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Gewichtszunahme bei Hashimoto stoppen: Wenn der Stoffwechsel bremst

Von Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Dr. Nicole Schaenzler, Medizinredakteurin

Aktualisiert am 3. Juli 2026

Alle Inhalte werden von medizinischen Fachjournalistinnen überprüft.
Qualitätsrichtlinien des Redaktionsteams

Viele Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis erleben trotz unveränderter Ernährung eine unerklärliche Gewichtszunahme – und haben gleichzeitig große Schwierigkeiten, wieder abzunehmen. Diese körperliche Veränderung ist nicht nur medizinisch relevant, sondern stellt auch eine emotionale Belastung dar. Der Grund liegt in der Hormonlage: Durch den Mangel an Schilddrüsenhormonen verlangsamt sich der Stoffwechsel deutlich. Doch es gibt Möglichkeiten, unterstützend gegenzusteuern.

Inhaltsverzeichnis

  • Warum erschwert Hashimoto die Gewichtskontrolle?
  • Was hilft beim Umgang mit der Gewichtszunahme?
  • Fazit

Warum erschwert Hashimoto die Gewichtskontrolle?

Die Zunahme an Gewicht, ohne dass sich die Ernährungsgewohnheiten geändert haben, ist bei einer Autoimmunthyreoiditis ein häufiges – und für die Betroffenen oftmals sehr belastendes – Symptom. Typisch ist auch, dass es ausgesprochen schwerfällt, die überschüssigen Pfunde wieder abzubauen.

Wichtigster Grund ist der Mangel an Schilddrüsenhormonen infolge der Funktionsbeeinträchtigung der chronisch entzündeten Schilddrüse: Fehlen Schilddrüsenhormone, ist der Stoffwechsel verlangsamt und der Grundumsatz sinkt, sodass der Körper nun weniger Energie – und damit auch weniger Kalorien benötigt.

Die überschüssigen Kalorien werden dann als Fett im Körper gespeichert. Und da Schilddrüsenhormone auch an der Fettverbrennung beteiligt sind, gelingt es bei einem Schilddrüsenhormonmangel kaum mehr, das überschüssige Fett wieder loszuwerden.

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Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen beeinflusst zahlreiche Stoffwechselprozesse:

  • Der Grundumsatz sinkt, sodass der Körper weniger Energie benötigt.
  • Überschüssige Kalorien werden leichter als Fett gespeichert.
  • Die Fettverbrennung wird durch den Hormonmangel gehemmt.
  • Der gestörte Kohlenhydratstoffwechsel kann eine Insulinresistenz begünstigen.
  • Ein erhöhter Blutzuckerspiegel erschwert zusätzlich den Fettabbau.

Was hilft beim Umgang mit der Gewichtszunahme?

Auch der Kohlenhydratstoffwechsel ist bei einer Schilddrüsenunterfunktion gestört. Dadurch nehmen die Zellen des Körpers weniger Glukose auf – und der Blutzuckerspiegel steigt an. Dies wiederum kann eine Insulinresistenz (und dementsprechend auch ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes) zur Folge haben: Die Zellen reagieren weniger empfindlich auf Insulin – und die Störung der Glukoseaufnahme  verschärft sich.

Eine Person mit Hashimoto und Übergewicht steht auf einer Waage. Der Mangel an Schilddrüsenhormonen macht das Abnehmen schwer.

Umso wichtiger ist eine ausgewogene kalorien- und kohlenhydratbewusste Ernährung, die den Energiebedarf deckt und gleichzeitig den Stoffwechsel ankurbelt. Unterstützend wirken regelmäßige körperliche Aktivität und Entspannungsmethoden für eine bessere Stressbewältigung – denn auch Stress kann den Stoffwechsel negativ beeinflussen und damit die Gewichtsabnahme erschweren.

Um den Stoffwechsel wieder anzuregen und das Gewicht besser zu regulieren, sind mehrere Maßnahmen hilfreich:

  • Regelmäßige körperliche Aktivität, z. B. moderates Ausdauertraining, Krafttraining oder Yoga.
  • Stressmanagement und Entspannungsmethoden, wie Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung.
  • Intervallfasten, z. B. nach dem 16:8-Prinzip, bei dem man nur innerhalb eines achtstündigen Zeitfensters isst.

Manche Hashimoto-PatientInnen profitieren besonders von Intervallfasten: Zwischen den Mahlzeiten werden, je nach Methode, längere Pausen eingelegt. Beispielsweise isst man beim 16:8-Fasten nur in einem Zeitfenster von acht Stunden am Tag, in der restlichen Zeit (16 Stunden am Stück) wird nichts gegessen. Das Trinken von kalorienfreien Getränken wie Wasser oder ungesüßter Tee ist aber weiterhin erlaubt. 

Fazit

Bevor Sie Ihre Ernährung oder Ihren Lebensstil grundlegend verändern, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Therapeuten. Eine individuelle Begleitung stellt sicher, dass Ihre Behandlung weiterhin optimal auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

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Über den Autor

Markus Breitenberger, Heilpraktiker für ganzheitliche Medizin mit Schwerpunkt Autoimmunerkrankungen, Schilddrüse, hormonelle Beschwerden und chronische Erschöpfung

Markus Breitenberger führt seit über 25 Jahren eine eigene Praxis für Komplementärmedizin in München. In seiner Arbeit verbindet er naturheilkundliche Erfahrung mit einer wissenschaftlich fundierten Analyse von Symptomen, Laborwerten und möglichen Ursachen chronischer Beschwerden. Sein Wissen teilt er regelmäßig in Ratgeber- und Fachartikeln. Zudem ist er Buchautor von zwei Gesundheitsratgebern, die im Gräfe und Unzer Verlag erschienen sind.

Erfahren Sie mehr über Markus Breitenberger und seine Praxisphilosophie.

Alle Ratgeber-Artikel werden wissenschaftlich überprüft von Dr. Nicole Schaenzler (Medizinredakteurin).

Transparenz- & Gesundheitshinweis

Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche oder heilpraktische Diagnose. Laufende ärztliche Behandlungen oder verordnete Medikamente sollten Sie niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt unterbrechen oder absetzen. Bei akuten oder sich verschlechternden Beschwerden wenden Sie sich bitte umgehend an eine Ärztin, einen Arzt oder den Notruf.

Quellen

Helga Brettschneider: Schon gering erhöhtes TSH beeinflusst das Gewicht, in: ÄrzteZeitung (November 2006) – Zugriff am: 18.08.2025

Kategorien: Schilddrüse

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Praxis Markus Breitenberger
Heilpraktiker
Klenzestraße 60
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