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Reizdarm (RDS): Symptome, Ursachen, Ernährung & Therapie

Verfasst von Markus Breitenberger, Heilpraktiker · Geprüft von Dr. Nicole Schaenzler, Medizinredakteurin · Qualitätsrichtlinien

Aktualisiert am 1. Oktober 2026

Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, oft im Wechsel und über Monate: Ein Reizdarmsyndrom kann den Alltag stark belasten, aus medizinischer Sicht ist es jedoch nicht gefährlich. Hier erfahren Sie, woran Sie einen Reizdarm erkennen, welche Ursachen diskutiert werden, wie die Diagnose gestellt wird und welche Ernährung und Behandlung laut Leitlinie und aus naturheilkundlicher Sicht infrage kommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Reizdarmsyndrom (RDS, umgangssprachlich Reizdarm) ist eine funktionelle Darmstörung: Die Beschwerden sind real, krankhafte Veränderungen am Darm lassen sich aber nicht finden.
  • In Deutschland haben schätzungsweise bis zu 11 Millionen Menschen Reizdarm-Beschwerden, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer.
  • Typisch sind Bauchschmerzen, Blähungen sowie Durchfall oder Verstopfung, oft im Wechsel. Stress verstärkt die Beschwerden häufig.
  • Die Diagnose wird gestellt, wenn die Beschwerden länger als drei Monate bestehen, die Lebensqualität einschränken und andere Darmerkrankungen medizinisch ausgeschlossen sind.
  • Die Behandlung kombiniert meist mehrere Bausteine: angepasste Ernährung wie die Low-FODMAP-Diät, ausgewählte Probiotika, Stressbewältigung und bei Bedarf Medikamente oder pflanzliche Arzneimittel wie Pfefferminzöl. Homöopathie kann ergänzend eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist ein Reizdarmsyndrom (RDS)?
  • Reizdarm-Ursachen: Darmnerven, Darmflora und Unverträglichkeiten 
  • Welche Symptome hat ein Reizdarm?
  • Reizdarmsyndrom behandeln: Behandlungsoptionen auf einen Blick
  • Medikamente, Probiotika und Nahrungsergänzung bei Reizdarm
  • Welche Tests gibt es bei Reizdarm?
  • Ernährung bei Reizdarm: Was ist gut verträglich?
  • Häufige Fragen zum Reizdarmsyndrom

Was ist ein Reizdarmsyndrom (RDS)?

Das Reizdarmsyndrom (RDS, engl. irritable bowel syndrome, IBS) ist eine funktionelle Störung des Darms: Seine Funktion ist verändert, ohne dass sich krankhafte Organveränderungen nachweisen lassen. Typisch sind Bauchschmerzen, Blähungen sowie Durchfall oder Verstopfung.

Wie häufig ist Reizdarm?

In Deutschland haben laut Barmer-Arztreport 2019 schätzungsweise bis zu 11 Millionen Menschen Reizdarm-Beschwerden. Ärztlich diagnostiziert wurde ein Reizdarmsyndrom im Jahr 2017 bei gut einer Million Menschen. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Auffällig ist der Anstieg bei jungen Erwachsenen: Bei den 23- bis 27-Jährigen nahm die Zahl der Diagnosen zwischen 2005 und 2017 um rund 70 Prozent zu.

Bis zur Diagnose vergeht oft viel Zeit: Nach Angaben eines der Leitlinien-Autoren kann es bis zu acht Jahre dauern, bis Betroffene die Diagnose Reizdarmsyndrom erhalten. In dieser Zeit ist die Unsicherheit bei vielen groß, weil hinter den Beschwerden auch eine ernste Darmerkrankung stecken könnte.

Reizdarm erkennen: Ausschlussdiagnose und Warnzeichen

Einen Reizdarm kann man nicht mit einem einzelnen Test nachweisen, weder in der Schulmedizin noch in der Naturheilkunde. Die Diagnose ergibt sich aus dem typischen Beschwerdebild und dem Ausschluss anderer Ursachen.

Reizdarm ist eine Ausschlussdiagnose: Andere Erkrankungen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Magen-Darm-Infektionen, Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Darmkrebs müssen ärztlich ausgeschlossen sein.

Lassen Sie Ihre Beschwerden bitte zeitnah abklären, wenn eines dieser Warnzeichen auftritt:

  • Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Fieber oder Beschwerden, die Sie nachts aus dem Schlaf wecken
  • Darmbeschwerden, die erstmals ab etwa 50 Jahren auftreten
  • Blutarmut (Anämie)
  • Darmkrebs oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen in der Familie

Reizdarm-Ursachen: Darmnerven, Darmflora und Unverträglichkeiten 

Die Ursachen des Reizdarmsyndroms sind nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden vor allem ein überempfindliches Darmnervensystem, Stress über die Darm-Hirn-Achse, eine veränderte Darmflora, vorangegangene Magen-Darm-Infektionen und Unverträglichkeiten bestimmter Kohlenhydrate.

Wahrscheinlich wirken bei den meisten Betroffenen mehrere dieser Faktoren zusammen.

Überempfindliches Darmnervensystem und Stress

Bei einem Reizdarmsyndrom gilt das darmeigene (enterische) Nervensystem, also das Nervengeflecht in der Darmwand, als überempfindlich. Schon normale Darmbewegungen können dadurch als Schmerz wahrgenommen werden. Über den Vagusnerv, Botenstoffe und Immunzellen steht das Darmnervensystem ständig mit dem Gehirn in Verbindung; diesen Kommunikationsweg nennt man Darm-Hirn-Achse.

Über ihn wirken auch Stress und andere seelische Belastungen auf den Darm ein. Das erklärt nach heutigem Verständnis, warum Stress, Ängste oder eine gedrückte Stimmung die Reizdarm-Beschwerden verstärken können und umgekehrt die Beschwerden auf die Psyche schlagen.

Das Darmnervensystem steuert auch die Darmbewegungen: Wellenförmige Muskelkontraktionen (Peristaltik) mischen den Speisebrei durch und befördern ihn weiter.

Gestörte Darmflora (Dysbiose) & Reizdarm

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung eines Reizdarmsyndroms scheint auch ein Ungleichgewicht der Darmflora (Darmmikrobiom) zu spielen, bei dem die nützlichen Bakterien in der Minderheit sind; dies legen Stuhluntersuchungen von Reizdarmpatienten nahe. Als mögliche Auslöser für diese auch als Dysbiose bezeichnete Störung werden eine vorangegangene Therapie mit Antibiotika und/oder eine schwere Magen-Darm-Infektion diskutiert.

Für diese Theorie spricht, dass sich ein Reizdarm häufig nach einer Magen-Darm-Infektion entwickelt (postinfektiöses Reizdarmsyndrom). Laut einer Metaanalyse entwickelt etwa jede zehnte Person nach einer infektiösen Darmentzündung einen Reizdarm; das Risiko ist rund vierfach erhöht. Nach einem Salmonellen-Ausbruch war das Reizdarm-Risiko der Erkrankten in einer Studie etwa achtmal so hoch wie bei Nichterkrankten.

Durchlässige Darmschleimhaut (Leaky Gut) und Reizdarm

Besteht eine Dysbiose über längere Zeit, kann auch die Darmschleimhaut Schaden nehmen und die Darm-Barriere beeinträchtigen. Infolgedessen entwickeln sich unterschwellige Entzündungsvorgänge, wodurch vermehrt Abwehrzellen (zum Beispiel Mastzellen) und entzündungsfördernde Botenstoffe wie Histamin, Serotonin und Proteasen freigesetzt werden.

Diese wirken wiederum aktivierend auf die Darmnerven, sodass die Reizung zusätzlich weiter angeheizt wird. Dieses Geschehen vermutet man vor allem bei Reizdarmpatienten, die oft unter Durchfall leiden. 

Eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut wurde in Studien bei einem Teil der Reizdarm-Betroffenen gemessen, vor allem beim Durchfall-Typ. Das Leaky-Gut-Syndrom als eigenständige Diagnose ist in der Schulmedizin allerdings nicht anerkannt.

Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) als mögliche Reizdarm-Ursache

Bei einer Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO, small intestinal bacterial overgrowth) siedeln sich Bakterien, die normalerweise vor allem im Dickdarm leben, vermehrt im Dünndarm an. Die Beschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall, seltener Verstopfung, ähneln einem Reizdarm stark.

Wie häufig eine SIBO bei Reizdarm vorliegt, ist unklar; die Angaben in Studien schwanken je nach Testmethode stark. Wie eine SIBO festgestellt und behandelt wird, lesen Sie im Ratgeber SIBO behandeln.

Gestörter Gallensäure-Stoffwechsel bei Reizdarm

Weil bei manchen Reizdarmpatienten vermehrt Gallensäure im Stuhl gefunden wurde, könnte zumindest in einigen Fällen auch eine Störung des Gallensäuretransports eine Rolle spielen.

Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten und Reizdarm

Viele Menschen mit Reizdarm reagieren empfindlich auf bestimmte Kohlenhydrate, vor allem auf Milchzucker (Laktose), Fruchtzucker (Fruktose) und weitere schwer verdauliche Zuckerarten, die unter dem Begriff FODMAPs zusammengefasst werden. Ob diese Unverträglichkeiten Ursache oder Folge eines Reizdarms sind, ist unklar. Manche Betroffene vertragen eine glutenarme Ernährung besser, auch ohne Zöliakie.

Welche Symptome hat ein Reizdarm?

Typische Reizdarm-Symptome sind wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen mit Blähbauch sowie Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel. Die Bauchschmerzen lassen nach dem Stuhlgang oft nach.

Je nachdem, welche Stuhlveränderung überwiegt, unterscheidet die S3-Leitlinie drei Reizdarm-Typen: den Durchfall-Typ (RDS-D), den Verstopfungs-Typ (RDS-O) und den Mischtyp mit beidem im Wechsel (RDS-M).

Weitere typische Beschwerden sind:

  • oft krampfartige Bauchschmerzen, meist im Unterbauch
  • Völlegefühl, vor allem nach den Mahlzeiten
  • eher weicher Stuhl, wenn die Bauchschmerzen beginnen
  • Schleim im Stuhl (Blut im Stuhl gehört dagegen nicht zum Reizdarm und muss ärztlich abgeklärt werden)
  • plötzlicher Stuhldrang
  • Gefühl, dass der Darm nicht vollständig entleert ist
llustration typischer Reizdarm-Symptome: Blähbauch, Bauchschmerzen und Verstopfung.

Häufig kommen Beschwerden außerhalb des Darms hinzu, etwa Kopfschmerzen, Rücken- und Gelenkschmerzen, Schlafprobleme, Müdigkeit, Erschöpfung oder eine gedrückte Stimmung. Typisch ist auch, dass sich die Beschwerden durch Stress verschlimmern und in Phasen der Entspannung oft bessern. Beschwerden, die Sie nachts aus dem Schlaf wecken, passen dagegen nicht zu einem Reizdarm und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Reizdarmsyndrom behandeln: Behandlungsoptionen auf einen Blick

Da beim Reizdarm meist mehrere Ursachen zusammenwirken, gibt es keine einzelne Therapie, die allen Betroffenen gleichermaßen hilft. Die Behandlung richtet sich nach den vorherrschenden Beschwerden und kombiniert in der Regel mehrere Bausteine.

Was hilft bei Reizdarmsyndrom?

Bei Reizdarm werden meist mehrere Maßnahmen kombiniert:

  • Ernährungsumstellung, zum Beispiel die Low-FODMAP-Diät
  • ausgewählte Probiotika
  • pflanzliche Arzneimittel wie Pfefferminzöl bei Krämpfen und Blähungen
  • Medikamente je nach Leitbeschwerde (Durchfall, Verstopfung, Schmerzen)
  • Stressbewältigung und Entspannungsverfahren wie Yoga oder MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction)
  • psychotherapeutische Verfahren
  • Nahrungsergänzungsmittel bei nachgewiesenem Nährstoffmangel
  • komplementäre Verfahren wie Homöopathie oder Akupunktur

Ergänzend zur ärztlichen Behandlung setze ich in meiner Praxis unter anderem die klassische Homöopathie ein.

Generell ist es wichtig, herauszufinden, durch welche Faktoren die Beschwerden ausgelöst oder verschlimmert werden können: Neben Stress können zudem Ängste und andere Einschränkungen der psychischen Verfassung, aber auch Infekte oder bei Frauen Hormonschwankungen während des Menstruationszyklus oder Wechseljahre einen direkten Einfluss auf das Krankheitsgeschehen haben.

Eine wichtige Rolle spielt die Ernährung. Wenn nicht klar ist, welche Lebensmittel oder Zubereitungsarten schlecht vertragen werden, hilft ein Ernährungstagebuch über einige Wochen. Mehr dazu im Abschnitt Ernährung bei Reizdarm.

Auch die Lebensumstände spielen bei der Wahl der Behandlung eine Rolle. Wer beruflich stark eingespannt ist und kaum Entspannungsphasen findet, kann von einem Entspannungsverfahren und anderen stressabbauenden Maßnahmen profitieren. Eine Möglichkeit, solche Verfahren gemeinsam mit anderen zu erlernen, ist die Gruppentherapie.

Ist Reizdarmsyndrom heilbar?

Ein Reizdarmsyndrom verläuft meist chronisch und in Schüben, mit Phasen stärkerer und schwächerer Beschwerden. Ob es vollständig verschwindet, lässt sich im Einzelfall nicht vorhersagen. Ziel der Behandlung ist, die Beschwerden so weit zu verringern, dass der Alltag wieder gut möglich ist.

In meiner Praxis in München, die ich seit über 25 Jahren führe, verbinde ich dafür Ernährungs- und Stressberatung mit der homöopathischen Konstitutionstherapie.

Markus Breitenberger, Heilpraktiker

Hinweis: Für die Homöopathie gibt es keine belastbaren Studien, die eine Wirksamkeit beim Reizdarmsyndrom belegen.

Sie möchten Ihre Darmbeschwerden ganzheitlich betrachten lassen? Im Ersttermin nehme ich mir Zeit für Ihre Vorgeschichte, Ihre bisherigen Befunde und Ihre Ernährung, in meiner Praxis in München oder per Videosprechstunde.

Termin: Vor Ort oder Video

Medikamente, Probiotika und Nahrungsergänzung bei Reizdarm

Je nach vorherrschenden Symptomen kommen bei einem Reizdarmsyndrom verschiedene Medikamente zum Einsatz. Wichtig ist, dass das Arzneimittel genau auf das individuelle Beschwerdenbild abgestimmt ist und bei der Diagnose andere Ursachen (wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen) ausgeschlossen wurden.

Zudem kommt es auf die individuelle Verträglichkeit an: Zeigt ein Mittel nach einigen Wochen keine Wirkung, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder mit mir über Alternativen.

Probiotika bei Reizdarmsyndrom

Die S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom empfiehlt in ihrer Aktualisierung von 2021, ausgewählte Probiotika in der Behandlung einzusetzen; welcher Bakterienstamm gewählt wird, kann sich nach den vorherrschenden Beschwerden richten. Probiotika sind Zubereitungen, etwa Kapseln oder Tropfen, mit lebensfähigen Mikroorganismen, vor allem Milchsäure- und Bifidobakterien.

Weil die Darmflora bei vielen Reizdarm-Betroffenen verändert ist, sollen Probiotika die nützlichen Bakterien im Darm unterstützen. Die Studienlage ist allerdings uneinheitlich, und nicht jeder Stamm passt zu jeder Beschwerde.

Bei Probiotika ist Geduld gefragt: Ob ein Präparat die Beschwerden verbessert, lässt sich meist erst nach mehreren Wochen beurteilen. Eingesetzt werden Probiotika sowohl beim Verstopfungs- als auch beim Durchfall-Typ.

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Wenn Sie Bakterienkulturen ausprobieren möchten, finden Sie hier ein Beispiel mit mehreren Stämmen:

Omni Lactis 20 Pur Gold, 60 Kapseln
Bakterienkulturen aus zehn Milchsäure- und Bifidobakterien-Stämmen mit insgesamt 20 Milliarden koloniebildenden Einheiten ohne Inulin.

Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen weder eine abwechslungsreiche Ernährung noch eine ärztliche oder heilpraktische Behandlung. Bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, in Schwangerschaft und Stillzeit besprechen Sie die Einnahme bitte vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder mit mir.

Butyrat bei Reizdarmsyndrom: Was zeigen Studien?

Butyrat (Buttersäure) ist eine kurzkettige Fettsäure, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden. Sie ist die wichtigste Energiequelle der Zellen der Dickdarmschleimhaut. Weil beim Reizdarm eine durchlässigere Darmbarriere und niedriggradige Entzündungen diskutiert werden, wird Butyrat als ergänzende Maßnahme untersucht.

Eine große Anwendungsbeobachtung mit knapp 3.000 Teilnehmenden ohne Vergleichsgruppe berichtete nach zwölf Wochen über weniger Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten. Hinweis: Die Studie wurde teilweise vom Hersteller des untersuchten Präparats finanziert und untersuchte die Wirkung von Natriumbutyrat.

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Omni Lactis Butyrat 500, 60 Kapseln
Bitte die Verzehrempfehlung des Herstellers beachten.

Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen weder eine abwechslungsreiche Ernährung noch eine ärztliche oder heilpraktische Behandlung. Bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, in Schwangerschaft und Stillzeit besprechen Sie die Einnahme bitte vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder mit mir.

Nahrungsergänzungsmittel bei Reizdarm

Da beim Reizdarmsyndrom die Nährstoffaufnahme im entzündeten oder gereizten Darm beeinträchtigt ist und Betroffene durch individuelle Auslassdiäten oft weniger Nährstoffe aufnehmen, entstehen bei diesem Krankheitsbild häufig Versorgungsengpässe.

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Die Basisversorgung bei Reizdarmsyndrom

Multispektrum 24/7, 180 Kapseln
Vitamine (u. a. Vitamin D, K, E, C, B-Vitamine und Folsäure), Mineralstoffe und Spurenelemente (u. a. Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Selen, Jod) sowie Heidelbeer-Extrakt, Lutein und Lycopin aus Tomate. Enthält Soja. Bitte die Verzehrempfehlung des Herstellers beachten.

Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen weder eine abwechslungsreiche Ernährung noch eine ärztliche oder heilpraktische Behandlung. Bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, in Schwangerschaft und Stillzeit besprechen Sie die Einnahme bitte vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder mit mir.

Was tun bei Reizdarm mit Durchfall?

Bei Reizdarm mit Durchfall steht zunächst eine angepasste Ernährung im Vordergrund, zum Beispiel die Low-FODMAP-Diät. Bei starken Durchfällen kann kurzfristig der Wirkstoff Loperamid eingesetzt werden. Halten Durchfälle an oder kommen Blut im Stuhl, Fieber oder Gewichtsverlust hinzu, lassen Sie das bitte ärztlich abklären.

Reizdarm mit Verstopfung: Ballaststoffe und Abführmittel

Bei Reizdarm mit Verstopfung werden vor allem lösliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen (indischer Flohsamen, Plantago ovata) eingesetzt; sie binden Wasser und machen den Stuhl weicher. Dafür müssen Sie ausreichend trinken. Unlösliche Ballaststoffe wie Weizenkleie verstärken bei manchen Betroffenen Blähungen und Bauchschmerzen. Wer Quellstoffe oder Lactulose nicht verträgt, kann in Absprache mit Ärztin, Arzt oder Therapeut auf andere Abführmittel ausweichen.

Reizdarm mit Blähungen: Wärme, Tees und Enzyme

Bei Blähungen kann schon Wärme entlasten, zum Beispiel ein warmer Heublumensack auf dem Bauch. Pflanzliche Möglichkeiten sind Tees aus Kümmel, Fenchel und Anis oder Kümmelöl-Kapseln. Entschäumer wie Simeticon sollen Gasbläschen im Darm auflösen.

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FlatuZym 200, 120 Kapseln
Enzymmischung aus Amylase, Alpha-Galactosidase, Cellulase und Xylanase, also Enzymen, die bestimmte Kohlenhydrate und Ballaststoffe aufspalten, mit Fenchel-Extrakt.

Mehr zu Ursachen und Behandlung von Blähungen lesen Sie im Ratgeber Blähbauch.

Stressbedingter Reizdarm: Entspannung und Nährstoffe

Bei stressbedingten Reizdarm-Beschwerden stehen Stressbewältigung, Entspannungsverfahren und gegebenenfalls eine Psychotherapie im Vordergrund. Ob Dauerstress den Bedarf an B-Vitaminen erhöht, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt; ein nachgewiesener Mangel sollte ausgeglichen werden.

Eine gezielte Option bei stressbedingten Darmbeschwerden: Die Kombination aus einem inhibitorischen Neurotransmitter zur Beruhigung des Nervensystems und spezifischen B-Vitaminen für Psyche und Energiestoffwechsel kann den Folgen von dauerhaftem Stress – wie stillen Entzündungen und Mikrobiom-Belastungen – direkt an der Ursache entgegenwirken.

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Neurosagena B-Komplex active, 60 Kapseln
Täglich 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit einnehmen. Alle acht B-Vitamine, darunter Vitamin B12 in drei Formen und Folat als Methylfolat, ergänzt um Phosphatidylserin aus Sonnenblumenlecithin.

GABA 500, 120 Kapseln
Gamma-Aminobuttersäure (GABA), ein körpereigener Botenstoff des Nervensystems, in pflanzlicher Kapsel mit Erbsenfaser.

Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen weder eine abwechslungsreiche Ernährung noch eine ärztliche oder heilpraktische Behandlung. Bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, in Schwangerschaft und Stillzeit besprechen Sie die Einnahme bitte vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder mit mir. Laut Hersteller nur für Erwachsene geeignet.

Reizdarm und Histaminintoleranz

Manche Menschen mit Reizdarm vertragen histaminreiche Lebensmittel wie gereiften Käse, Rohwurst, Sauerkraut oder Rotwein schlecht und bemerken zusätzlich Beschwerden wie Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Hautrötungen. Mehr dazu im Ratgeber Histaminintoleranz.

Krampflösende Medikamente bei Reizdarm

In der 2021 aktualisierten S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) erhalten Pfefferminzöl und Butylscopolamin gegen Bauchschmerzen und Blähungen den höchsten Empfehlungsgrad.

Mehrere Metaanalysen bestätigen eine Wirkung von Pfefferminzöl gegen Bauchschmerzen und Blähungen bei Reizdarm. Wichtig ist eine magensaftresistente Darreichungsform, damit das Öl erst im Darm freigesetzt wird.

Antidepressiva bei Reizdarmsyndrom

Niedrig dosierte (trizyklische) Antidepressiva werden verschrieben, wenn mit den genannten Mitteln keine deutliche Besserung erzielt werden kann und andere Erkrankungen ausgeschlossen sind. Über Nutzen, mögliche Nebenwirkungen und die Dauer der Einnahme entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Antibiotika bei Reizdarmsyndrom

Die S3-Leitlinie empfiehlt das im Darm wirkende Antibiotikum Rifaximin für Betroffene ohne Verstopfung, bei denen andere Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben. Beim Reizdarm wird Rifaximin in Deutschland außerhalb seiner Zulassung eingesetzt. Rifaximin wird kaum ins Blut aufgenommen und wirkt vor allem im Darm. Wie stark es die Darmflora langfristig verändert, ist noch nicht abschließend geklärt.

Welche Tests gibt es bei Reizdarm?

Einen einzelnen Test, der ein Reizdarmsyndrom beweist, gibt es nicht. Ärztlich werden andere Erkrankungen ausgeschlossen, meist mit einer Blutuntersuchung (u. a. Blutbild, Entzündungswerte, Zöliakie-Antikörper), einer Stuhlprobe auf Calprotectin und bei Warnzeichen mit einer Darmspiegelung.

Stuhluntersuchungen können ergänzend Hinweise auf Entzündungen, Verdauungsrückstände oder die Zusammensetzung der Darmflora geben. In meiner Praxis nutze ich sie als eine Informationsquelle neben der Vorgeschichte und ärztlichen Befunden. Wie ich Stuhltests in der Behandlung einsetze, lesen Sie auf meiner Seite zur Darmsanierung in München.

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Stuhltest für zuhause

Gesundheitscheck Darm Plus
Untersucht werden ausgewählte Darmbakterien, Hefen und Schimmelpilze sowie Verdauungsrückstände, Calprotectin (Entzündungsmarker), Pankreas-Elastase (Marker für die Verdauungsleistung der Bauchspeicheldrüse), Gallensäuren, sekretorisches IgA und Zonulin.

Hinweis: Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose. Auf Wunsch bespreche ich das Ergebnis mit Ihnen im Rahmen einer kostenpflichtigen Beratung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Selbsttests in der Regel nicht.

Ernährung bei Reizdarm: Was ist gut verträglich?

Bei Reizdarm gibt es keine Einheitsdiät, entscheidend ist die individuelle Verträglichkeit. Am besten untersucht ist die Low-FODMAP-Diät: Dabei werden bestimmte schwer verdauliche Kohlenhydrate einige Wochen reduziert und dann schrittweise wieder eingeführt.

Diese allgemeinen Regeln werden von vielen Betroffenen gut vertragen:

Illustration typischer Reizdarm-Symptome: Blähbauch, Bauchschmerzen und Verstopfung.

Da viele Reizdarmpatienten eine empfindliche Verdauung haben, ist es praktisch für alle Betroffene ratsam, sich nicht nur ausgewogen, sondern auch möglichst schonend zu ernähren. Und das bedeutet vor allem: Stark gewürzte, scharfe, sehr süße, sehr salzige oder stark fetthaltige Mahlzeiten zu vermeiden und auch auf alkoholische Getränke, Kaffee und schwarzen beziehungsweise grünen Tee möglichst zu verzichten. Ebenso bereiten (stark) kohlensäurehaltige Wasser vielen Reizdarmpatienten Probleme, deshalb lieber stillem Wasser den Vorzug geben.

Lebensmittel, die Sie erkennbar schlecht vertragen, sollten Sie reduzieren. Verzichten Sie aber nicht auf ganze Lebensmittelgruppen, ohne dass eine Unverträglichkeit geklärt ist, denn das kann zu einer einseitigen Ernährung führen. Besteht der Verdacht auf eine Unverträglichkeit, etwa auf Milchzucker (Laktose) oder Fruchtzucker (Fruktose), kann eine Auslassdiät unter therapeutischer Begleitung sinnvoll sein: Verdächtige Lebensmittel werden zwei bis vier Wochen weggelassen und dann gezielt wieder eingeführt.

Laktoseintoleranz und Reizdarm

Liegt eine Unverträglichkeit auf Milchzucker vor, sollte künftig auf alle milchzuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Gegebenenfalls macht es Sinn, bei einer Milchzuckerunverträglichkeit Produkte auszutesten, die wie Buttermilch oder Joghurt einen relativ geringen Anteil an Milchzucker haben.

Liegt eine Unverträglichkeit auf Milchzucker vor, ist meist kein vollständiger Verzicht nötig: Viele Betroffene vertragen kleine Mengen Laktose, laktosefreie Produkte und laktosearme Lebensmittel wie Hartkäse.

Fruktoseunverträglichkeit und Reizdarm

Bei einer Fruktoseunverträglichkeit ist es wichtig, vor allem fruchtzuckerreiches Obst zu meiden. Besonders problematisch sind auch Zuckeraustauschstoffe (Polyole) wie Sorbit, Xylit, Mannit, Maltit oder Isomalt, die häufig in zuckerfreien Süßigkeiten, Kaugummis und industriell verarbeiteten Lebensmitteln stecken.

Weißmehl, Zucker und Brot bei Reizdarm

Ungünstig für Patienten mit einem Reizdarm sind auch Nahrungsmittel, die viel raffinierte „leere“ Kohlenhydrate enthalten, so zum Beispiel Weißmehl, weißer Reis, helle Nudeln oder Haushaltszucker. Tabu sollten auch Fertigprodukte mit einem hohen Zuckeranteil sein sowie gesüßte Getränke wie Softdrinks, Eistee oder zuckerhaltige Fruchtsäfte.

Bei manchen Menschen mit Reizdarm verstärken Backwaren aus Weizenmehl die Beschwerden. Forschende der Universität Hohenheim haben gezeigt, dass der FODMAP-Gehalt im Brot stark von der Teigführung abhängt: Bei längerer Gehzeit wird ein Großteil dieser Zuckerarten abgebaut. Brot mit langer Teigführung, etwa aus traditioneller Herstellung, wird deshalb von manchen Betroffenen besser vertragen.  

Low-FODMAP-Diät bei Reizdarm: So läuft sie ab

Die 2021 aktualisierte S3-Leitlinie empfiehlt die Low-FODMAP-Diät als Therapieoption beim Reizdarmsyndrom.

Sie läuft in drei Phasen ab:

  1. Elimination: FODMAP-reiche Lebensmittel werden einige Wochen stark reduziert.
  2. Toleranzfindung: Einzelne FODMAP-Gruppen werden schrittweise wieder eingeführt, um die persönliche Verträglichkeit zu testen.
  3. Langzeiternährung: Nur die Lebensmittel, die tatsächlich Beschwerden auslösen, bleiben reduziert.

Dadurch werden fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole vermieden – das sind kurzkettige Kohlenhydrate, die im Dünndarm schlecht absorbiert werden, von der Darmflora jedoch besonders schnell und einfach verdaut werden können, wodurch Gase entstehen, die den Darm blähen und speziell bei Reizdarmpatienten dann auch zu Schmerzen führen.

In Studien berichteten Betroffene unter einer Low-FODMAP-Diät häufig über weniger Beschwerden, vor allem weniger Bauchschmerzen und Blähungen. Weil die Eliminationsphase einseitig werden kann, empfiehlt es sich, die Low-FODMAP-Diät mit einer qualifizierten Ernährungsfachkraft zu planen und die strenge Phase nicht länger als nötig durchzuhalten.

Was darf man bei Reizdarm essen? Low-FODMAP-Lebensmittelliste

Essen: Low-FODMAP-LebensmittelMeiden: High-FODMAP-Lebensmittel
ObstBananen, Ananas, Erdbeeren, Honigmelone, Mandarine, Zitrone, Rhabarber, OrangeApfel, Birne, Pflaume, Aprikose, Mango, Kirschen, Wassermelonen, Pfirsich, Nektarinen, Datteln, Fruchtsäfte, Obstkonserven
GemüseBrokkoli, Kohlrabi, Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Zucchini, Rosenkohl, Paprika, Petersilie, Salat, Schnittlauch, Sojasprossen, Gurke, FenchelAvocado, Bohnen, Erbsen, Linsen, Blumenkohl, Chicorée, Pilze, Spargel, Wirsing, Zwiebeln, Knoblauch
GetreideDinkel (kleine Mengen), Buchweizen, Hafer, Hirse, Mais, glutenfreie BackwarenWeizen, Gerste, Roggen, Brot, Nudeln, Gries, Cerealien
Milchproduktelaktosefreie Milch und Milchprodukte, Butter, Sojadrink aus Sojaprotein, einige Käsesorten wie Camembert oder HartkäseMilch, Buttermilch, Joghurt, Frischkäse, Sahne, Sauerrahm
AndereEier, Fisch, Hühnerfleisch, Lammfleisch, Rindfleisch, Schweinefleisch, Meeresfrüchte, Marmelade, Pflanzenöl, Senf, Ahornsirup, dunkle Schokolade Honig, Ketchup, Zuckeraustauschstoffe, Fruktose- oder Agavensirup, Pistazien, Vollmilchschokolade
Quelle: Der von der deutschen Reizdarmhilfe e.V. empfohlene „Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät“ von Martin Storr, 2. Aufl. 2017

Ob ein Lebensmittel vertragen wird, hängt oft von der Portionsgröße ab. Aktuelle Werte veröffentlicht die Monash University, an der die Low-FODMAP-Diät entwickelt wurde.

Wenn Sie Ihre Reizdarm-Beschwerden und Ihre Ernährung gemeinsam mit mir betrachten möchten, vereinbaren Sie gern einen Termin in meiner Praxis in München oder per Videosprechstunde.

Termin: Vor Ort oder Video

Häufige Fragen zum Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom wirft bei Betroffenen oft viele Fragen auf: von möglichen Folgerisiken bis hin zu passenden Therapieansätzen. Hier finden Sie Orientierung und Antworten auf die häufigsten Anliegen.

Kann ein Reizdarm zu Darmkrebs führen?

Nach bisherigem Kenntnisstand erhöht ein Reizdarmsyndrom das Risiko für Darmkrebs nicht. Wichtig ist, dass ernste Darmerkrankungen bei der Diagnose ausgeschlossen und neue Warnzeichen ärztlich abgeklärt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Reizdarm und Reizmagen?

Beim Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) stehen Beschwerden im Oberbauch im Vordergrund, etwa Völlegefühl, frühes Sättigungsgefühl oder Oberbauchschmerzen. Beim Reizdarm betreffen die Beschwerden eher den Unterbauch und den Stuhlgang. Beide können gleichzeitig auftreten.

Zahlt die Krankenkasse die Behandlung beim Heilpraktiker?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten sie je nach Tarif. Behandlungskosten in der Praxis Breitenberger

Hinweis zu diesem Artikel: Ein Reizdarmsyndrom darf erst festgestellt werden, wenn andere Darmerkrankungen ärztlich ausgeschlossen sind. Ein Stuhltest allein kann das nicht leisten. Lassen Sie Ihre Beschwerden bitte zeitnah ärztlich abklären bei Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust, Fieber, Beschwerden, die Sie nachts wecken, oder wenn die Beschwerden erst ab etwa 50 Jahren beginnen. Lassen Sie eine Zöliakie ärztlich abklären, bevor Sie auf Gluten verzichten, denn nach einer glutenfreien Phase kann der Test falsch negativ ausfallen. Führen Sie eine Low-FODMAP-Diät nicht dauerhaft ohne fachliche Begleitung durch.

Über den Autor

Markus Breitenberger, Heilpraktiker in MünchenMarkus Breitenberger, Heilpraktiker für ganzheitliche Medizin mit Schwerpunkt Autoimmunerkrankungen, Schilddrüse, hormonelle Beschwerden und chronische Erschöpfung

Markus Breitenberger führt seit über 25 Jahren eine eigene Praxis für Komplementärmedizin in München. In seiner Arbeit verbindet er naturheilkundliche Erfahrung mit einer wissenschaftlich fundierten Analyse von Symptomen, Laborwerten und möglichen Ursachen chronischer Beschwerden. Sein Wissen teilt er regelmäßig in Ratgeber- und Fachartikeln. Zudem ist er Buchautor von zwei Gesundheitsratgebern, die im Gräfe und Unzer Verlag erschienen sind.

Erfahren Sie mehr über Markus Breitenberger und seine Praxisphilosophie.

Alle Ratgeber-Artikel werden von Medizinredakteurinnen mit über 20 Jahren Berufserfahrung fachlich geprüft.

Transparenz- & Gesundheitshinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Setzen Sie verordnete Medikamente oder laufende Behandlungen nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei akuten oder sich verschlechternden Beschwerden wenden Sie sich umgehend an eine Arztpraxis oder den Notruf 112. Genannte Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, in Schwangerschaft und Stillzeit besprechen Sie die Einnahme bitte vorher ärztlich oder heilpraktisch. Mit * gekennzeichnete Links und mit „Anzeige“ markierte Boxen sind Affiliate-Links (Werbung): Bei einem Kauf erhalte ich eine Provision, für Sie entstehen keine Mehrkosten.

Quellen

Barmer: Arztreport 2019 – Reizdarmsyndrom (Pressemitteilung vom 28.02.2019).

Ärzte Zeitung (28.02.2019): Reizdarm-Probleme zu wenig im Fokus der Therapie (Frauen doppelt so häufig)

Layer P, Andresen V et al.: Update S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom. Z Gastroenterol 2021;59:1323–1415 (AWMF-Register 021-016). 

apotheke adhoc (04.08.2021): Reizdarm-Syndrom: Leitlinie empfiehlt Pfefferminzöl (Aussagen von Prof. A. Madisch zu Diagnosedauer und Empfehlungsgrad).

Klem F et al.: Prevalence, risk factors, and outcomes of irritable bowel syndrome after infectious enteritis: a systematic review and meta-analysis. Gastroenterology 2017.

Mearin F et al.: Dyspepsia and irritable bowel syndrome after a Salmonella gastroenteritis outbreak. Gastroenterology 2005. 

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Deutsche Reizdarm Selbsthilfe e.V.: Aktuelle Studien

Kategorien: Darmgesundheit

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