Streptokokken & Angina: Symptome, Ursachen, Behandlung ohne Antibiotikum

Die Streptokokken-Angina gehört zu den häufigsten Krankheiten im Kindesalter. Bei Eltern ist sie gefürchtet – häufig aber ganz zu Unrecht, denn eine Streptokokken-Angina führt nur in sehr seltenen Fällen zu Komplikationen. Dazu zählen vor allem das rheumatische Fieber mit einer Herzmuskelentzündung und die akute Glomerulonephritis, also eine Entzündung der Nieren. Kann das ohne Antibiotika verhindert werden? Erfahren Sie hier alles über Mandelentzündung, Angina und Streptokokken und wie Sie ohne Antibiotika erfolgreich behandeln können.

Definition: Streptokokken und Angina

Die Streptokokken-Angina ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Gaumenmandeln (Tonsillen) und meist auch der Rachenschleimhäute, die typischerweise durch Streptococcus pyogenes hervorgerufen wird. Eine Sonderform der Streptokokken-Angina ist Scharlach. Die durch Streptokokken verursachte Mandelentzündung (Angina tonsillaris, Tonsillitis) gehört zu den häufigsten bakteriellen Krankheiten im Kindesalter und ruft in der Regel heftigere Symptome hervor als eine Mandelentzündung, die durch Viren ausgelöst wird.

Definition Streptokokken

Streptokokken ist der Oberbegriff für eine weltweit verbreitete große Gruppe kugelförmiger, unbeweglicher, grampositiver Bakterien, die keine Sporen bilden. Charakteristischerweise ordnen sich Streptokokken in Ketten oder Paaren an, zudem können sie sich auch ohne Sauerstoff vermehren. Insgesamt sind mehr als 60 verschiedene Spezies an Streptokokken bekannt. Einige von ihnen sind medizinisch als Krankheitserreger bedeutsam, allen voran der Streptococcus pyogenes, der die klassischen Streptokokken-Infektionen wie eine Mandelentzündung (Angina) oder Impetigo verursacht.

Bei einem Kind wird mit einem Mundspatel ein Rachenabstrich genommen.

Streptokokken – Was ist das?

Streptokokken sind Bakterien, die, je nach Spezies, unterschiedliche Eigenschaften haben. Als Krankheitserreger sind sie für eine Reihe von bakteriellen Infektionen verantwortlich – von einer eitrigen Mandelentzündung (Angina) bis hin zu einer Blutvergiftung (Sepsis) oder einer nekrotisierenden Fasziitis. Andere Streptokokken-Arten gehören zur natürlichen Haut- und Schleimhautflora des Körpers und sind für gesunde Menschen harmlos. Sie besiedeln vor allem den Mund- und Rachenraum, den Darm und die Scheide (Vagina). Weitere Streptokokken-Arten werden zum Beispiel in der Herstellung von Sauermilchprodukten und anderen Lebensmitteln eingesetzt.

Die häufigsten krankheitsauslösenden Streptokokken-Erreger

  • Klein- und Schulkinder stecken sich meist mit Streptococcus pyogenes an, der zugleich der wichtigste Erreger für die Entstehung einer Streptokokken-Angina ist. Als Folge einer Infektion mit Streptococcus pyogenes kann es zu weiteren Erkrankungen kommen, zum Beispiel zu rheumatischem Fieber mit der Gefahr einer Herzschädigung oder einer akuten Glomerulonephritis, einer Form der Nierenentzündung.
  • Streptococcus agalactiae ist eine Streptokokken-Art, die vor allem für Neugeborenen gefährlich werden kann: Werden diese Bakterien unter der Geburt von der mütterlichen Scheidenflora auf das Kind übertragen, kann die Infektion eine Neugeborenen-Sepsis auslösen. Zudem können die Erreger Wund- und Harnwegsinfektionen oder eine Blutvergiftung verursachen.    
  • Streptococcus pneumoniae oder Pneumokokken können ebenfalls verschiedene bakterielle Infektionskrankheiten auslösen. Häufige Krankheitsbilder sind neben einer Lungenentzündung (Pneumonie) auch eine bakterielle Hirnhautentzündung, eine Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung. Besonders oft betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder, aber auch Menschen im höheren Lebensalter oder die eine Abwehrschwäche haben.

Was können Streptokokken verursachen?

Streptokokken können verschiedene Erkrankungen hervorrufen, je nachdem, welches Organ oder Gewebe infiziert ist. Die wichtigsten Streptokokken-Infektionen sind Rachenentzündung (Pharyngitis), meist in Kombination mit einer eitrigen Mandelentzündung (Angina) oder der Kinderkrankheit Scharlach sowie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung (Otitis media) und Nasenebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Häufige, durch Streptokokken verursachte Infektionen der Haut sind Wundrose (Erysipel) und Borkenflechte (Impetigo contagiosa). Schwemmen Erreger einer lokal begrenzten Streptokokken-Infektion in die Blutbahn, können sie sich im gesamten Körper ausbreiten und eine Blutvergiftung (Sepsis) hervorrufen. 

Streptokokken bei Erwachsenen

Eine bakterielle Infektion mit Streptokokken kann in jedem Alter auftreten, insgesamt tritt sie im Erwachsenenalter jedoch seltener auf als im Kindesalter. Oft handelt es sich um Streptococcus-pyogenes-Infektionen, die Rachen und Mandeln (Streptokokken-Angina) oder die Haut (wie Wundrose) betreffen. Besteht eine Abwehrschwäche oder eine chronische Erkrankung, steigt das Risiko, an einer Streptokokken-Infektion zu erkranken.

Streptokokken bei Kindern

Eine Streptokokken-Infektion gehört zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen im Kindesalter, wobei 6- bis 12-Jährige besonders oft betroffen sind. Unter drei Jahren kommt eine Streptokokken-Infektion selten vor. In den allermeisten Fällen geht die Infektion auf eine Ansteckung mit Streptococcus pyogenes (beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A) zurück und ruft eine schmerzhafte Mandelentzündung (Streptokokken-Angina) hervor. Meist stecken sich die Kinder im Winter und Frühjahr an. 

Das Robert Koch-Institut schätzt, dass 10 bis 20 Prozent aller Kinder Keimträger sind: Ihre Haut- und Schleimhautflora ist mit Streptococcus pyogenes besiedelt, ohne dass bei ihnen selbst Symptome auftreten. Sie können die Erreger jedoch übertragen. 

Auch Infektionen mit Streptococcus pneumoniae, besser bekannt als Pneumokokken, kommen im Kindesalter häufiger vor, wobei vor allem Kinder in den ersten beiden Lebensjahren gefährdet sind. Pneumokokken können verschiedene Erkrankungen auslösen, allen voran Infektionen der oberen Atemwege (zum Beispiel Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung) und der unteren Atemwege (Lungenentzündung). Ein weiteres Krankheitsbild ist eine bakterielle Hirnhautentzündung (Meningitis).

Wie gefährlich sind Streptokokken bei Kindern?

Im Allgemeinen heilt bei Kindern eine Streptokokken-Infektion, zum Beispiel eine durch Streptokokken hervorgerufene Angina, folgenlos aus. Bleibt eine Behandlung aus, kann die bakterielle Erkrankung jedoch in seltenen Fällen schwerer verlaufen. Die häufigste lokale Komplikation ist der Peritonsillarabszess: In der Umgebung der entzündeten Mandeln hat sich eine abgekapselte Eiterhöhle gebildet. In Einzelfällen kann es zudem passieren, dass sich die bakterielle Infektion auf den ganzen Körper ausbreitet und dann eine Blutvergiftung (Sepsis) hervorruft. 

Eine ebenfalls sehr seltene, aber gefährliche Folgeerkrankung ist das akute rheumatische Fieber, das ein bis fünf Wochen nach der Streptokokken-Infektion auftritt und zu einer Schädigung des Herzens führen kann. Auch eine akute Entzündung der Nieren, eine sogenannte Poststreptokokken- Glomerulonephritis, kann sich als Folge einer Streptokokken-Infektion entwickeln.

In meiner Praxis für Homöopathie in München erlebe ich immer wieder, dass die Symptome einer Infektion durch beta-hämolysierende Streptokokken (Streptococcus pyogenes) auch ohne die Gabe von Antibiotika (z.B. Erythromycin) in den meisten Fällen nach wenigen Tagen abklingen können. Darüber hinaus gibt es tatsächlich keine Hinweise darauf, dass eine antibiotische Therapie eine Entzündung der Nieren infolge von Infektionen verhindern kann (Del Mar 2002).

Laut Statistik heilt die Streptokokken-Angina in mehr als 90 Prozent der Fälle spontan und folgenlos aus. Bei 50 Prozent der Patienten verläuft sie sogar asymptomatisch, d.h. ohne jegliche Beeinträchtigung der Betroffenen. Ähnlich verhält sich die Situation bei rheumatischem Fieber, das nur 1-3 Prozent der Streptokokken-Patienten entwickeln.

Veraltete Studien aus den 50er Jahren weisen zwar darauf hin, dass die Verabreichung von Antibiotika das Auftreten dieser Folgeerkrankung einer Infektion durch beta-hämolysierende Streptokokken (Streptococcus pyogenes) reduziert – aktuelle Metaanalysen konnten den Effekt jedoch nicht bestätigen.

In vielen Fällen bilden sich die typischen Symptome innerhalb von maximal 3 Wochen spontan zurück. Studien aus Frankreich zeigen, dass die Gefahr einer mit der Erkrankung in Zusammenhang stehenden Herzklappenentzündung nur bei fünf von 1 Million Schulkindern auftritt – und damit verschwindend gering ist.

Definition Angina & Mandelentzündung

Der Begriff „Angina“ wird in der Medizin für „Enge“ oder „Engegefühl“ verwendet. Umgangssprachlich ist mit „Angina“ jedoch oft eine schmerzhafte Mandelentzündung gemeint, für die der medizinische Fachbegriff Angina tonsillaris (oder auch Tonsillitis) ist. Denn die entzündeten Gaumenmandeln (Tonsillen) können so stark angeschwollen sein, dass der Kranke ein Engegefühl im Hals verspürt und kaum schlucken kann. Eine Angina retronasalis liegt vor, wenn neben den Gaumen- auch die Rachenmandeln betroffen sind. Spielt sich die Infektion an den Seitensträngen der hinteren Rachenwand ab, spricht der Therapeut von einer Seitenstrang-Angina. 

In den allermeisten Fällen tritt eine Mandelentzündung plötzlich auf, hervorgerufen entweder durch Viren oder durch Bakterien, allen voran durch Streptokokken. Hält die Infektion länger als drei Monate an, liegt eine chronische Mandelentzündung vor.

Woran erkennt man Streptokokken-Infektion?

Ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl in Kombination mit Fieber, das mit der Mandelentzündung einhergeht, oder eine stark eiternde Wunde lassen bereits an eine Infektion mit Streptokokken denken. Doch erst, wenn der Erreger im Labor, zum Beispiel mithilfe eines Abstrichs des Rachens oder der Wunde, nachgewiesen wurde, kann sicher von einer Streptokokken-Infektion ausgegangen werden. 

Symptome: Streptokokken

Typische Symptome einer Streptokokken-Angina sind starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, Fieber und geschwollene Mandeln, auf denen sich weißlich-gelbliche Beläge gebildet haben. Oft sind die Lymphknoten am Hals druckempfindlich und vergrößert. 

Etwa zwei bis vier Tage nach der Tröpfchen-Infektion machen sich die klassischen Symptome bemerkbar:

  • Halsschmerzen, Halsentzündung mit Schluckbeschwerden (eine Rachenentzündung oder Pharyngitis)
  • plötzlich ansteigendes Fieber, dass auch einen Fieberkrampf bei Kindern auslösen kann
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen (häufig bei Kindern)
  • deutlich reduzierter Allgemeinzustand

Die verschiedenen Streptokokken-Spezies können jedoch unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen. Allen gemeinsam ist, dass sie eine Entzündungsreaktion im Körper hervorrufen: eine Rötung, Schwellung und Überwärmung des infizierten Organs oder (Haut-)Gewebes, dazu oft die Bildung von Eiter. Infektionen der inneren Organe wie Gaumenmandeln oder Lunge, lösen meist auch ein schweres Krankheitsgefühl und Fieber aus.

Welche Hautsymptome gibt es bei Streptokokken-Infektionen?

Streptokokken-Infektionen der Haut sind oft sehr schmerzhaft. Liegt ein Erysipel vor, ist das infizierte Hautareal ist flächig gerötet, wobei sich die Rötung immer weiter ausbreitet. Kopfschmerzen und/oder Fieber können weitere Begleiterscheinungen sein. Impetigo ist durch gelbliche Krusten und Bläschen gekennzeichnet. 

Eine Streptokokken-Infektion der Scheide ruft meist einen gelblich gefärbten Ausfluss, mitunter auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hervor. Ist der Anus betroffen, kann sich die Infektion als Ekzem darstellen.

Gibt es einen Schnelltest für Streptokokken?

Um bei akuten Symptomen einer Halsentzündung rasch die Ursache abklären zu können, bietet sich ein Schnelltest auf Streptokokken aus einem Rachenabstrich an. Der liefert bereits innerhalb von sieben bis zehn Minuten ein Ergebnis und kann deshalb direkt in der Praxis oder während des Hausbesuchs durchgeführt werden. Ist der Befund positiv, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Infektion mit Streptokokken vor, ist er negativ, handelt es sich ziemlich sicher um eine virusbedingte Angina.  

Angina & Mandelentzündung: Symptome

Die typischen Symptome einer Mandelentzündung sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, Rachen und Mandeln sind gerötet. Sind Viren die Ursache, ist das Allgemeinbefinden oft eher gering beeinträchtigt und die Temperatur mäßig erhöht.

Anders bei einer bakteriellen Infektion mit Streptokokken: Das Krankheitsgefühl ist ausgeprägt und das Fieber ist hoch, sodass bei Kindern auch ein Fieberkrampf auftreten kann. Kleine Kinder verweigern wegen der starken Schluckbeschwerden oft das Trinken. Außerdem klingt bei einer Streptokokken-Angina die Sprache oft verwaschen und es besteht Mundgeruch. Sind die Mandeln sehr stark angeschwollen, kann Atemnot auftreten. Meist sind auch die Lymphknoten am Hals vergrößert und druckempfindlich.

Ursachen

Ursachen: Streptokokken-Infektion

Einige Streptokokken-Arten gehören zur natürlichen Bakterienflora des Menschen. Ein schlagkräftiges Immunsystem hält sie jedoch normalerweise in Schach. Anders verhält es sich, wenn die Abwehrkräfte geschwächt sind. Dann können sich zum Beispiel Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae), die die Schleimhäute der oberen Atemwege besiedeln, so stark vermehren, dass sie eine Lungenentzündung oder eine andere Infektion hervorrufen. Auch andere Streptokokken-Arten können gefährlich werden, wenn die körpereigene Immunabwehr schwächelt, wie dies zum Beispiel in den kälteren Jahreszeiten der Fall ist und Streptokokken durch direkten Körperkontakt mit anderen Personen oder durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten) leichteres Spiel haben, in den Körper einzudringen.

Ursachen: Mandelentzündung & Angina

Eine Mandelentzündung kann sowohl durch Viren (zum Beispiel Rhino-, Adeno- oder Coronaviren) als auch durch Bakterien verursacht werden. Häufigster bakterieller Erreger einer Angina ist der Streptococcus pyogenes. 

Ansteckung, Inkubationszeit & Übertragung  

Eine Streptokokken-Angina ist hochgradig ansteckend und erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion von Person zu Person, etwa durch Niesen oder Husten. Selten findet eine Übertragung durch kontaminierte Lebensmittel oder Wasser statt. Die Inkubationszeit ist kurz und beträgt 1 bis 3 Tage. 

Ansteckung Streptokokken

Die Übertragung erfolgt abhängig von der jeweiligen Streptokokken-Art. Streptococcus pyogenes-Bakterien, die Hauptverursacher der Streptokokken-Angina, werden als Tröpfcheninfektion über Speichel und Nasensekrete von Person zu Person übertragen. Wichtigster Übertragungsweg von Streptococcus agalactiae ist der Geburtsvorgang, bei dem die Bakterien von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Aber auch der direkte Kontakt mit infizierten Wunden bzw. eine Schmierinfektion kann eine Streptokokken-Infektion hervorrufen. Eine Ansteckung über erregerhaltige Gegenstände (wie Spielzeuge, Geschirr, Türklinke) ist selten. 

Wie ansteckend sind Streptokokken?

Eine Infektion mit Streptokokken ist sehr ansteckend. Am häufigsten tritt eine Streptokokken-Infektion bei Kindern im Kindergarten- und Schulalter auf. Ein Grund ist der eher distanzlose Kontakt, denn vor allem jüngere Kinder im Umgang miteinander pflegen. Letztlich ist aber auch für Erwachsene ein Infektionsschutz mit dem Erreger nahezu unmöglich. Tatsächlich tragen etwa 20 Prozent der Deutschen Streptokokken bereits in sich, ohne jemals die typischen Krankheitssymptome auszubilden. Sie können die Bakterien jedoch weitergeben. Treffen die Erreger auf Personen, deren Abwehrkräfte geschwächt sind, kommt es zum Ausbruch der Erkrankung. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass eine Streptokokken-Angina häufig in den Wintermonaten auftreten. 

Wie lange sind Streptokokken ansteckend?

Patienten mit einer akuten Streptokokken-Infektion und ohne eine spezifische Behandlung können bis zu drei Wochen ansteckend sein – auch wenn die Symptome nach drei bis vier Tagen oft wieder verschwunden sind. Wird die Erkrankung von eitrigen Ausscheidungen begleitet, kann das Infektionsrisiko noch länger andauern. Dies gilt sowohl für eine Streptokokken-Angina als auch für eine durch Streptokokken hervorgerufene Hautinfektion. 

Wie lange muss man mit Streptokokken zu Hause bleiben?

Wird die Infektion mit Antibiotika oder Naturheilkunde erfolgreich behandelt und sind die Symptome vollständig verschwunden, kann man zumindest theoretisch bereits am zweiten Krankheitstag wieder zu Arbeit gehen bzw. sein Kind in den Kindergarten oder in die Schule gehen lassen. Fakt ist jedoch, dass eine Erkrankung mit Streptokokken gerade für Kinder sehr anstrengend ist, sodass sie auch dann noch einige Tage das Bett hüten sollten, wenn sie nicht mehr ansteckend sind.

Ansteckung Angina & Mandelentzündung 

Zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome einer virusbedingten Mandelentzündung wie auch einer bakteriellen Streptokokken-Infektion liegen 1 bis 3 Tage. 

Wie lange dauert eine Mandelentzündung?

In der Regel klingen die Symptome einer Mandelentzündung nach dreieinhalb bis fünf Tagen wieder ab. Es empfiehlt sich jedoch, sich noch einige Tage zu schonen, dies gilt vor allem dann, wenn man an einer Streptokokken-Angina erkrankt ist.

Wie lange sollte man sich schonen mit Mandelentzündung & Angina?

Solange die Beschwerden nicht vollständig abgeklungen sind, sollte man sich schonen und jede körperliche Anstrengung vermeiden – auch, wenn man eigentlich nicht mehr ansteckend ist.

Was sollte man essen bei einer Mandelentzündung?

Flüssig-breiige Speisen wie Pudding, Grießbrei oder püriertes Gemüse werden bei Halsschmerzen am besten vertragen. Aber auch Eis oder Eiswürfel aus Tee zum Lutschen bieten sich an, da durch die Kälte die Schmerzen zumindest kurzzeitig gelindert werden. Bei Fieber ist es wichtig, viel zu trinken.

Sind Streptokokken in der Schwangerschaft gefährlich?

Leidet eine Schwangere unter einer vaginalen Streptokokken-Infektion, kann dies zu einer Gefahr für das Kind werden. Der häufigste Übertragungsweg ist die Geburt, mitunter kann sich das Kind aber auch vor oder nach der Geburt infizieren und dann an einer Neugeborenen-Sepsis erkranken. Um eine Streptokokken-Infektion des Kindes zu vermeiden, erfolgt daher bei allen Schwangeren kurz vor der Geburt (meist zwischen SSW 35 und 37) ein Screening auf Streptokokken der Gruppe B (Streptococcus agalactiae). Wird eine Infektion nachgewiesen, wird die Mutter unmittelbar vor der Geburt mit Antibiotika behandelt.

Gibt es eine Impfung gegen Streptokokken?

Eine Impfung gegen Streptokokken-Infektion der Haut und Schleimhäute gibt es nicht.

Wann muss man mit einer Mandelentzündung und Streptokokken-Infektion zum Arzt?

Bei einem starkem Krankheitsgefühl, hohem Fieber und ausgeprägten Symptomen einer Halsentzündung sollte ein Arzt aufgesucht werden. Diagnostiziert der Arzt bei Ihrem Kind, das in den Kindergarten oder in die Schule geht, eine Streptokokken-Infektion, müssen Sie dies der Einrichtung mitteilen.  

Zu welchem Arzt mit Mandelentzündung und Streptokokken-Angina?

Wer den Verdacht hat, dass seine Halsschmerzen durch eine Mandelentzündung bzw. eine Streptokokken-Angina verursacht wird, sollte seinen Hausarzt oder den Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Kinder werden am besten bei einem Kinderarzt vorstellig.

Wann braucht man ein Antibiotikum bei Mandelentzündung & Angina?

Die Behandlung mit einem Antibiotikum ist prinzipiell nur dann angezeigt, wenn die Mandelentzündung zweifelsfrei durch Bakterien verursacht wird. Sind Viren die Auslöser, können Antibiotika nichts ausrichten, sondern im Gegenteil sogar mit zur Entstehung von Resistenzen beitragen.

Welches Antibiotikum hilft bei Mandelentzündung & Angina?

Bei einer bakteriellen Mandelentzündung ist das Antibiotikum der Wahl Penicillin, etwa das Breitbandantibiotikum Amoxicillin aus der Gruppe der Aminopenicilline. Eine Alternative ist Erythromycin, wenn Penicillin nicht vertragen wird. Inzwischen setzt der Therapeut immer häufiger auf eine sogenannte verzögerte Antibiotikagabe: Der Patient erhält ein Rezept, das jedoch erst dann eingelöst wird, wenn es zu einer Verschlechterung kommt bzw. die Symptome nach 3 Tagen nicht besser geworden sind.

Wie schnell wirken Antibiotika bei Mandelentzündung & Angina?

In der Regel stellen sich bereits 24 Stunden nach der ersten Einnahme des Antibiotikums eine deutliche Besserung der Symptome ein. Ebenso besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. 

Welche Antibiotika bei Streptokokken?

Sind Streptokokken die Verursacher einer Mandelentzündung oder einer Hautinfektion, wird meist Penicillin bzw. Amoxicillin oder Ampicillin verordnet. Besteht eine Allergie gegen Penicillin kommt Erythromycin als Alternative infrage.

Wie schnell wirken Antibiotika bei Streptokokken?

Die Wirkung der Antibiotikatherapie bei einer Streptokokken-Infektion tritt im Allgemeinen rasch, innerhalb von 24 Stunden ein: Die Symptome bessern sich deutlich, mitunter sind sie sogar weitgehend verschwunden – leider treten die Symptome nach Antibiotikabehandlung nach einigen Tagen oder Wochen meist wieder auf.

Behandlung ohne Antibiotikum

Bakterielle Infektionen werden hierzulande in vielen Fällen mit Antibiotika behandelt. Gerade im Kindesalter ist es jedoch wichtig, den Nutzen einer Therapie gegen einen möglichen Schaden sorgfältig abzuwägen. So gilt es zum Beispiel bei der Einnahme von Antibiotika zu beachten, dass nicht selten Nebenwirkungen wie Durchfall auftreten, das kindliche Immunsystem geschwächt wird und dass sich Resistenzen bilden können – und dann eine Behandlung mit Antibiotika nicht mehr greift, wenn das Kind wirklich an einer schweren bakteriellen Infektion erkrankt ist.

Angina: Behandlung ohne Antibiotikum

Eine unkomplizierte Angina, selbst wenn sie nicht durch Viren, sondern durch Bakterien hervorgerufen wird, zieht nicht notwendigerweise eine Behandlung mit Antibiotika nach sich. Im Gegenteil: Oft lassen sich bereits mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, zum Beispiel dem Trinken von warmen Heiltees, Gurgeln, Halswickeln und dem Lutschen von Salbeibonbons eine deutliche Besserung der Symptome erzielen. Zudem klingen die Beschwerden infolge einer Angina häufig nach dreieinhalb bis fünf Tagen von selbst wieder ab.

Streptokokken: Behandlung ohne Antibiotikum

Eine Antibiotika-Therapie gilt in vielen Arztpraxen nach wie vor als Mittel der Wahl bei einer Streptokokken-Infektion. Die Erfahrung zeigt jedoch: Der sofortige Einsatz von Antibiotika ist oftmals nicht nötig und aufgrund der möglichen Nebenwirkungen meist auch nicht ratsam. Zudem führt dieses Vorgehen gerade bei Kindern häufig zu Rückfällen. Häufig kehren die Symptome nach der Antibiotika-Behandlung bereits nach kurzer Zeit wieder zurück, sodass eine erneute Behandlung nötig ist. Ein gefährlicher Teufelskreis, durch den das Immunsystem des Kindes zusehends geschwächt wird. Die Naturheilkunde bietet hier wirkungsvolle Alternativen sowie Methoden, um ein durch Antibiotika angegriffenes Immunsystem wiederaufzubauen und gegen den Erreger zu stärken.

Als Heilpraktiker erlebe ich immer wieder Fälle, in denen bei Kindern mehr als zehn Mal im Jahr eine Streptokokken-Angina (Streptococcus pyogenes) diagnostiziert und dann jeweils mit Antibiotika behandelt wurde. Durch das im Zuge der Antibiotika-Therapie geschwächte Immunsystem sind die Abwehrkräfte hier bei erneutem Kontakt mit Streptokokken nicht stark genug, diese abzuwehren. Die Bakterien haben damit ein leichtes Spiel. Um diesem Kreislauf zu entkommen, ist es also unbedingt nötig, die Bakterienlast zu senken und die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Dabei haben sich zwei Substanzen über Jahrhunderte besonders bewährt.

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Füllen Sie einen Eierbecher zur Hälfte mit dem Honig, geben Sie ca. 10-15 Tropfen Propolis hinzu und verrühren Sie die beiden Substanzen bis eine halbflüssige Masse entsteht. Von dieser nehmen Sie bei einem akuten (Streptokokken-)Infekt ca. 5- bis 10-mal täglich eine Messerspitze in den Mund und belassen es ca. 1 bis 3 Minuten im hinteren Mund-Rachen-Raum. Menschen mit Bienenallergie sollten nur den Honig ohne Propolis verwenden.

Bei allen bakteriellen Infekten im Mund- und Rachenraum hat sich auch Kolloidales Silber als sehr wirksam erwiesen. Entscheidend ist die Qualität des Produkts, das reines Silber in kleinsten Partikeln von ca. 15-20 Atomen Größe beinhalten sollte und keine minderwertigeren und damit billigeren Silbersalze, Silberproteine oder Silbernitrat.

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Bei allen Entzündungen im Mundraum und Mandelentzündungen mit dieser 25-ppm-Lösung zwei mal täglich gurgeln. Kolloidales Silber wirkt wie ein Breitband-Antibiotikum und tötet alle einzelligen Parasiten (Bakterien, Viren, Pilze) in kürzester Zeit ohne Nebenwirkungen ab. Sie werden erstaunt sein, wie schnell eine Besserung eintritt.

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Welche Rolle spielt der Darm bei Streptokokken?

Die Darmflora nimmt eine Schlüsselrolle ein bei der Behandlung von Streptokokken. Fast 80 Prozent unserer Immunzellen befinden sich im Darm. Zusätzlich sorgen Billionen von Mikroorganismen im Darm normalerweise dafür, dass unser Körper vor ungesunden Einflussfaktoren geschützt ist und lebensnotwendige Vitamine und Nährstoffe richtig aufnehmen kann.

Eine Antibiotika-Therapie tötet nicht nur die Streptokokken, sondern auch viele nützliche Bakterien und reizt die empfindlichen Zellwände. Schädliche Organismen können sich dadurch leichter vermehren und über die Darmzellen in den Blutkreislauf gelangen (Leaky-Gut-Syndrom). Infolgedessen leiden viele Kinder und Erwachsene nach einer Antibiotika-Therapie unter Durchfall sowie einer Infektanfälligkeit.

Testen Sie das Immunsystem im Darm nach mehrfacher Antibiotikabehandlung und/oder Infektanfälligkeit

Diese Untersuchung ist unerlässlich für Menschen, die mehr als ein mal im Jahr Antibiotika eingenommen haben. Damit lässt sich feststellen, ob das Immunsystem bereits geschwächt ist und dadurch immer wieder erneute (Streptokokken-)Infekte auftreten!

Wurden Ihrem Kind bereits Antibiotika gegen Streptokokken verschrieben, ist die Einnahme der folgenden Präparate sinnvoll, um unerwünschte Nebenwirkungen zu lindern und eine gesunde Darmflora wiederherzustellen:

Junior Omni Lactis 6, 30 Portionen
Kinder 2–4 Jahre: 1 g Pulver/Tag; Kinder 5–9 Jahre: 1–2 g Pulver/Tag; Kinder/Jugendliche ab 10 Jahren: 2 g Pulver/Tag; Pulver in 1/4 bis 1/2 Glas Wasser einrühren. Nach 10–15 Minuten umrühren und trinken. Einnahme ca. 30 Minuten vor einer Mahlzeit. Hochkonzentrierte Bakterienkulturen in kindgerechter Pulveranwendung. In wissenschaftlichen Studien wurde gezeigt, dass sich die enthaltenen Bakterien im Darm ansiedeln und vermehren können.

Die zeitgleiche Einnahme dieser Pflanzenextrakte wird empfohlen, um eine nachhaltige Darmgesundheit und damit ein gesundes Immunsystem aufzubauen:

AC7 Komplex, 120 Kapseln (3 mal 120 Kapseln für eine 4-monatige Kur) 
Täglich 3 x 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen.  Der AC7 Komplex enthält wertvolle Substanzen aus sieben ausgewählten Pflanzenextrakten. Traditionell werden ausgewählte Kräuter- und Pflanzenextrakte zum Schutz vor unerwünschten Mikroorganismen im Körper eingesetzt – eine Situation, wie sie u.a. durch häufige Antibiotikagaben entsteht.

Krankmachende Erreger wie Streptococcus pyogenes werden auf diesem Wege verdrängt und haben kaum noch Chancen, die Darmbarriere zu überwinden. Zudem verbessert sich die Verdauung und damit die Gesundheit sowie das allgemeine Wohlbefinden Ihres Kindes.

Was hilft schnell bei einer Mandelentzündung?

Teezubereitungen aus Heilpflanzen wie Salbei, Kamille oder Thymian, die mehrmals am Tag getrunken werden, haben sich zur raschen Linderung einer Mandelentzündung bewährt. Auch Gurgeln mit lauwarmen Meersalzwasser, Kamille- oder Salbeitee tut den gereizten Schleimhäuten gut und mildert Halsschmerzen. Das Lutschen von Salbeibonbons regt den Speichelfluss an und befeuchtet so die entzündeten Gaumenmandeln, was ebenfalls eine schmerzlindernde Wirkung hat.   

Hilft Homöopathie bei Streptokokken-Angina und Mandelentzündung?

Eine homöopathische Behandlung kann zusätzlich gut dabei helfen die Beschwerden einer Streptokokken-Angina und Mandelentzündung schnell und nachhaltig zu verbessern: Homöopathie bei Halsschmerzen.

Kommentare

Feedback

  1. Vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Bei mir hat die Kombination von anuka Honig und Propolis-Tinktur sehr gut geholfen.
    Janina
  2. DANKE
    Georgia
  3. Ich bin nach der bisher 2. Grippeimpfung meines Lebens 11/19 3 mal an Angina erkrankt, innerhalb von 10 Wochen. Ich bin dann auf diese Seite aufmerksam geworden. Ich hab mir Manuka Hong und die Propolistinktur bestellt. Die nächste Entzündung sollte nicht lange auf sich warten lassen. Ich hab es ohne Antibiotika hin bekommen und 3-4 Monate später gleich nochmal! Meine Kids hassen leider Honig. Ich weiß nicht, ob es da Alternativen gibt. Danke für den wertvollen Tipp! Ich habe nun Beides immer im Haus!
    Linda
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