Sie sind ständig müde und erschöpft? Sie werden häufig krank und können sich kaum noch richtig erholen? Sie fühlen sich öfter gestresst und fast schon ein wenig depressiv? Dann muss keineswegs immer ein Burnout oder eine Schilddrüsenunterfunktion dahinter stecken. Auch eine Nebennierenschwäche kann Ursache für die Symptome sein. Doch oft wird das übersehen!
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Nebennieren – was ist das für ein Organ?
- Nebennierenschwäche – was ist das?
- Die vier Phasen der Nebennierenschwäche
- Typische Symptome bei Nebennierenschwäche erkennen
- Selbsttest: Besteht der Verdacht auf eine Nebennierenschwäche?
- Zusammenhang von Stress, Cortisolspiegel und Insulinresistenz bei Nebennierenschwäche
- Was ist die Folge einer Nebennierenschwäche?
- Häufige Ursachen
- Wie wird eine Nebennierenschwäche diagnostiziert?
- Ganzheitliche Behandlung der Nebennierenschwäche
- Nebennieren stärken: Hausmittel & Ernährung
- Häufige Fragen (FAQ) zu Nebennierenschwäche
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Nebennierenschwäche wird meist durch chronische Stressbelastung hervorgerufen.
- Ein wichtiger Marker zur Beurteilung einer Nebennierenschwäche ist Cortisol im Tagesprofil.
- Die Schulmedizin erkennt nur die unheilbare Nebenniereninsuffizienz (Addison Krankheit) als behandlungsbedürftig an. Eine Nebenniereninsuffizienz zieht die lebenslange Substitution von Hormonen nach sich.
- Dagegen spricht die Nebennierenschwäche sehr gut auf eine ganzheitliche Behandlung an – und ist in den meisten Fällen heilbar.
Nebennieren – was ist das für ein Organ?
Die Nebennieren gehören zu den Organen, die Laien relativ unbekannt sind, vor allem weil sie anders als etwa Herz, Magen oder Lunge nicht durch bloßes Erspüren im eigenen Körper lokalisiert werden können. Sie sitzen wie zwei kleine Hütchen auf den oberen Nierenpolen.

Im Nebennierenmark werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet, während die Nebennierenrinde für Sexualhormone wie DHEA und Testosteron sowie Aldosteron, zur Regulierung unseres Wasserhaushalts und Blutdrucks, und das Stresshormon Cortisol zuständig ist.
Nebennierenschwäche – was ist das?
Sind wir großem Stress ausgesetzt, produzieren die Hormondrüsen der Nebennieren neben Adrenalin und Noradrenalin (Nebennierenmark) zunehmend auch Cortisol (Nebennierenrinde), was für unseren Umgang mit schwierigen Situationen besonders wichtig ist.
Hält der Stress an und findet keine nachhaltige Stressreduktion statt, dann lässt im weiteren Verlauf die Produktion der Stresshormone (v.a. Cortisol) und Sexualhormone (v.a. DHEA) nach.
Aber auch die Produktion von anderen Sexualhormonen (z.B. Progesteron) wird gedrosselt, weil die Nebennieren durch die ständige Überlastung zunehmend ermüden. Progesteronmangel ist ein häufiger Co-Faktor bei der Entstehung von Autoimmunthyreopathien wie Hashimoto-Thyreoiditis.
Der Hormonhaushalt spielt also eine wichtige Rolle. Unser Körper reagiert damit unter Stress in einer Weise, wie es ihm schon zu Urzeiten zugutekam. Nur wer bei Gefahr schnell reagieren konnte, hatte eine Chance, überhaupt zu überleben. Doch so praktisch dieser Mechanismus ist, so verhängnisvoll wird er, wenn unser Leben nicht wie das unserer Vorfahren nur kurzzeitig aus den Fugen gerät, sondern von Dauerstress bestimmt ist.
Früher oder später ist die Funktion der Nebennieren dann erschöpft, es entsteht ein Adrenal-Fatigue-Syndrome. Nach einer Phase der gesteigerten Cortisolproduktion sinkt der Cortisolspiegel und wir bemerken das Problem an den typischen Anzeichen: der Energiehaushalt ist reduziert und wir fühlen uns den Aufgaben des Alltags immer weniger gewachsen!
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Die vier Phasen der Nebennierenschwäche
Die Ausschüttung von Cortisol unterliegt bei gesunden Menschen einer ausgeprägten Tagesrhythmik mit einem Maximum am Morgen und einem Minimum um Mitternacht. Bei einer Nebennierenschwäche ist diese Rhythmik gestört.

1. Krankheitsphase (Anfangsstadium):
Bei anhaltendem Stress ist auch die nächtliche Cortisolproduktion gesteigert. Das spiegelt sich in den Testergebnissen der Speichelproben wider in deutlich erhöhten Cortisolwerten am Morgen.
2. Krankheitsphase:
Der Cortisolspiegel ist über den gesamten Tag hoch, ohne eine Rhythmik erkennen zu lassen.
3. Krankheitsphase (fortgeschrittenes Stadium):
Der morgendliche Cortisolspiegel ist erniedrigt. Möglicherweise bleiben auch die weiteren Messungen im unteren Bereich. Hier beginnt die eigentliche Erschöpfungsphase der Nebennieren.
4. Krankheitsphase:
Cortisolwerte und DHEA bleiben konstant niedrig.
Typische Symptome bei Nebennierenschwäche erkennen
Müdigkeit, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen – viele dieser Beschwerden können auf eine geschwächte Nebennierenfunktion hinweisen. Die Symptome reichen von körperlicher Schwäche über psychische Veränderungen bis hin zu hormonellen Störungen, besonders bei Frauen. Im Folgenden werden die wichtigsten Anzeichen und Unterschiede zur Addison-Krankheit näher beleuchtet.
Körperliche Symptome
- Müdigkeit, Kraft- und Antriebslosigkeit
- Erschöpfung
- Schwindel
- Muskelschwäche
- Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung
- Niedriger Blutdruck
- Herzklopfen
- Zittern bei Stress
- Unterzuckerung, Lust auf Süßes
- Salzhunger
- Appetitlosigkeit
- Magen-Darm-Beschwerden, z.B. Übelkeit
- Probleme, zu- oder abzunehmen
- Haarausfall
- Trockene, fahle Haut
- Trockene Augen, Augenermüdung
In einigen Quellen ist auch von einer „verplumpten Nebenniere“ die Rede. Damit ist gemeint, dass die Nebenniere im Ultraschall (oder einem anderen bildgebenden Verfahren) etwas größer und dicker aussieht als normal. Diese Veränderung muss jedoch nicht unbedingt ein Krankheitszeichen sein.
Psychische Symptome
- Konzentrationsprobleme, verminderte Merkfähigkeit
- Gefühl von Ausgebranntsein
- Brain Fog – Watte im Kopf
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit
- depressive Verstimmungen
- Schlafprobleme
- Abnehmende Stressresistenz

Spezifische Symptome bei Frauen
Zu den typischen Symptomen einer Nebennierenschwäche kommen bei Frauen häufig folgende Beschwerden dazu:
- Zyklusstörungen, verstärktes PMS
- Hormonelle Dysbalancen in Schwangerschaft und Wechseljahren
- Gleichzeitig bestehende Autoimmunerkrankungen (z.B. Typ-1-Diabetes, Hashimoto-Thyreoiditis oder Vitiligo, die weiße Flecken auf der Haut verursacht.)
Allerdings: Von der herkömmlichen Medizin ist eine klare Diagnose anhand der genannten Symptome nicht zu erwarten. Denn in der Schulmedizin ist als Unterfunktion der Nebennieren nur eine manifeste Nebenniereninsuffizienz bekannt – meist als Autoimmunerkrankung mit Bildung von Antikörpern gegen das Nebennierenrindengewebe (Morbus Addison). Die Folge ist ein fortschreitender Funktionsverlust der Nebennierenrinde mit einer nachlassenden Produktion von Hormonen wie Cortisol und Aldosteron.
Wie kann man eine Nebenniereninsuffizienz von einer Nebennierenschwäche unterscheiden?
Von einer Insuffizienz der Nebenniere spricht man, wenn eine Unterfunktion der Nebennieren vorliegt und im Nebennierenmark sowie der Nebennierenrinde nicht mehr genügend Nebennieren-Hormone gebildet werden.
Häufigste Ursache einer Nebenniereninsuffizienz ist hierzulande eine Autoimmunerkrankung (Morbus Addison), bei der Nebennieren-Gewebe zerstört wird. Daneben kann aber auch ein Tumor, eine Einblutung oder eine Infektion für eine Insuffizienz der Nebenniere verantwortlich sein. Man spricht in diesen Fällen von einer primären Nebenniereninsuffizienz. Die Hormonproduktion sämtlicher Katecholamine (Neurotransmitter und Hormone: Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin), die normalerweise in der Nebennierenrinde gebildet werden, ist bei den Betroffenen dann deutlich herabgesetzt.
Seltener wird eine Nebenniereninsuffizienz durch einen Ausfall der Hirnanhangsdrüse verursacht, welche die Funktionen der Nebenniere steuert. Diese Form der Nebenniereninsuffizienz wird auch sekundäre Nebenniereninsuffizienz genannt.
Anders als bei der Erkrankung “Nebennierenschwäche” (Nebennierenerschöpfung), die durch Stress entsteht und in den meisten Fällen naturheilkundlich gut behandelt werden kann, ist bei der Diagnose “Nebenniereninsuffizienz” in der Regel eine Behandlung mit Hormonen nötig.
Darüber hinaus unterscheiden sich beide Krankheitsbilder auch in der Ausprägung der Symptome.
Addison-Krankheit – andere Symptome
Die Addison-Krankheit wird umgangssprachlich auch als „Bronzehaut-Krankheit“ bezeichnet, weil sich mit der Zeit die Haut bräunlich verfärbt. Diese Hautpigmentierung (Hyperpigmentierung) sowie eine ausgeprägte Schwäche und Erschöpfung sind die Leitsymptome der Erkrankung, weitere Symptome können Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, bei Frauen auch ein Ausbleiben der Regelblutung, sein. Die Addison-Krankheit ist nicht heilbar und erfordert eine lebenslange Hormonersatztherapie. Wird sie konsequent umgesetzt, können die Betroffenen ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen.
Starke Rücken- und Flankenschmerzen kommen nur bei der lebensbedrohlichen Addison-Krise vor. Wassereinlagerungen oder Kribbeln sind hingegen keine Anzeichen bei einer Nebennierenschwäche.
Diese Symptome können aber auch auf viele andere Krankheiten hinweisen, zum Beispiel auf Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow, Testosteronmangel beim Mann, Insulinresistenz, Depression oder Burnout-Syndrom. Daher braucht es ein sorgfältiges diagnostisches Vorgehen. In vielen Fällen zeigt sich jedoch, dass klassische Diagnostik zu kurz greift und damit auch leitliniengerechte Behandlungsversuche ohne nachhaltige Wirkung bleiben.
Nur durch ein tieferes Verständnis psychosomatischer und endokrinologischer Zusammenhänge kann Menschen mit einer Nebennierenschwäche geholfen werden!
M. Breitenberger, Heilpraktiker in München
Selbsttest: Besteht der Verdacht auf eine Nebennierenschwäche?
Ständig müde? Permanent erschöpft? Sie haben Heißhunger auf Salziges? Die Symptome einer Nebennierenschwäche sind oft unspezifisch – und bleiben deshalb lange unentdeckt. Mit unserem medizinisch geprüften Selbsttest können Sie erste Hinweise sammeln, ob Sie unter einer Schwächung der Nebennieren leiden.
Wichtig: Der Test ersetzt keine ärztliche Diagnose, gibt aber Orientierung für die nächsten Schritte.
Zusammenhang von Stress, Cortisolspiegel und Insulinresistenz bei Nebennierenschwäche
Cortisol veranlasst die Leber, mehr Glukose bereitzustellen, um ausreichend Energie in Stresssituationen zu haben, wodurch der Blutzuckerspiegel steigt. Wenn bei anhaltendem Stress anfangs vermehrt Cortisol ausgeschüttet wird, muss auch mehr Insulin in der Bauchspeicheldrüse produziert werden, um eine Regulation und Senkung der erhöhten Blutzuckerwerte zu veranlassen.
Wenn nun die Bauchspeicheldrüse permanent gegen die erhöhten Blutzuckerwerte ankämpfen und Insulin ausschütten muss, reagieren die Insulin-Rezeptoren an den Zielzellen immer weniger sensibel darauf. Dies kann zu einer Insulinresistenz und einem Typ-2-Diabetes führen.

Was ist die Folge einer Nebennierenschwäche?
Die Nebennierenschwäche gehört zu den typischen Zivilisationskrankheiten unserer Zeit. Besonders tückisch: Sie zeigt sich zunächst in Symptomen wie Schlafstörung, niedriger Blutdruck, Fatigue und Erschöpfung, die wir alle aus stressigen Lebensphasen kennen und die wir daher geneigt sind, zu übergehen.
Bleibt die Erkrankung unerkannt bzw. unbehandelt, weil eine klare Diagnose fehlt, können jedoch schwerwiegende körperliche und seelische Probleme die Folge sein.
Vereinbaren Sie einen Termin, um eine Nebennierenschwäche erkennen und behandeln zu können:
Für Menschen, die unter Stress und Erschöpfung leiden, kann es wichtig sein sich mit der Funktionsweise der Nebennieren ein wenig auszukennen und – sollten sich Symptome verstärken – auf eine Untersuchung zu bestehen.
Woran erkennt man einen Burnout?
In den Medien und unter Medizinern wird häufig diskutiert, woran man einen Burnout erkennt: chronische Überforderung, permanente Müdigkeit, das Gefühl, völlig ausgebrannt zu sein, Depression – die typischen Symptome eines Burnouts kommen oft zunächst schleichend und dann mit voller Wucht.
Inzwischen zählt die Diagnose in Deutschland zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen wegen psychischer Probleme. Ein Fortschritt insofern, dass seelische Belastungen aufgrund von Arbeit und Alltag in der öffentlichen Diskussion angekommen sind und häufiger behandelt werden können. Und zugleich ein Problem, wenn die strukturelle Ursache allzu schnell auf eine fehlende „Work-Life-Balance“ reduziert wird.
Dass die beschriebenen Symptome auch mit einer Nebennierenschwäche zusammenhängen können, bleibt zusätzlich häufig außer acht. Die vielfältigen Symptome, ein schleichender Verlauf und mangelnde Kenntnis der Problematik sind dabei ausschlaggebend. Für eine wirkungsvolle Behandlung akuter Erschöpfungszustände ist es hier unbedingt erforderlich, genauer hinzuschauen.
Tatsache ist: Dauerstress wirkt sich nicht nur auf unser seelisches Gleichgewicht aus. Er macht sich auf organischer Ebene bemerkbar und kann unseren Körper langfristig schädigen – leider manchmal schon wesentlich früher als wir es bemerken.
Während viele Menschen bei typischen Stresssymptomen wie Kopfschmerzen oder Verdauungsproblemen einen Arzt oder Heilpraktiker konsultieren, wissen weit weniger, dass sie bei chronischer Erschöpfung auch die Funktion ihrer Nebennieren untersuchen lassen sollten.

Häufige Ursachen
Häufigste Ursache einer funktionell bedingten Nebennierenschwäche ist anhaltender psychischer und/oder physischer Stress. Chronischer Schlafmangel, aber auch ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen, z.B. infolge einer einseitigen Ernährung – Faktoren, die im Übrigen oft mit chronischem Stress einhergehen – können die Funktion der Nebennieren zusätzlich beeinträchtigen.
Die Nebennieren von Patientinnen und Patienten, die an einer Autoimmunerkrankung wie Vitiligo oder Hashimoto leiden, sind ebenfalls oft geschwächt. Neuerdings wird auch ein Leaky-Gut-Syndrom mit einer Nebennierenschwäche und stillen Entzündungen in Verbindung gebracht.
Die Ursachen für eine Nebennierenschwäche können vielfältig sein. Die folgenden sind die häufigsten Verursacher:
- Dauerstress
- Gefühl der Machtlosigkeit, des Ausgeliefertseins gegenüber Menschen und Lebensumständen
- Permanentes sich selbst antreiben
- Übertriebener Perfektionismus
- Schlafmangel bzw. zu spätes zu Bett gehen
- Vitalstoffarme Ernährung
- Mangel an Aktivitäten, die Freude und Vitalität geben

Personengruppen, die besonders gefährdet sind
- Mütter ohne Unterstützung von Familie und Freunden
- Alleinerziehende
- Menschen in unglücklichen Paarbeziehungen
- Menschen mit freudloser oder stressiger Arbeit
- Menschen in Mobbing-Situationen
- Selbstständige zu Beginn ihrer Tätigkeit
- Menschen, die Alkohol, Nikotin, Beruhigungsmittel, Aufputschmittel oder andere Suchtmittel regelmäßig konsumieren
- Schichtarbeiter
- Menschen, die viel arbeiten und sich nichts gönnen
Ereignisse, die eine Nebennieren-Erschöpfung begünstigen
- Anhaltende Drucksituation am Arbeitsplatz und Zuhause
- Arbeitsplatzverlust
- Plötzliche negative Veränderung der finanziellen Situation
- Isolation, z.B. nach Umzug ohne Zugehörigkeitsgefühl am Wohnort
- Emotionales Trauma
- Tod einer nahestehenden Person
- Größere Operation, von der man sich nicht ganz erholt hat
- Infektionen der Atemwege, die immer wieder auftreten
- Chemische Belastungen (Feinstaub, Alkohol, Medikamente…)
- Geräuschbelastung
Wie wird eine Nebennierenschwäche diagnostiziert?
Im Vordergrund der Diagnostik stehen Speicheltests, um anhand der Bestimmung von Cortisol festzustellen, ob die Nebennierenrinde noch in der Lage ist, genügend Hormone zu produzieren. Es sollte ein Cortisol-Tagesprofil erstellt werden, um den zirkadianen Rhythmus des Stresshormons beurteilen zu können. Eine abweichende Cortisol-Tagesrhythmik kann auf eine Cortisolüberproduktion oder auf einen Cortisolmangel hinweisen.
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Bestimmung des Stresshormons Cortisol und seinem Gegenspieler DHEA im Speichel. Eine einfach zu verstehende Anleitung liegt bei. Das Testergebnis können Sie an meine Praxis weiterleiten, um eine (kostenpflichtige) Analyse und Therapieempfehlung zu erhalten. Im 1. Bestellschritt den Gutscheincode AP34961 eingeben, um 5% Rabatt zu erhalten.
Die Bestimmung der Blutwerte ist eine weitere diagnostische Möglichkeit. Im Vordergrund steht die Messung von Cortisol, ACTH und DHEA-S. Da man für ein Tagesprofil eine Blutuntersuchung jedoch mehrere Male am Tag durchführen muss, wird in der Regel dem einfachen Speicheltest der Vorzug gegeben. Zur Abklärung einer manifesten primären oder sekundären Nebenniereninsuffizienz ist die Ermittlung der Blutwerte jedoch unverzichtbar.
Ganzheitliche Behandlung der Nebennierenschwäche
Anders als die primäre oder sekundäre Nebenniereninsuffizienz, die im Allgemeinen eine lebenslange Hormonersatztherapie notwendig macht, sprechen erschöpfte Nebennieren sehr gut auf eine ganzheitliche Behandlung an.
Zu Beginn der Behandlung ist die Zufuhr von fehlenden Aminosäuren, Vitaminen und weiteren wichtigen Mikronährstoffen entscheidend, die Sie in der Stressphase verloren haben und welche die Nebenniere für eine ausreichende Hormonsynthese benötigt.
Dazu entwickle ich in meiner Praxis in München ein individuelles orthomolekulares Therapiekonzept, damit meine Patienten optimal versorgt sind. Das ist unbedingt nötig, um aus der Erschöpfung und Schwäche wieder herauszukommen.
Kann sich die Nebenniere wieder erholen?
Ja! Im Folgenden stelle ich die vier wichtigsten Produkte einer erfolgreichen orthemolekularen Therapie bei Nebennierenerschöpfung vor, damit Sie auch wieder gesund werden können, ohne in meine Praxis zu kommen.
Welche Vitamine & Nahrungsergänzungsmittel bei Nebennierenschwäche?
Entscheidend für den Therapieerfolg bei dieser Erkrankung ist neben der richtigen Ernährung die Einnahme sorgfältig ausgewählter Produkte, die garantiert rein und frei von Farb-, Konservierungs- und technischen Hilfsmitteln sind, in der richtigen Dosierung über einen angemessen langen Zeitraum, wie hier angegeben.
Ich empfehle zu Beginn als Behandlung eine 3-Monats-Kur mit Vitamin C kombiniert mit Antistress Formula und Rhodiola Rosea (alle über den jeweiligen Link zu bestellen):
Ester-C Gold, 90 Kapseln
Täglich 2 mal 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit zu einer Mahlzeit einnehmen. Mit pflanzlichem Quercetin und Rutin aus Holunderblüten-Extrakt. Die Nebenniere benötigt zur Cortisol-Produktion in erster Linie Vitamin C. Zudem ist Vitamin C ist ein wasserlösliches Antioxidans, das die Zellen vor freien Radikalen, die vermehrt bei Stress gebildet werden, schützen kann.
+
Antistress Formula, 60 Kapseln
Im ersten Monat täglich 2 Kapseln mit Wasser vor einer Mahlzeit einnehmen. Ab dem 2. Monat nur noch 1 Kapsel täglich einnehmen. Mit hochwertigem Ginsengwurzel-Extrakt, Magnesium und B-Vitamine zur Unterstützung des Nervenstoffwechsels und der Konzentration für mehr Wohlbefinden und gesteigerte Leistungsfähigkeit.
+
Rhodiola Rosea, 120 Kapseln
Nehmen Sie täglich 2 Kapseln mit viel Flüssigkeit außerhalb der Mahlzeiten ein. Zur Unterstützung der körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit. In Studien konnte bei Menschen in Stresssituationen nach Einnahme von Rhodiola Rosea eine verbesserte kognitive Funktion sowie eine Reduzierung der mentalen Erschöpfung nachgewiesen werden. Eine Einnahme über 3 Monate führte bei diesen Personen zu einer hoch signifikanten Verbesserung sowohl der physischen als auch der kognitiven Leistungsfähigkeit. Wirkt zusätzlich entzündungshemmend.
Zudem verbessern pflanzliche Adaptogene wie Ashwagandha (Schlafbeere oder Winterkirsche) und B Vitamine nachweislich die Stresstoleranz. Auch bei Patienten mit Angststörungen, leichter bis mittelschwerer Depression und Schlafstörungen verbesserten sich die emotionalen und körperlichen Symptome bereits nach 6 Wochen.
Ashwaganda Triple Superior, 120 Kapseln (ausreichend für 3 Monate)
Täglich 1 Kapsel möglichst vor dem Essen einnehmen. Ashwagandha ist ein pflanzliches Adaptogen, das zu geistigem und körperlichem Wohlbefinden in Zeiten erhöhter Stressbelastung beiträgt. Magnesium und Vitamin B6 unterstützen die Funktionen von Nerven und Psyche. Auch bei Patienten mit Angststörungen, leichter bis mittelschwerer Depression und Schlafstörungen verbesserte sich die emotionalen und körperlichen Symptome bereits nach 6 Wochen.
Dazu hilft eine Konstitutionsbehandlung mit homöopathischen Arzneimitteln sehr tiefgreifend Ihre Nebennieren zu entlasten und zu stärken; ich berate und begleite Sie als Heilpraktiker in München dabei, Ihren Lebensstil und Ihre Ernährung so umzustellen, dass sich Ihr Körper und Geist wieder regenerieren kann.
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Nebennieren stärken: Hausmittel & Ernährung
Wie Sie mit einer ausgewogenen Ernährungsweise Ihre Nebennieren effektiv unterstützen, welchen Lebensmitteln Sie den Vorzug geben und welche Sie besser vermeiden sollten, erfahren Sie hier:
Nebennierenerschöpfung vorbeugen durch Entspannung
Sorgen Sie gerade in stressigen Zeiten auch für ausreichend körperliche und seelische Entspannung. Das klingt erstmal banal, ist aber sehr essentiell. Denn nur im entspannten Zustand kann der Körper sich vor den schädlichen Auswirkungen von Stress schützen.
Wenn der Körper vom Kampfmodus in den Entspannungsmodus zurückkehrt, entlastet das auch die Nebennierenrinde. Das Organ muss jetzt weniger Hormone produzieren und kann sich wieder erholen.
Um mehr Entspannung in den Alltag zu bekommen, können Sie gezielte Entspannungstechniken, wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder auch Yoga einsetzen. Damit lässt sich auch ganz natürlich der Blutdruck regulieren und der Schlaf verbessern. Aber auch eine kurze Auszeit in der Badewanne, ein liebevolles Gespräch mit Freunden oder ein paar Minuten Entspannungsmusik bei einer heißen Tasse Tee, können dafür sorgen, dass Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht kommen.
In akuten Stresssituationen können auch Atemübungen gut helfen wieder zur Ruhe zu gelangen. Eine einfache Übung ist z.B. den Aus-Atem bewusst zu verlangsamen und zu verlängern. Dazu sollten Sie mit geschlossenem Mund durch die Nase in den Bauch einatmen und dabei bis 4 zählen, jetzt 4 Sekunden den Atem anhalten und danach langsam über die Nase wieder ausatmen. Wiederholen Sie diese Übung einige Male und schon bald werden Sie spüren, dass Sie sich ruhiger fühlen.
Körperliche Bewegung stärkt die Nebennieren
Auch körperliche Bewegung hilft den gestressten Körper und Geist wieder in die Balance zu bringen. Denn durch die körperliche Bewegung werden die bei Stress kurzfristig zur Verfügung gestellten Energien verbraucht, so dass sich der Hormon- und Blutzuckerspiegel wieder normalisieren kann, was letztendlich auch die Nebennieren entlastet. Dazu müssen Sie keinen Hochleistungssport betreiben.
Günstig auf die Funktion der Nebennieren wirken sich unter anderem sämtliche Ausdauersportarten, wie Nordic Walking, Joggen sowie Kraft- und Gerätetraining aus. Aber auch Spaziergengehen, Tanzen oder Schwimmen haben einen positiven Effekt. Wichtig ist, dass Sie die gewählte Sportart gerne machen und sich dabei nicht mit anderen messen müssen, damit Sie nicht allein dadurch schon wieder in Stress geraten.

Was kann man noch tun bei Nebennierenschwäche?
Zuletzt identifizieren wir gemeinsam die Möglichkeiten, wie Sie in Ihrem Alltag Stress abbauen können und wieder mehr Erholung finden. Das ist oft ein längerer Übungsweg, der in einer Selbsterfahrungs-Gruppe, wie z.B. der Münchner Gruppe, viel Freude machen kann und nachhaltig erfolgreich ist.
Ziel ist es, Ihren Organismus und Ihr Leben wieder ganz ins Gleichgewicht zu bringen. Dazu gehört auch, ein Leistungsniveau zu finden, das Ihrer persönlichen Konstitution entspricht und Ihnen erlaubt, in gesunden Schritten Ihre Ziele zu erreichen.
Sie wollen Ihr Wissen über Nebennierenschwäche vertiefen? Dann empfehle ich Ihnen diese beiden Bücher: Grundlos erschöpft? Nebennieren-Schwäche – das Stresssyndrom des 21. Jahrhunderts. Was ist Cortisol-Mangel und wie können wir ihn heilen? oder Nebennierenschwäche Wissen für Therapeuten: Ursache, Diagnose und naturheilkundliche Therapie
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Häufige Fragen (FAQ) zu Nebennierenschwäche
Folgende Fragen werden häufig zum Thema “Nebennierenschwäche” gestellt:
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Autoren:
Markus Breitenberger, Heilpraktiker und Homöopath in eigener Praxis seit über 25 Jahren. Autor von 2 Büchern zum Thema Autoimmunerkrankungen und zahlreichen medizinischen Fachartikeln.
Dr. Nicole Schaenzler, Philologin und Medizinjournalistin. Herausgeberin eines Gesundheitsmagazins und Fachautorin zahlreicher Bücher zu medizinischen Themen.
Quellen:
Psychoneuroimmunologie (PNI) und Nebenniereninsuffizienz
Mag.Dr.rer.nat. Markus Stark MSc.
Stephan Petersenn, Jürgen Honegger, Marcus Quinkler: National German Audit of Diagnosis, Treatment, and Teaching in Secondary Adrenal Insufficiency, in: Hormone and Metabolic Research (49/2017); Georg Thieme Verlag KG Stuttgart/New York – doi: 10.1055/s-0043-105077
Philipp Grätzel von Grätz: Müde im Alter? Auch an die Nebenniere denken! In: CME 21, 18 (2024). doi.org/10.1007/s11298-024-3895-7