mit dem Stressprofil lässt sich das individuell Cortisol-Tagesprofil ermitteln. Ein solcher Test bietet sich an, wenn man immer wieder Stressbelastungen ausgesetzt ist und sich häufig müde und erschöpft fühlt.
Ich empfehle Ihnen diesen Test zu bestellen. Eine einfach zu verstehende Anleitung liegt bei. Das Testergebnis leiten Sie an meine Praxis weiter und Sie erhalten von mir eine kostenpflichtige Analyse und Therapieempfehlung. Geben Sie im 1. Bestellschritt den Gutscheincode AP34961 ein, um 5% Rabatt zu erhalten.
Stress & Erschöpfung plus Test
Laborchemische Analyse von Adrenalin, Cortisol im Tagesprofil, DHEA, Dopamin, Noradrenalin, Serotonin, Testosteron, Progesteron und Östradiol zur Bestimmung der aktuellen neuroendokrinen Situation.
Sinnvoll den Status der Mikronährstoffe zu bestimmen
Ferritin – dieser Wert gibt Aufschluss über die Menge an Eisen, die im Körper gespeichert ist. Zugleich ist er der einzige Wert, der einen Eisenmangel schon im Frühstadium anzeigt (latente Anämie) und sollte im Rahmen der Hashimoto-Thyreoiditis-Diagnostik immer überprüft werden. Oft besteht gleichzeitig ein Eisenmangel und eine dadurch bedingte Anämie, weil das Immunsystem bei chronischen Entzündungen einen höheren Verbrauch an Eisen hat und der Eisenmangel wiederum weitere Entzündungsschübe begünstigt.
Bei einem Ferritin-Wert von weniger als 20 μg/l kann Jod nicht in die Schilddrüse eingebaut werden und damit werden noch weniger Hormone (T3, T4) produziert.
Holo-Transcobalamin (aktives Vitamin B12) – ein gleichzeitiger Vitamin-B12-Mangel ist bei einer Hashimoto-Thyreoiditis keine Seltenheit. Auch wenn das üblicherweise im Blut bestimmte Gesamt-Vitamin B12 ein relativ unsensitiver und unspezifischer Biomarker für einen Vitamin-B12-Mangel ist, zeigen neueste Forschungsergebnisse, dass bei einer Gesamt-Vitamin-B12-Konzentration zwischen 200 bis 550 pg/ml ein B12-Mangel nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Dagegen kann die Bestimmung von Holo-Transcobalamin (Holo-TC) einen Vitamin-B12-Mangel schon in seinen frühesten Anfangsstadien aufdecken, wodurch er der sensitivste aller verfügbaren Test ist. Niedrige Werte (< 35 pmol/l) sind der sicherste Marker eines Vitamin-B12-Mangels.
Mit einem Vitamin B12 Urintest kann man seinen Vitamin B12-Status von Zuhause kontrollieren.
Vitamin D, eigentlich ein Hormon, ist das wichtigste Vitamin für ein schlagkräftiges Immunsystem. Der Vitamin-D-Spiegel ist bei Hashimoto-Thyreoiditis oft erniedrigt und sollte dann unbedingt durch eine Substitutionstherapie ausgeglichen werden.
Magnesium ist ein Cofaktor von mehr als 600 Enzymen und reguliert eine Vielzahl biochemischer Reaktionen sowie zelluläre Funktionen. Auch für die Aufnahme von Vitamin D wird Magnesium gebraucht, schon allein deshalb sollte ein Mangel ausgeglichen werden, wenn man an einer Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt ist.
Stuhltest zur Analyse der Darmflora (Darmmikrobiom) – diese Untersuchung empfiehlt sich für alle Hashimoto-Patientinnen und Patienten: Ist die Darmflora im Ungleichgewicht, können bis zu 20 Prozent des stoffwechselaktiven Hormons der Schilddrüse (T3) nicht hergestellt werden.
Stuhltest auf ein Leaky-Gut-Syndrom: Ermittelt wird, ob das Markerprotein Zonulin nachgewiesen kann. Dies ist der Fall, wenn eine gesteigerte Darmdurchlässigkeit (Leaky-Gut-Syndrom) besteht, erkennbar unter anderem an Tagesmüdigkeit, Leistungsabfall, depressiven Verstimmungen, chronischen Reizdarmbeschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien.
Test auf eine latente Glutenunverträglichkeit – denn eine Autoimmunthyreoiditis tritt auffällig oft gemeinsam mit Glutenunverträglichkeit oder gar mit einer manifesten Zöliakie (etwa über den Nachweis von typischen Antikörpern im Blut) auf.
Test zur Überprüfung der Jodausscheidung im Morgenurin: Diese Untersuchung bietet sich vor allem dann, wenn geklärt werden soll, ob hartnäckiges Übergewicht oder Abgeschlagenheit einen Jodmangel als Ursache hat.
Ganzheitliche Behandlung von Hashimoto-Thyreoiditis
Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich in meiner Praxis in München schwerpunktmäßig mit Hashimoto-Thyreoiditis und anderen Autoimmunkrankheiten. Dabei konnte ich in vielen tausend Behandlungssitzungen erkennen, was wirklich hilft. Der schulmedizinische Ansatz zielt darauf ab, die fehlende Hormonmenge durch synthetische Hormone wie L-Thyroxin zu ersetzen, um so die Beschwerden der Hashimoto-Thyreoiditis zu lindern.
Es zeigt sich jedoch immer wieder, dass diese Form der Behandlung, die nicht an der Ursache ansetzt, zu kurz greift. Viele Hashimoto-Patientinnen und Patienten machen deshalb die Erfahrung, dass sich trotz regelmäßiger Tabletteneinnahme ihre Beschwerden kaum oder gar nicht bessern.
| mit L-Thyroxin meist verbessert | mit L-Tyroxin meist nicht verändert |
| Müdigkeit | Nebliges, watteartiges Gefühl im Kopf |
| Kälteempfindlichkeit | Konzentrationsstörung |
| Verstopfung | Muskel- und Gelenkschmerzen |
| Haarausfall | Gewichtszunahme / Übergewicht |
| Trockene Haut | Libido vermindert |
Demgegenüber erhalten die Betroffenen in meiner Praxis eine individuell abgestimmte komplementärmedizinischen Behandlung, die das Beste aus Schulmedizin, Naturheilkunde, Klassischer Homöopathie und orthomolekularer Medizin vereint. In den allermeisten Fällen geht es Patientinnen und Patienten, die in meiner Praxis behandelt werden, deutlich besser als zuvor.
Markus Breitenberger, Heilpraktiker in München
Individuell abgestimmte Stufentherapie
Zur Behandlung einer Autoimmunhyreoiditis setze ich auf eine Therapie, die stufenweise vorgeht und je nach Auffälligkeiten in der Diagnostik individuell angepasst wird. Das Wichtigste dabei ist eine solide Basis:
- Ausgleich von Nährstoffdefiziten (orthomolekulare Medizin)
- Homöopathische Konstitutionsbehandlung
Damit geht es ca. 80 Prozent meiner Patientinnen und Patienten deutlich besser: Mehr Zufriedenheit im Leben durch mehr mentale Klarheit, mehr körperliche Leistungsfähigkeit und mehr emotionale Ausgeglichenheit!
Bereits in der ersten Behandlungssitzung zeigt sich, ob gegebenenfalls weitere Therapiemodule notwendig sind, so z.B.:
- Unterstützung der Nebennierenschwäche
- Behandlung des Leaky-Gut-Syndroms
- Ausgleich der Östrogendominanz
- Darmsanierung
- Antientzündliche Strategien
- Richtige Ernährung
Selbsterfahrung in der Gruppe oder in Einzelsitzungen
Menschen mit Autoimmunkrankheiten sind sich meist selbst fremd geworden. Immer wieder berichten mir Patienten in der Praxis: “Ich kenne mich gar nicht mehr wieder”, “Ich funktioniere nur noch, bin wie gelähmt und hab mein Leben nicht mehr im Griff”, “Ich bin mir irgendwie selbst total fremd geworden”…
Markus Breitenberger, Heilpraktiker mit Schwerpunkt: Autoimmunerkrankungen
Deshalb: Selbsterfahrung in der Münchener Gruppe oder in Einzelsitzungen kann ein weiterer wichtiger Baustein der Therapie sein, um sich den eigenen Bedürfnissen und Zielen wieder bewusst zu werden und sich selbst wieder besser kennenzulernen.
Behandlung mit Mikronährstoffen
Ich möchte hier allen Betroffenen – auch denen, die nicht nach München in meine Praxis kommen können – die Möglichkeit geben, von meiner praxisbewährten Erfahrung mit Mikronährstoffen und Vitaminen zu profitieren.
Ich empfehle eine kurmäßige Einnahme der folgenden 4 Nahrungsergänzungsmittel über 3 Monate: Ashwaganda + Resveratrol + L-Tyrosin + Selen.
Sie können bequem über den jeweiligen Link Präparate in Reinsubstanzen bestellen, die sich in meiner Praxis seit vielen Jahren bewährt haben.
Ashwaganda verbessert Erschöpfungszustände
Ashwaganda Triple Superior, 120 Kapseln (ausreichend für 3 Monate)
Täglich 1 Kapsel möglichst vor dem Essen einnehmen. Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden. Ashwagandha (Withania somnifera)-Wurzelextrakt in Kombination mit Magnesium und Vitamin B6. Kann die Produktion von Schilddrüsenhormonen im Körper erhöhen und ist daher v.a. bei Patienten mit erhöhter Stressbelastung und Schilddrüsenunterfunktion empfehlenswert.
Resveratrol stabilisiert das Immunsystem
OPC Resveratrol Formula, 60 Kapseln (2 Packungen für 3-Monats-Kur)
Nehmen Sie im ersten Monat täglich 2 Kapseln zu einer Mahlzeit ein und reduzieren Sie in Monat 2 und 3 auf täglich 1 Kapsel. Die wirksamste antioxidativ wirkende Substanz aus dem Naturreich und damit unverzichtbar bei chronischen Entzündungen. Schützt die Körperzellen vor freien Radikalen und stabilisiert das Immunsystem.
L-Tyrosin hilft bei Müdigkeit und Konzentrationsproblemen
L-Tyrosin 400, 120 Kapseln (2 Packungen für 4-Monats-Kur)
Täglich 2 Kapseln mit min. 30 Min. Abstand zur Mahlzeit einnehmen. Achtung: dieses Mittel dürfen Sie nicht einnehmen, wenn eine (vorübergehende) Schilddrüsenüberfunktion vorliegt oder Sie gleichzeitig MAO-Hemmer zur Behandlung einer Depression einnehmen! Diese semi-essentielle Aminosäure ist für Hashimoto-Patienten sehr wichtig, weil sie Ausgangsstoff für Thyroxin und damit die Hormone T4 und T3 ist. Ein L-Tyrosin-Mangel bewirkt immer eine eingeschränkte Schilddrüsenleistung.
Selen schützt die Schilddrüse
Selen Forte, 120 Kapseln (ausreichend für 4-Monats-Kur)
Täglich 1 Kapsel mit etwas Wasser einnehmen. Selen ist ein bedeutsamer Cofaktor für die Bildung von aktiven Schilddrüsenhormonen und zugleich notwendig für die Umwandlung der inaktiven Form der Schilddrüsenhormone (T4) in die aktive Form (T3). Selen ist das Schutzelement für die Schilddrüse, denn bei der Herstellung von Schilddrüsenhormonen werden in hohem Maße reaktive Sauerstoffspezies gebildet, die das Schilddrüsengewebe schädigen können.
Behandlung mit Eisen, Vitamin D und B12
Eisen einnehmen, wenn Ferritin < 35 µg/l (Zielwert ca. 100 µg/l): MoFerrin21, 60 Kapseln
Enthält 21 Milligramm rein pflanzliches Eisen in Kombination mit 40 Milligramm Vitamin C aus Amla- und Acerola-Extrakt, wodurch die Eisenaufnahme verbessert wird. Nehmen Sie täglich 1 Kapsel nüchtern oder 1–2 Stunden nach einer Mahlzeit. Halten Sie einen zeitlichen Abstand von min. zwei Stunden zur Einnahme von L-Thyroxin, Magnesium und Selen ein.
Vitamin D einnehmen, wenn der Wert < 40 ng/ml (Zielwert ca. 60-80 ng/ml) : Vitamin D3 Tropfen
Täglich 2-3 Tropfen (1 Tropfen enthält Vitamin D3 1.000 I.E.)
Bringt in ca. 6 bis 8 Wochen den gewünschten Erfolg. In abweichenden Fällen kann im Rahmen meiner Therapie eine individuelle Dosis berechnet werden.
Vitamin D, das eigentlich ein Hormon und kein Vitamin ist, wirkt nachweislich modulierend auf das Immunsystem und bietet Schutz vor Autoimmunerkrankung und Krebs. Bei Multiple Sklerose, Erschöpfungszuständen, Infektanfälligkeit und Depressionen bestehen oft sehr niedrige Vitamin-D-Werte. Hier sollte immer ein Vitamin-D-Spiegel von 60-80 ng/ml angestrebt werden.
Vitamin B12 einnehmen, wenn < 390 ng/l : Vitamin B12 liquid
Geben Sie täglich 1/2 Pipette (0,5 ml) nüchtern in den Mund und belassen Sie die Flüssigkeit einige Zeit dort bevor Sie es schlucken. Dieses Präparat enthält die drei im Körper natürlicherweise vorkommenden und biologisch wirksamen Vitamin-B12-Verbindungen, die besser und schneller aufgenommen werden als die herkömmliche Verschreibung des synthetischen, biologisch inaktiven Vitamin B12.
Haben Sie den Verdacht auf Hashimoto oder wünschen Sie eine fundierte Zweitmeinung?
Wir nehmen Ihre Symptome ernst und begleiten Sie mit moderner Diagnostik und individueller Therapie. Buchen Sie Ihren Termin bequem online – wir sind für Sie da.
Weiterführende Artikel zum Thema:
- Hashimoto-Thyreoiditis (Übersicht)
- Selbsttest Hashimoto
- Hashimoto & Ernährung
- Hashimoto & Gewichtszunahme
- Hashimoto & Schwangerschaft
- Erfahrungsbericht aus der Praxis: Wie mit der Diagnose Hashimoto umgehen?
Quellen:
Nagele W, Nagele J: Aktueller Stand der B-Bild-Schilddrüsensonographie, in: Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel (November 2009)
Viktoria F Koehler: Hypothyreose – wann und wie behandeln?, in: Die Innere Medizin 59 (Juni 2018)
Autoren:
Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Homöopath. Seit über 25 Jahren behandelt er in eigener Praxis schwerpunktmäßig Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Er ist Autor von “Hashimoto ganzheitlich behandeln” und “Autoimmunerkrankungen in den Griff bekommen” sowie zahlreicher medizinischer Fachartikel.
Dr. Nicole Schaenzler, Philologin und Medizinjournalistin. Leiterin der Redaktion eines Gesundheitsmagazins und Fachautorin zahlreicher Bücher zu medizinischen Themen.