Nebennierenschwäche: homöopathische Behandlung

Sie sind ständig müde und erschöpft? Sie werden häufig krank und können sich kaum noch richtig erholen? Sie fühlen sich öfter gestresst und fast schon ein wenig depressiv? Dann muss keineswegs immer ein Burnout oder eine Schilddrüsenunterfunktion dahinter stecken. Auch eine Nebennierenschwäche kann Ursache für die Symptome sein. Doch viele Ärzte übersehen das Problem.

Was ist Nebennierenschwäche?

Sind wir großem Stress ausgesetzt, so konzentriert sich die Herstellung der Hormone der Nebennieren zunehmend auf Cortisol, das für unseren Umgang mit schwierigen Situationen besonders wichtig ist. Hält der Stress an, dann lässt im weiteren Verlauf die Produktion von Cortisol und des Sexualhormons DHEA nach, aber auch anderer Steroidhormone, wie Progesteron, weil die Nebennieren durch die ständige Überlastung zunehmend ermüden. Progesteronmangel ist ein häufiger Co-Faktor bei der Entstehung von Autoimmunthyreopathien wie Hashimoto-Thyreoiditis.

Unser Körper reagiert damit in einer Weise, wie es ihm schon zu Urzeiten zugutekam. Nur wer bei Gefahr schnell reagieren konnte, hatte eine Chance, überhaupt zu überleben. Doch so praktisch dieser Mechanismus ist, so verhängnisvoll wird er, wenn unser Leben nicht wie das unserer Vorfahren nur kurzzeitig aus den Fugen gerät, sondern von Dauerstress bestimmt ist.

Früher oder später sind die Nebennieren dann erschöpft. Der Cortisolspiegel sinkt und wir bemerken das Problem, indem wir uns den Herausforderungen des Alltags immer weniger gewachsen fühlen.

Die Nebennierenschwäche gehört zu den typischen Zivilisationskrankheiten unserer Zeit. Besonders tückisch: Sie zeigt sich zunächst in Symptomen wie Fatigue und Erschöpfung, die wir alle aus stressigen Lebensphasen kennen und die wir daher geneigt sind, zu übergehen. Bleibt die Erkrankung unerkannt bzw. unbehandelt, können jedoch schwerwiegende körperliche und seelische Probleme die Folge sein.

Für Menschen, die unter Erschöpfung leiden, kann es wichtig sein sich mit der Funktionsweise der Nebennieren ein wenig auszukennen und – sollten sich Symptome verstärken – auf eine Untersuchung zu bestehen.

Die Nebennieren gehören zu den Organen, die Laien relativ unbekannt sind, vor allem weil sie anders als etwa Herz, Magen oder Lunge nicht durch bloßes Erspüren im eigenen Körper lokalisiert werden können. Sie sitzen wie zwei kleine Hütchen auf den oberen Nierenpolen. Im Nebennierenmark werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet, während die Nebennierenrinde für das Sexualhormon DHEA sowie Aldosteron, zur Regulierung unseres Wasserhaushalts und Blutdrucks, und das Stresshormon Cortisol zuständig ist.

Nebennierenschwäche: Symptome

Die folgenden Symptome sind typisch für eine Nebennierenschwäche:

  • Erschöpfung und Niedergeschlagenheit
  • Dünnhäutigkeit, Herzklopfen und Zittern bei Stress
  • Erhöhte Infektanfälligkeit und verzögerte Wundheilung
  • Konzentrationsschwierigkeiten und verminderte Merkfähigkeit
  • Probleme, zu- oder abzunehmen
  • Niedriger Blutdruck, kalte Hände und trockene Haut
  • Haarausfall
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie) und erhöhte Lust auf Süßigkeiten

Diese Symptome können aber auch auf viele andere Krankheiten hinweisen, zum Beispiel auf Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow, Insulinresistenz, Depression oder Burnout-Syndrom. Daher braucht es ein sorgfältiges diagnostisches Vorgehen.

Cortisol und Insulinresistenz

Cortisol veranlasst die Leber mehr Glukose bereitzustellen, um ausreichend Energie in Stresssituationen zu haben, wodurch der Blutzuckerspiegel steigt. Wenn bei anhaltendem Stress anfangs vermehrt Cortisol ausgeschüttet wird, muss auch mehr Insulin in der Bauchspeicheldrüse produziert werden, um eine Regulation und Senkung der erhöhten Blutzuckerwerte zu veranlassen. Wenn nun die Bauchspeicheldrüse permanent gegen die erhöhten Blutzuckerwerte ankämpfen und Insulin ausschütten muss, reagieren die Insulin-Rezeptoren an den Zielzellen immer weniger sensibel darauf. Dies kann zu einer Insulinresistenz und einem Typ-2-Diabetes führen.

Burnout?

Diagnose Burnout! In den Medien und unter Medizinern wird dieses Thema bereits viel diskutiert. Dass die Symptome auch mit einer Nebennierenschwäche zusammenhängen können, bleibt dennoch häufig außer acht. Die vielfältigen Symptome, ein schleichender Verlauf und mangelnde Kenntnis der Problematik sind dabei ausschlaggebend. Für eine wirkungsvolle Behandlung akuter Erschöpfungszustände ist es hier unbedingt erforderlich, genauer hinzuschauen.

Chronische Überforderung, permanente Müdigkeit und das Gefühl, völlig ausgebrannt zu sein – die typischen Symptome eines Burnouts kommen oft zunächst schleichend und dann mit voller Wucht. Inzwischen zählt die Diagnose in Deutschland zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen wegen psychischer Probleme. Ein Fortschritt insofern, dass seelische Belastungen aufgrund von Arbeit und Alltag in der öffentlichen Diskussion angekommen sind und häufiger behandelt werden können. Und zugleich ein Problem, wenn die Ursache allzu schnell auf eine fehlende „Work-Life-Balance“ reduziert wird.

Tatsache ist: Dauerstress wirkt sich nicht nur auf unser seelisches Gleichgewicht aus. Er macht sich auf organischer Ebene bemerkbar und kann unseren Körper langfristig schädigen – leider manchmal schon wesentlich früher als wir es bemerken. Während viele Menschen bei typischen Stresssymptomen wie Kopfschmerzen oder Verdauungsproblemen einen Arzt oder Heilpraktiker konsultieren, wissen weit weniger, dass sie bei chronischer Erschöpfung auch die Funktion ihrer Nebennieren untersuchen lassen sollten.

Nebennierenschwäche: Test

Es ist empfehlenswert bei Dauerstress und Verdacht auf Burnout den Zustand der Nebennieren zeitnah zu überprüfen.

Woran erkennt man eine Nebennierenschwäche?

Wenn Sie mehr als die Hälfte der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten, ist eine Nebennierenschwäche zumindest naheliegend:

  1. Sie sind andauernd müde und auch ausreichender Schlaf verändert daran nichts?
  2. Nachts erwachen Sie gehäuft, v.a. zwischen 2:00 und 4:00 Uhr?
  3. Sie kommen morgens einfach nicht in die Gänge?
  4. Abends nach dem Abendessen werden Sie aktiver und kommen dann schlecht ins Bett?
  5. Wenn Sie sich mal aufraffen können zu Freizeit-Aktivitäten sind Sie schnell erschöpft?
  6. Was früher Freude bereitet hat, ist jetzt nur noch zusätzliche Last?
  7. Sie haben schon seit geraumer Zeit keine Lust mehr auf Sex?
  8. Sie sind schnell reizbar und können mit Stress nicht mehr umgehen?
  9. Ihre Konzentration ist schlechter geworden und Sie fühlen sich manchmal wie benebelt?
  10. Alles erscheint irgendwie sinnlos und Sie scheinen mehr passiv zu funktionieren, als aktiv zu leben?
  11. Zunehmendes Verlangen nach zwanghaftem Essen, Medienkonsum, Alkohol, Nikotin oder Drogen?
  12. Sie haben ständig Verlangen nach Snacks, Kaffee, (koffeinhaltigen) Süßgetränken?
  13. Sie haben ein Verlangen nach Salz oder salzigen Lebensmitteln?
  14. Infekte nehmen zu?
  15. Ihnen wird schnell schwindelig beim Aufstehen?
  16. Frauen: Ihre PMS hat sich verschlechtert?

Ob Sie tatsächlich an einer Nebennierenschwäche leiden, sollten Sie schon vor der ersten Behandlungssitzung in meiner Praxis für Homöopathie und Psychotherapie in München anhand eines unkomplizierten Cortisol-Speicheltests herausfinden.

Die Hormondiagnostik aus dem Speichel bietet gegenüber der Bestimmung aus dem Blut zahlreiche Vorteile: Die Probennahme ist schmerzlos und kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt und an jedem Ort erfolgen. Die Hormonbestimmung aus Speichel ist besonders aussagekräftig, da gezielt der freie, biologisch aktive Anteil der Hormone ermittelt wird.

Stressprofil testen mit 5 Speichelproben Cortisol
Bestimmung des Stresshormons Cortisol im Speichel. Die Untersuchung ist sinnvoll bei Patienten mit körperlichem oder seelischem Stress oder Erschöpfungszuständen. Untersucht wird das Cortisol-Tagesprofil (5 Bestimmungen). Die Bestimmung des Cortisol-Tagesprofils ist einer einmaligen Messung von Cortisol im Speichel oder Blut deutlich überlegen in der Aussagekraft. Sie können die Testergebnisse in meine Praxis zur Auswertung schicken und Sie erhalten dann eine Therapieempfehlung.

Wenn Sie es noch genauer möchten, bestellen Sie ein Testset, das zusätzlich auch den DHEA-Wert einmal am Morgen und am späten Abend bestimmt. DHEA ist der Gegenspieler von Cortisol, der die Stressbereitschaft senkt. In der Erschöpfungsphase der Nebenniere ist dieser Wert dann auch zu niedrig.

Stressprofil testen mit 5 Speichelproben Cortisol + 2 Speichelproben DHEA

Eine wichtige Basis zur Untersuchung und Behandlung einer möglichen Nebennierenschwäche bildet zudem ein ausführliches Beratungsgespräch in meiner Praxis, das nicht nur die akuten Symptome, sondern den ganzen Menschen einbezieht. Sie können auch online einen Termin buchen.

Phasen der Nebennierenschwäche

Die Ausschüttung von Cortisol unterliegt bei gesunden Menschen einer ausgeprägten Tagesrhythmik mit einem Maximum am Morgen und einem Minimum um Mitternacht.

1. Krankheitsphase (Anfangsstadium):
Bei anhaltendem Stress ist auch die nächtliche Cortisolproduktion gesteigert. Das spiegelt sich in den Testergebnissen der Speichelproben wider in deutlich erhöhten Cortisolwerten am Morgen. Häufig bleibt dann die Cortisolkonzentration auch über den Tag erhöht.

2. Krankheitsphase:
Der Cortisolspiegel ist über den gesamten Tag hoch, ohne eine Rhythmik erkennen zu lassen.

3. Krankheitsphase (fortgeschrittenes Stadium):
Der morgendliche Cortisolwert ist erniedrigt. Möglicherweise bleiben auch die weiteren Messungen im unteren Bereich. Hier beginnt die eigentliche Erschöpfungsphase der Nebennieren.

4. Krankheitsphase:
Cortisolwerte und DHEA bleiben konstant niedrig.

Nebennierenschwäche: Ursachen

  • Dauerstress
  • Gefühl der Machtlosigkeit, des Ausgeliefertseins gegenüber Menschen und Lebensumständen
  • Permanentes sich selbst antreiben
  • Übertriebener Perfektionismus
  • Schlafmangel bzw. zu spätes zu Bett gehen.
  • Vitalstoffarme Ernährung
  • Mangel an Aktivitäten, die Freude und Vitalität geben

Personengruppen, die besonders gefährdet sind

  • Mütter ohne Unterstützung von Familie und Freunden
  • Alleinerziehende
  • Menschen in unglücklichen Paarbeziehungen
  • Menschen mit freudloser oder stressiger Arbeit
  • Menschen in Mobbing-Situationen
  • Selbstständige zu Beginn ihrer Tätigkeit
  • Menschen, die Alkohol, Nikotin, Beruhigungsmittel, Aufputschmittel oder andere Suchtmittel regelmäßig konsumieren
  • Schichtarbeiter
  • Menschen, die viel arbeiten und sich nichts gönnen

Ereignisse, die eine Nebennieren-Erschöpfung begünstigen

  • Anhaltende Drucksituation am Arbeitsplatz und Zuhause
  • Arbeitsplatzverlust
  • Plötzliche negative Veränderung der finanziellen Situation
  • Isolation, z.B. nach Umzug ohne Zugehörigkeitsgefühl am Wohnort
  • Emotionales Trauma
  • Tod einer nahestehenden Person
  • Größere Operation, von der man sich nicht ganz erholt hat
  • Infektionen der Atemwege, die immer wieder auftreten
  • Chemische Belastungen (Feinstaub, Alkohol, Medikamente…)
  • Geräuschbelastung

Nebennierenschwäche behandeln

Wenn eine Nebennierenschwäche bei Ihnen diagnostiziert wurde, sind vor allem Geduld und Ihre Mitarbeit als Patient gefragt. Eine Behandlung, die allein auf die Milderung der Symptome ausgerichtet ist, also mit Medikamenten erfolgt, die Ihnen kurzfristig wieder mehr Energie und Stabilität geben, kann Ihre Nebennieren langfristig noch mehr schädigen und löst nicht die Ursache des Problems.

Neben homöopathischen Mitteln zum Aufbau und zur Entlastung Ihrer Nebennieren berate und begleite ich Sie als Heilpraktiker dabei, Ihren Lebensstil und Ihre Ernährung so umzustellen, dass sich Ihr Körper und Geist wieder regenerieren kann.

Nahrungsergänzungsmittel bei Nebennierenschwäche

Dazu entwickle ich für Sie in meiner Praxis ein individuelles orthemolekulares Therapiekonzept, damit Sie optimal mit fehlenden Aminosäuren, Vitaminen und allen weiteren Mikronährstoffen versorgt sind, die die Nebenniere für eine ausreichende Hormonsynthese benötigt. Das ist unbedingt nötig, um aus der Erschöpfung und Schwäche wieder heraus zu kommen.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Einnahme von Präparaten, die garantiert rein und frei von Farb-, Konservierungs- und technischen Hilfsmitteln sind, in der richtigen Dosierung über einen angemessen langen Zeitraum, wie hier angegeben.

Ich empfehle zu Beginn als Behandlung eine 3-Monats-Kur mit Vitamin C kombiniert mit Antistress Formula und Rhodiola Rosea:

Ester-C Gold, 90 Kapseln (ausreichend für 3-Monats-Kur)
Täglich 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit zu einer Mahlzeit einnehmen. Mit pflanzlichem Quercetin und Rutin aus Holunderblüten-Extrakt. Die Nebenniere benötigt zur Cortisol-Produktion in erster Linie Vitamin C. Zudem ist Vitamin C ist ein wasserlösliches Antioxidans, das die Zellen vor freien Radikalen, die vermehrt bei Stress gebildet werden, schützen kann. Dieser besondere Vitamin-C-Komplex mit magenfreundlichem, nichtsaurem Vitamin C wird durch das Vitamin-C-Stoffwechselprodukt L-Threonat besser in den Körper aufgenommen und verweilt länger in den Immunzellen.
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Antistress Formula, 60 Kapseln (2 Packungen für 3-Monats-Kur)
Im ersten Monat täglich 2 Kapseln mit Wasser vor einer Mahlzeit einnehmen. Ab dem 2. Monat nur noch 1 Kapsel täglich einnehmen. Mit hochwertigem Ginsengwurzel-Extrakt, Magnesium und B-Vitaminen zur Unterstützung des Nervenstoffwechsels und der Konzentration für mehr Wohlbefinden und gesteigerte Leistungsfähigkeit.
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Rhodiola Rosea, 90 Kapseln (2 Packungen für 3-Monats-Kur)
Nehmen Sie täglich 2 Kapseln mit viel Flüssigkeit außerhalb der Mahlzeiten ein. Enthält standardisierten Rosenwurz-Extrakt zur Unterstützung der körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit in Zeiten vermehrter emotionaler, geistiger oder körperlicher Belastung. In Studien konnte bei Menschen in Stresssituationen nach Einnahme von Rhodiola Rosea eine verbesserte kognitive Funktion sowie eine Reduzierung der mentalen Erschöpfung nachgewiesen werden. Eine Einnahme über 3 Monate führte bei diesen Personen zu einer hoch signifikanten Verbesserung sowohl der physischen als auch der kognitiven Leistungsfähigkeit. Wirkt zusätzlich entzündungshemmend. 

Zudem wirken pflanzliche Adaptogene wie Ashwagandha (Schlafbeere oder Winterkirsche) regulativ auf die Stressantwort des Körpers und verbessern nachweislich die Stresstoleranz. Auch bei Patienten mit Angststörungen, leichter bis mittelschwerer Depression und Schlafstörungen verbesserten sich die emotionalen und körperlichen Symptome bereits nach 6 Wochen. 

Ashwagandha Formula, 60 Kapseln (2 Packungen für 3-Monats-Kur)
Im ersten Monat täglich 2 Kapseln mit Wasser vor einer Mahlzeit einnehmen. Ab dem 2. Monat nur noch 1 Kapsel täglich einnehmen. Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden. Ashwagandha (Withania somnifera)-Wurzelextrakt in Kombination mit Magnesium und Vitamin B6. Ashwagandha ist ein pflanzliches Adaptogen, das zu geistigem und körperlichem Wohlbefinden in Zeiten erhöhter Stressbelastung beiträgt. Magnesium und Vitamin B6 unterstützen die Funktionen von Nerven und Psyche.

Richtige Ernährung bei Nebennierenschwäche

Was trinken bei Nebennierenschwäche?

Sie können viel Wasser und ungesüßten Tee trinken und sollten dabei koffeinhaltige Getränke vermeiden. Sehr gut sind auch gut gesalzene Gemüse- oder Hühnerbrühen, die Sie auch gerade am morgen zur Stärkung zu sich nehmen können. Salz ist hier wichtig, um den Natrium-Mangel eines gestörten Natrium-Kalium-Haushalts, der v.a. bei fortgeschrittener Nebennierenschwäche durch Aldosteron-Mangel auftritt, auszugleichen.

Welche Lebensmittel bei Nebennierenschwäche?

Gemüsesorten mit hohem Natriumanteil (schwarze Oliven, rote Paprika, Spinat, Zucchini und Sellerie) sollten Sie in Ihrer Nahrung den Vorzug geben. Obst sollten Sie nur frisch (nicht getrocknet) essen und auf kaliumreiches Obst (Bananen, Datteln, Feigen, Rosinen und Grapefruit) sollten Sie möglichst verzichten.

Wenn Sie wie viele Patienten mit Nebennierenschwäche ein verstärktes Verlangen nach Süßigkeiten und schnell verwertbaren Kohlehydraten verspüren, liegt dies daran, dass ihr Körper Ihnen signalisiert, dass er Energie benötigt, weil der Blutzuckerspiegel zu stark abgefallen ist (Hypoglykämie). Viele Patienten mit Nebennierenschwäche haben sich angewöhnt zu oft Snacks, Süßgetränke, Junk Food und zuckerhaltige Getränke zu sich zu nehmen, weil dann der Blutzucker schnell wieder in Balance kommt – nur um dann reaktiv wieder rasch zu sinken. Diesen Teufelskreis müssen Sie durchbrechen.

Verteilen Sie Ihre Nahrungsaufnahme auf  3-4 Mahlzeiten während des Tages. Beginnen Sie den Tag mit einem Frühstück – das kann gerade bei Patienten mit Nebennierenschwäche nicht genug betont werden. Fehlt das Frühstück, kommt es schon morgens zu einer völlig unnötigen Erhöhung des Cortisolspiegels, weil Fasten für den Organismus Stress bedeutet. Ihr Blutzuckerspiegel sollte während des Tages nicht zu großen Schwankungen ausgesetzt sein. Nehmen Sie daher qualitativ gute Eiweiße mit einer kleinen Menge von hochwertigen Kohlenhydraten zu sich.

Die Glykämische Last (s. Übergewicht) Ihrer Nahrung sollte dabei gering sein. Essen Sie dafür auch weniger Zucker (einschließlich natürlichem Zucker) und verzichten Sie auf gesüßte Getränke.

Gute Lebensmittel bei Nebennierenschwäche:

  • Fisch
    Enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren, welche die Ausschüttung von Cortisol reduzieren (s. Behandlung / Fette – auf das richtige Mengenverhältnis kommt es an)
  • Eier
  • Obst (mit niedrigem Zuckergehalt bzw. niedriger glykämischer Last)
  • Gemüse
  • Avocados
  • Körner, Nüsse und Samen (gekeimt)
  • Milchprodukte (in Bioqualität)
  • Hafer
  • Dunkle Schokolade mit mehr als 70 Prozent Kakao-Anteil, wenn Sie mal was Süßes wollen. Diese enthält nicht nur Antioxidantien, sondern senkt auch den Cortisol-Spiegel.

Lebensmittel, die Sie bei Nebennierenschwäche meiden sollten:

  • Zuckerhaltige Snacks
  • Fast Food
  • Weißmehllastige Nahrungsmittel
  • Verarbeitete Lebensmittel
  • Obst (wenn getrocknet oder mit hohem Zuckergehalt oder sehr kaliumreich)
  • Kaffee

Dr. Alan Christianson beschreibt in diesem Buch ein Programm zur Regulierung der Nebennieren und zur Gewichtsreduktion: Schlank ohne Stress: Nebennieren in Balance – Die Diät

Das folgende Buch zeigt zwar keine spezielle Diät bei Nebennierenschwäche auf, die Ratschläge zur Ernährung können aber sehr viel zur Erholung der Nebennieren beitragen: Natürlich essen: Das ganzheitliche Ernährungskonzept

Was hilft noch bei Nebennierenschwäche?

Zuletzt identifizieren wir gemeinsam die Möglichkeiten, wie Sie in Ihrem Alltag Stress abbauen können und wieder mehr Erholung finden. Das ist oft ein längerer Übungsweg, der in einer Selbsterfahrungs-Gruppe, wie z.B. der Münchner Gruppe, viel Freude machen kann und nachhaltig erfolgreich ist.

Ziel ist es, Ihren Organismus und Ihr Leben wieder ganz ins Gleichgewicht zu bringen. Dazu gehört auch, ein Leistungsniveau zu finden, das Ihrer persönlichen Konstitution entspricht und Ihnen erlaubt, in gesunden Schritten Ihre Ziele zu erreichen.

Sie wollen Ihr Wissen über Nebennierenschwäche vertiefen? Dann empfehle ich Ihnen diese beiden Bücher: Grundlos erschöpft? Nebennieren-Schwäche – das Stresssyndrom des 21. Jahrhunderts. Was ist Cortisol-Mangel und wie können wir ihn heilen? oder Nebennierenschwäche Wissen für Therapeuten: Ursache, Diagnose und naturheilkundliche Therapie

Lassen Sie sich helfen und vereinbaren Sie bequem online einen Termin.

Feedback

  1. Vielen Dank für diese sehr deutliche Erklärung!!
    Annekona Attema
  2. Hallo Herr Markus Breitenberger, vielen herzlichen Dank für die verständnisvolle und übersichtliche Info für die Nebennierenschwäche. Auch die „Rubrik „über mich“ hat mich fasziniert. Die Liebe zu Mensch und Tier, sowie Ihre Familie, mit Kindern, die uns immer fordern und von denen wir auch „lernen können“ sowie die Natur und Ihr lehrreicher Werdegang. Herzlichen Dank dafür und alles Liebe und Gute für Sie, Ihr Team und Ihre Familie. Mit freundlichen Grüßen Anita
    Anita
  3. Vielen Dank für die detaillierte Aufklärung und die wertvollen kostenlosen! Tipps! Das schafft Vertrauen! Maria Luigia Zimmermann
    Maria Luigia Zimmermann
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