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Definition
Scharlach ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch bestimmte toxinbildende Stämme der Streptokokken-A-Gruppe (Streptococcus pyogenes) hervorgerufen wird. Klassisch für Scharlach ist das Auftreten einer eitrigen Mandelentzündung (Streptokokken-Angina) und eines charakteristischen Hautausschlags. Bei Kindern unter zehn Jahren zählt Scharlach zu den häufigsten Infektionskrankheiten, doch können auch ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen sein. Am häufigsten tritt Scharlach in den Wintermonaten auf.
Scharlach bei Kindern & Babys

Scharlach zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern, wobei Drei- bis Neunjährige besonders oft betroffen sind. Theoretisch können sich auch Babys nach Ende ihres „Nestschutzes“ im sechsten bis achten Lebensmonat infizieren, faktisch erkranken sie jedoch sehr selten an Scharlach. Wichtig zu wissen ist, dass die Kinder – anders als bei den meisten anderen Kinderkrankheiten wie z.B. Masern – mehrmals an Scharlach erkranken können.
Scharlach bei Erwachsenen
Scharlach gilt zwar als klassische Kinderkrankheit, doch können sich auch Erwachsene anstecken. Besonders gefährdet sind Erwachsene mit einem geschwächten Immunsystem.
Die Beschwerden entsprechen meist denen, die sich auch bei Kindern zeigen. Gerade bei Erwachsenen kommt es mitunter jedoch auch vor, dass die typischen Scharlach-Symptome ausbleiben und die Erkrankung deshalb erst später oder gar nicht erkannt wird.
Scharlach in der Schwangerschaft
Erkrankt eine Schwangere an Scharlach, empfiehlt sich eine möglichst umgehende Behandlung, denn die werdenden Mütter sind potenziell anfälliger für Komplikationen. Anders als Röteln ist Scharlach für das Ungeborene jedoch nicht direkt gefährlich. Auch ein erhöhtes Risiko für eine Fehl- bzw. Frühgeburt besteht nicht, wenn die Schwangere an Scharlach erkrankt ist.
Welche Symptome bei Scharlach?
Erste Krankheitszeichen von Scharlach sind plötzlich auftretendes hohes Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, außerdem leidet der Scharlachpatient unter starken Schluckbeschwerden und hat Mundgeruch. Vor allem Kinder können auch mit Erbrechen reagieren. Typisch ist zudem, dass die Halslymphknoten geschwollen sind und sich auf den Mandeln eitrige Beläge gebildet haben.
Zwei bis drei Tage nach Krankheitsbeginn tritt ein charakteristischer Hautausschlag mit dicht beieinanderstehenden, roten, später auch leicht erhabenen Flecken auf, der in Achseln und Leistenregion beginnt und sich dann auf den ganzen Körper ausbreitet. Der Hautausschlag tritt aber bei vielen Scharlach-Erkrankten immer weniger in Erscheinung aufgrund von unterdrückender Behandlung mit Antibiotika und fiebersenkenden Mitteln.
Das Gesicht, insbesondere die Wangen, sind stark gerötet, um Mund und Nase bleibt die Haut jedoch blass („Milchbart“). Auffällig gerötet ist auch die Zunge, zudem sind die Zungenpapillen verdickt (Himbeerzunge). Im weiteren Verlauf verblasst der Hautausschlag und die Haut beginnt sich abzuschälen, an den Händen und Füßen löst sich die Haut oft in größeren Fetzen. Bis die gesamte Haut abgeschuppt ist, kann es drei und mehr Wochen dauern.
Scharlach: Diagnose & Schnelltest
Plötzlich auftretendes Fieber in Kombination mit Halsschmerzen und starken Schluckbeschwerden lässt den Arzt bereits an eine bakterielle Infektion der Gaumenmandeln denken. Der charakteristische Hautausschlag, der mit Scharlach einhergehen kann, ermöglicht Scharlach als Blickdiagnose. Da er sich jedoch erst am zweiten oder dritten Tag nach Krankheitsbeginn zeigt, kann es sein, dass der Ausschlag sich zum Zeitpunkt der Diagnose noch nicht entwickelt hat.
Endgültige Klarheit bringt ein Schnelltest, mit dem der Scharlach-Erreger der Streptokokken-A-Gruppe aus einem Rachenabstrich innerhalb weniger Minuten nachgewiesen werden kann.
Ursachen
Ausgelöst wird Scharlach durch bestimmte Stämme der Streptokokken-A-Gruppe (Streptococcus pyogenes), die ein Toxin (= Giftstoff) produzieren, das dann für den typischen Hautausschlag bei Scharlach verantwortlich ist. Da es mindestens vier verschiedene Scharlachtoxine gibt, ist es möglich, dass Kinder (und Erwachsene) mehrmals an Scharlach erkranken, denn bei der Erstinfektion bildet das Immunsystem nur gegen diesen einen Giftstoff eine Immunität. Aus demselben Grund kann Scharlach auch eine spätere „normale“ Streptokokken-Angina nicht verhindern.
Ansteckung
Ansteckend ist Scharlach etwa einen Tag vor Krankheitsbeginn. Laut Robert Koch-Institut tragen bis zu 20 Prozent der Bevölkerung dieses Bakterium, ohne es zu wissen, in sich und können deshalb andere infizieren, auch wenn sie selbst nicht erkranken.
Übertragung
Wie alle Formen der Streptokokken-Angina ist Scharlach hochansteckend und wird in den allermeisten Fällen durch Tröpfcheninfektion übertragen, z.B. durch Niesen oder Husten. Sehr selten gelangen die Streptokokken durch Schmierinfektion in eine Wunde, dann lautet die Diagnose „Wundscharlach“.
Inkubationszeit
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung, beträgt bei Scharlach durchschnittlich zwei bis vier Tage, in seltenen Fällen können es auch sieben Tage sein.
Behandlung ohne Antibiotikum
Scharlach im Kindesalter lässt sich gut mit Homöopathie und anderen Maßnahmen der Regulationstherapie behandeln. Diese ganzheitlichen Therapien bieten sich gerade im Kindesalter als Alternative zu einer Behandlung mit Antibiotika an, da es nicht zuletzt darum geht, Kindern Nebenwirkungen wie Durchfall oder eine Schwächung des Immunsystems zu ersparen.
Dank meiner langjährigen Erfahrung helfe ich Ihnen bzw. Ihrem Kind gern dabei, Scharlach auch ohne den Einsatz von Antibiotika folgenlos zu überwinden.
Scharlach wirkungsvoll ohne Antibiotika behandeln.
FAQ (häufige Fragen) zu Scharlach
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