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Tetanus & Wundstarrkrampf verhindern: Risiko & Impfung

Von Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Dr. Nicole Schaenzler, Medizinredakteurin

Aktualisiert am 3. Juli 2026

Alle Inhalte werden von medizinischen Fachjournalistinnen überprüft.
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Der Tetanuserreger kann sich nur unter Luftabschluss entwickeln. Es braucht also eine tiefe, verschmutzte, nicht blutende Wunde, um sich zu infizieren. Oberflächliche oder stark blutende Verletzungen, die mit Licht und Luft in Berührung kommen, stellen dagegen keine Gefahr dar. Das Risiko einer Tetanusinfektion ist in Deutschland für gesunde Kinder und Erwachsene äußerst gering. Wenngleich in einzelnen Fällen eine prophylaktische Tetanus-Impfung Sinn machen kann, halte ich es für nicht vertretbar alle Säuglinge ab dem 3. Lebensmonat dagegen zu impfen.

Häufigkeit & Wahrscheinlichkeit von Tetanus

Tetanus ist weltweit verbreitet mit großen regionalen Unterschieden. Die Zahl der Neuerkrankten ist seit Jahren rückläufig. Dennoch erkranken und sterben vor allem in feuchtwarmen Ländern der sogenannten Dritten Welt mit schlechter medizinischer Versorgung heute noch viele Menschen an dieser Krankheit. Nach der Statistik der WHO wurden im Jahr 2009 weltweit 9.836 Neuerkrankungen gemeldet.

Eine Hand zieht einen Nagel aus einer Fußsohle.

Darunter waren allein 4.713 Fälle von neonatalem Tetanus. Dieser tritt insbesondere in Entwicklungsländern bei Neugeborenen und Säuglingen auf, wenn Kinder unter unzureichenden hygienischen Bedingungen geboren werden, oder wenn der Nabel mit Pasten aus Erde zur Wundheilung versorgt wird, wie es traditionell bei manchen Völkern üblich ist.

Die Zahl der nicht gemeldeten Erkrankungs- und Todesfälle an Tetanus ist sicherlich viel höher. Im Jahr 2006 starben weltweit schätzungsweise ca. 290.000 Menschen an Tetanus, davon allein 250.000 an Tetanus neonatorum. Im Vergleich dazu sterben weltweit pro Jahr allein ca. 4 Millionen Kinder an Lungenentzündung. Kaum ein Elternpaar sorgt sich darum, dass seine Kinder an Lungenentzündung sterben könnten. Daran lässt sich gut die Macht der angstbasierten Manipulation erkennen.

Risiko von Tetanus Erkrankungen

Tetanus-Erkrankungen bei gesunden Kindern sind in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten eine absolute Seltenheit. In Deutschland sind in den letzten Jahren maximal 15 Menschen pro Jahr an Tetanus erkrankt. Nach Angaben der STIKO (Ständige Impfkommission) waren dies durchwegs ältere, durch chronische Vorerkrankungen geschwächte Menschen.

Maximal zwei Todesfälle pro Jahr werden in Deutschland gemeldet – und das bei einem nachgewiesen unzureichendem Impfschutz vor allem bei Frauen von ca. 30 Prozent.

Aber auch bei einer maximalen Durchimpfungsrate von 95,7 Prozent, wie sie im Jahr 2010 deutschlandweit bei Schuleingangsuntersuchungen von über 620.000 5-jährigen Kindern ermittelt wurde, bleiben alljährlich wenigstens 26.000 Kinder ungeimpft. Das sind mindestens 260.000 Kinder bis zum Alter von zehn Jahren bzw. 390.000 ungeimpfte Kinder und Jugendliche bis zum fünfzehnten Lebensjahr.

Man kann davon ausgehen, dass sich bis zu diesem Alter nahezu jedes Kind mehrmals leichter oder sogar schwer verletzt haben wird. Dennoch gab es in Deutschland in den letzten 30 Jahren keine Todesfälle von Kindern unter 15 Jahren.

Impfung gegen Tetanus – Wirksamkeit

Eine Impfung wird empfohlen als Immuntraining zur Antikörperbildung und damit einem Schutz vor Tetanus, obwohl die durchgemachte Erkrankung selbst keine dauerhafte Immunität vermittelt und selbst Menschen mit hohem Antikörpertiter an Tetanus erkranken können. Bei Verdacht auf Tetanus steht als Therapie eine Passiv-Impfung zur Verfügung, die neben der gründlichen chirurgischen Wundversorgung und einer antibiotischen Therapie empfohlen wird.

In meiner Praxis in München unterstütze ich Sie mit Erfahrung und ganzheitlichem Blick. Buchen Sie Ihre Erstbehandlung online.

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Über den Autor

Markus Breitenberger, Heilpraktiker für ganzheitliche Medizin mit Schwerpunkt Autoimmunerkrankungen, Schilddrüse, hormonelle Beschwerden und chronische Erschöpfung

Markus Breitenberger führt seit über 25 Jahren eine eigene Praxis für Komplementärmedizin in München. In seiner Arbeit verbindet er naturheilkundliche Erfahrung mit einer wissenschaftlich fundierten Analyse von Symptomen, Laborwerten und möglichen Ursachen chronischer Beschwerden. Sein Wissen teilt er regelmäßig in Ratgeber- und Fachartikeln. Zudem ist er Buchautor von zwei Gesundheitsratgebern, die im Gräfe und Unzer Verlag erschienen sind.

Erfahren Sie mehr über Markus Breitenberger und seine Praxisphilosophie.

Alle Ratgeber-Artikel werden wissenschaftlich überprüft von Dr. Nicole Schaenzler (Medizinredakteurin).

Transparenz- & Gesundheitshinweis

Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche oder heilpraktische Diagnose. Laufende ärztliche Behandlungen oder verordnete Medikamente sollten Sie niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt unterbrechen oder absetzen. Bei akuten oder sich verschlechternden Beschwerden wenden Sie sich bitte umgehend an eine Ärztin, einen Arzt oder den Notruf.

Quellen

Tetanus, RKI-Ratgeber, 02/2018

Tetanus Disease, Treatment, Management, 08/2018

Kategorien: Kindergesundheit

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Praxis Markus Breitenberger
Heilpraktiker
Klenzestraße 60
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